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Hardthöhenkurier 1/2018 Leseprobe

Das aktuelle Interview News und Schützenpanzer MARDER, sowie bei der querschnittlichen Ausstattung für Rundumsicht, Nachtfahren und Nachtkampf eine wesentliche Rolle. Hinzu kommt die Befähigung zum Nah- und Nächstbereichsschutz und der qualifizierten Fliegerabwehr. In all diesen Bereichen ist eine moderne optische bzw. optronische Ausstattung ein wesentliches Element bei der Fähigkeitsentwicklung. HHK: Mit Blick in die Zukunft – wo sehen Sie Ihre Geschäftsfelder 101 und sind neue Entwicklungen im Programm? Hülle: Wir versuchen uns natürlich auf dem Verteidigungsmarkt als unserem Stammmarkt weiter zu entwickeln, die Optronics gekauft hat, waren wir ungefähr bei 140 Millionen Euro Umsatz. In den letzten vier Jahren haben wir den Umsatz nahezu verdoppelt und wir haben das Wachstum von ca. 10% pro Jahr auch realisiert. Die Auftragslage ist in allen Geschäftsbereichen gut und zwar sowohl in der HENSOLDT Gruppe, aber auch bei Optronics. Wie vorhin angedeutet, im Bereich Airborne, wo ich Ihnen diese 100 Millionen Euro Auftragsvorlage genannt habe, aber genauso im Landbereich durch die guten Aufträge, die gekommen sind. Ich sehe kein Risiko für eine Unterbeschäftigung. Das Problem der HENSOLDT Gruppe ist ein ganz anderes: Auch wir haben die Herausforderung, qualifiziertes Personal zu bekommen und zwar insbesondere in der Entwicklung und im Engineering. Hier am Standort Oberkochen haben wir den großen Vorteil, dass wir die Infrastruktur von Zeiss nutzen können. Wir haben aber auch das Problem, dass Zeiss selber über 150 Mitarbeiter sucht und wir natürlich hier auf der Alb im Wettbewerb um die besten Köpfe stehen. Bei HENSOLDT hat man sich dazu verschiedene Maßnahmen überlegt. So werden wir Arbeitsplätze auch im Münchener Raum anbieten, die Leute müssen dann nicht unbedingt hierhin auf die Ostalb kommen. Des Weiteren werden wir die Fähigkeiten in Südafrika verstärkt nutzen und dort auch einen Engineering Hub aufbauen. Wir müssen auch als attraktiver Arbeit- geber unter dem neuen Branding von HENSOLDT entsprechend wahrge- nommen werden. Dafür sind auch entsprechende Maßnahmen in allen möglichen Medien getätigt worden. HHK: Welche Erwartungen haben Sie an den nationalen Kunden und wie sieht es im Ausland aus? Hülle: Die Bundeswehr ist und bleibt für uns der Referenzkunde. Dies zeigt sich insbesondere im Bereich der Uboote und der Kampfpanzer LEOPAR D 2 im Rahmen des LEOBEN-Verbundes. Die von Ministerin von der Leyen eingeleiteten Trendwenden der Bundeswehr sind bei uns bereits spürbar: Das Folgelos beim Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-ES), die Zieloptiken für das MG5, der Aufwuchs des Bestandes an Kampfpanzer LEOPAR D 2A7V und die Umrüstung von Spähwagen FENEK zum FFENEK „Joint Fire Support Team“ (JFST) sind für uns wesentliche Vorhaben. Des Weiteren sind wir an der Weiterentwicklung des Schützenpanzers PUMA mit Blick auf die Farbsicht maßgeblich beteiligt. Wir hoffen, dass diese Trendwenden auch in der neuen Legislaturperiode die notwendige haushälterische Nachhaltigkeit erhalten, um den geplanten Fähigkeitsaufwuchs mit Blick auf die eingegangen NATO -Verpflichtungen erfüllen zu können. In diesem Zusammenhang spielen aus unserer Sicht Obsoleszenzbeseitigungen beim Kampfpanzer LEOPAR D 2 HHK 1/2018 Die Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung II (BAA II) auf einem deutschen FENNEK JFST in Kundus/Afghanistan. © HENSOLDT / Carl Schulze Die „Augen des PUMA“, Carl Zeiss Optronics (heute Hensoldt Optronics) liefert die Opto-Elektronik für den Schützenpanzer PUMA. Foto: HHK / Archiv


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