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Hardthöhenkurier 1/2018 Leseprobe

Betriebsunterstützung für eine einsatzfähige Flotte Marine MUKdo auf Geräteebene) in die Inte- grierten Projektteams (IPT, Projektleiter BAAINBw) ein und stellen sicher, dass die Einsatzreife und somit auch die Einsatzfähigkeit der Flotte erhalten bleibt bzw. wiederhergestellt wird. Resümee Alles in Allem handelt es sich bei der Betriebsunterstützung um ein vielschichtiges, forderndes Aufgabenspektrum, das durch eine große Anzahl sich gegenseitig bedingender Abhängigkeiten gekennzeichnet ist und einen erheb- lichen Koordinierungsbedarf erfordert. Die Betriebsunterstützung ist der Hauptpfeiler, um den materiellen, also im Wesentlichen den technisch-logistischen Beitrag zur Einsatzfähigkeit der Flotte jederzeit weltweit sicherzustellen. benötigten Parametrisierungsprodukte sind verallgemeinert technische und operative Datensätze, die für die verschiedensten Führungsunterstützungs- und Informationsübertragungssysteme der Fähigkeitsträger missions-/einsatzgebietsbezogen erstellt und optimiert werden. Dieser Anteil der Betriebsunterstützung hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Einsatzfähigkeit der Flotte, da die Aktualisierung der Datensätze anlassbezogen auch tagesaktuell sein muss. Die seegehenden Fähigkeitsträger der Deutschen Marine haben Nutzungs- dauern von bis zu über 30 Jahren. In diesem Zeitraum unterliegen sie planmäßigen Instandsetzungen gemäß der jeweiligen klassenspezifischen Betriebs- und Erhaltungsperiodennorm (BEPN). Darüber hinaus werden anlassbezogen außerplanmäßige Instandsetzungsmaßnahmen im Marinearsenal (MArs) und Werften sowie Sofortinstandsetzungen insbesondere auf System-/Anlagen-/Geräteebene durchgeführt. Diese Maßnahmen werden als Teil der Betriebsunterstützung durch das MUKdo (Abteilung I und I) im Auftrag des Projektleiters (BAAINBw) unter Beteiligung der Einsatzflottillen und des Marinearsenals (MArs) ausgeplant und koordiniert. Darüber hinaus unterhalten die Einsatzflottillen Werft-, System- und Betriebsunterstützungsgruppen zur Entlastung und direkten Unterstützung der Be- satzungen der Fähigkeitsträger. Die Bereiche des MUKdo mit Betriebs- und Versorgungsverantwortung (BVV) / Abteilungen I und I sammeln über die gesamte Nutzungsdauer Betriebs- und Stördaten der Fähigkeitsträger bis hinunter auf die Geräteebene. Abweichungen vom Normverhalten bzw. Auffälligkeiten, Verzögerungen innerhalb der Zentrallogistik werden erfasst, im Rahmen der Arbeitsgremien der BVV analysiert und durch die Bevollmächtigten Vertreter Marine (BV M) auf Geräte- ebene als Betriebsproblemmeldungen (BPM) mit Lösungsvorschlägen zur Ab- stellung an die zuständigen Stellen inner- halb der Marine bzw. über die Leitenden Ingenieure innerhalb des MUKdo und das Marinekommando (Abteilung Einsatzunterstützung) an die Projektleiter des BAAINBw übermittelt und bis zur Ab- stellung verfolgt. Insbesondere bei imma- nenten Gefahren für Leben und Gesund- heit der Besatzungen sowie Gefahr von Beschädigungen bzw. Zerstörungen von Systemen/Anlagen/Geräten werden durch die Leitenden Ingenieure Fachweisungen, die unter anderem auch die Sperrung von Systemen/Anlagen/Geräten beinhalten können, herausgegeben. Das MUKdo führt auf Geräteebene Steck- briefe für alle Systeme/Anlagen/Geräte der Marine und gibt neben der Fachinformation Leitende Ingenieure speziell für jeden Fähigkeitsträger einmal im Jahr ein Dossier Fähigkeitsträger heraus. Das Dossier enthält alle Betriebsproblemsachstandsfortschreibungen der auf den Fähigkeitsträgern integrierten Systeme/ Anlagen/Geräte und dient dazu, die Betriebserfahrung der Marine dem BAAINBw für den Rüstungsprozess nutzbar zu machen. Zu den wesentlichen Inhalten zählen das Anzeigen von Materialengpässen, Obsoleszenzen und Katalogisierungs/ Dokumentationsdefiziten sowie Funktions-/Fähigkeitseinschränkungen, die unter anderem auf technischen Änderungen im Rahmen der Nutzungsphase (Obsoleszenzbeseitigungen) oder deren Nichtdurchführung beruhen. Hierzu bringen sich die BV Marine (MarKdo auf Fähigkeitsträgerebene, 81 Prinzipskizze – Verfahren Betriebsproblemmeldungen. © MUKdo I B I HHK 1/2018 Die seegehenden Einheiten der Deutschen Marine haben Nutzungsdauern von bis zu über 30 Jahren. © HHK / Archiv


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