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Hardthöhenkurier 1/2018 Leseprobe

Die Wehrtechnischen Dienststellen der Bundeswehr strukturen und prüft die IT-Sicherheit von Softwareprodukten. – Für die Erprobung und Qualifikation von satellitengestützten (GPS und Galileo) und inertialen Navigations- anlagen und den Bereich Navigation Warfare (Stören und Täuschen von GNS) hat sie Test- und Simulations- einrichtungen. Es werden ressortüber- greifend Kapazitäten für eine ver- netzte Sicherheit zur Verfügung gestellt. Sie untersucht die Leistungs- fähigkeit von Navigationssystemen (Position und Zeit), sowie ihren Schutz vor Bedrohungen durch technische Gegenmaßnahmen und sichert die A usrüstung der Streitkräfte mit auf- tragsgerechtem Gerät. – Für elektronische und optronische U nterstützungs-, Gegen- und Schutz- maßnahmen werden in Kooperation mit anderen Dienststellen geeignete elektronische und optronische Maß- nahmen zum Schutz der Soldaten im E insatz untersucht und unter Beach- tung der aktuellen Bedrohungslagen weiterentwickelt. – Für den Bereich Elektromagnetische Verträglichkeit leistet sie mit ihrem K now-how und ihren Testeinrichtun- gen Beiträge zu einem betriebs- und funktionssicheren Einsatz von Waffen- systemen in einer sich stetig verän- dernden elektromagnetischen Umwelt und Bedrohungslage. Die querschnittlich arbeitende, rund 100 Hektar große Dienststelle liegt 100 Meter oberhalb des zwischen Nürnberg und Ingolstadt gelegenen Ortes Greding auf einem Kalkplateau des fränkischen Jura. Diese geographische Besonderheit erlaubt die nahezu ungestörte Aussendung elektromagnetischer Wellen zur Untersuchung von Funk- und Radargeräten. Hierfür wurde ein Sektor um die Dienststelle mit einer Reichweite von 30 Kilometern definiert und im Bayerischen Energieatlas eingetragen, in dem alle hohen Bauten wie zum Beispiel Windräder einer besonderen Prüfung bedürfen. Besonders markant sind vier Einrichtungen der WTD 81: – der IFF-Turm zur Untersuchung von Freund-Feind-Kennsystemen, – das Gebäude des Zentrums für Inter- operabilität, Netzwerkorientierte Ope- rationsführung (NetOpFü) und Simu- lation (ZINS), – der Dom für die multispektrale Ziel- simulation, – E uropas größte Halle zur Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit. N eben diesen Einrichtungen und Labo- ren verfügt die WTD 81 über ein 70 Hektar großes, ebenes Freigelände, das für Außenversuche genutzt wird. Tag der Bundeswehr 2017 an der WTD 81. Feuerlöschfahrzeug (mil.) in der EMV-Halle der WTD 81. Fahrzeugvermessung in der EMV-Halle der WTD 81. Egal ob Land- oder Flugsystem, ob LEOPAR D, FUCHS oder TIGER: Kein Waffensystem der Bundeswehr kommt ohne Elektronik aus. Selbst der abgesessen kämpfende Infanterist soll über GPS-Da- Wehrverwaltung ten verfügen und digital vernetzt sein. Einen Großteil der Systeme, die von der Bundeswehr in diesem Segment beschafft oder modifiziert werden, prüfen die rund 260 Mitarbeiterinnen und Mit- HHK 1/2018 91


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