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Hardthöhenkurier 1/2018 Leseprobe

Streitkräftebasis Übergabe in der Berliner Julius-Leber-Kaserne Kdo TerrAufgBw: Kommen wir zum Thema Reserve. Auch hier hat sich im Laufe Ihrer Dienstzeit einiges getan. Knappe: Das betrifft vor allem die allgemeine 34 Reserve. Mit Blick auf die Aus- setzung des Grundwehrdienstes und den Umstand, dass es immer weniger Bürger bei uns geben wird, die Bundeswehr erlebt haben, ist uns jeder Reservist auch ein wichtiger Multiplikator. Wir müssen uns deshalb in zunehmendem Maße auch um Ungediente kümmern und Angebote machen, damit auch ungediente Reservisten werden können. Sie müssen nicht unbedingt beordert, sondern können Teil der allgemeinen Reserve werden. So wie der ein oder andere zum Technischen Hilfswerk, zum Roten Kreuz oder zu den Johannitern geht, sollten auch wir als Bundeswehr Ungedienten eine Möglichkeit bieten, sich zu engagieren und teilzuhaben. Wenn wir den einen oder anderen damit auch für eine Beorderung gewinnen könnten, dann wäre das umso schöner. Kdo TerrAufgBw: Welcher Aspekt liegt Ihnen noch am Herzen, was würden Sie gerne noch ansprechen? Knappe: Das Kommando Territoriale Aufgaben wird in 2018 fünf Jahre alt. Mit diesem Kommando wurde ein Kompetenzbereich geschaffen – territoriale Aufgaben, zivil-militärische Zusammenarbeit, Host-Nation-Support – der als solcher von der zivilen Verwaltung und den Blaulichtorganisationen wahrgenommen Die Leistung des Stabes, macht die Stärke eines solchen Kommandos aus. wird. In diesem Kompetenzbe- reich hat sich das Kommando Territoriale Aufgaben durchweg bewährt. Das hat nichts mit mir als Kommandeur oder meinem Vorgänger zu tun. Dass unsere Kompetenz Wert geschätzt und auch gerne in Anspruch genommen wird, hat vielmehr mit der kontinuierlichen Arbeit zu tun und vor allem mit den Angehörigen des Kommandos und seines nachgeordneten Bereichs – und darauf dürfen die Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Recht stolz sein. Kdo TerrAufgBw: So kann man also doch von einer positiven Bilanz sprechen? Knappe: Wenn man am Ende eine Bilanz zieht, dann ist die meist ereignis- orientiert. Das reicht aber nicht ganz aus. Was eigentlich herauszustellen ist, ist die Leistung, die die Soldatinnen und Soldaten, die zivilen Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter und auch die Reservisten erbringen. Es ist die Leistung des Stabes, die die Qualität ausmacht und die die Kontinuität sichert. Das kann man nicht genug herausstellen, denn das macht die Stärke eines solchen Kommandos aus. Als Kommandeur ist man nur eine begrenzte Zeit am Schlagzeug. Wenn ich weg bin, wird mein Nach- folger das mindestens genauso gut machen. So wie ich in Anspruch nehme, dass gut – oder annähernd so gut – gemacht zu haben, wie mein Vorgänger. Herzlich Willkommen: Übergabe der Truppenfahne an Generalmajor Carsten Breuer. HHK 1/2018 Kommando-Übergabe in der Julius-Leber-Kaserne Das Kommando Territoriale Aufgaben hat einen neuen Kommandeur. Rund fünf Jahre nach Aufstellung des Kommandos hat Generalmajor Carsten Breuer die Führung übernommen. Mit einem Appell vor rund 400 Gästen fand die Übergabe in der Berliner Julius Leber-Kaserne statt. Generalmajor Breuer war zuletzt Abteilungsleiter Einsatz im Kommando Heer in Straus- berg. Der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, vollzog die Kommando-Übergabe. In seiner Rede betonte er die Leistungsstärke der Streitkräftebasis. Sie sei mit ihren querschnittlichen Fähigkeiten ein entscheidender Akteur der Bundeswehr im Grundbetrieb, in den Einsätzen und beim Heimatschutz. Genau dafür stehe auch das Komman- do Territoriale Aufgaben: „Truppenübungsplätze, Sportfördergruppen, Zivil-Militärische Zusammenarbeit, Landes, Bezirks- und Kreisverbindungskommandos, das Wachbataillon – all dies zeugt von der großen Bandbreite des Aufgabenspektrums dieser Dienststelle“. Generalleutnant Schelleis dankte dem scheidenden Kommandeur, General- major Knappe: „Mit Ihnen an der Spitze hat das Kommando Territoriale Auf- gaben seine Relevanz auf der taktischen Führungsebene mit bundesweiter Ausstrahlung noch unterstreichen können.“ Rückblick Das Kommando Territoriale Aufgaben wird in diesem Monat fünf Jahre alt. Sein Kernauftrag ist die Führung des militärischen Anteils in der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Eine Aufgabe, die es von Anfang an überzeugend erfüllte. Schon unmittelbar nach seiner Indienststellung am 24. Januar 2013 unter der


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