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Rheinmetall und Rohde & Schwarz gründen Joint Venture

Düsseldorf, 18. September 2017 - Rheinmetall und Rohde & Schwarz haben den Gründungsvertrag für die Joint Venture-Gesellschaft beurkundet, mit der sich die beiden Technologieunternehmen um die Großvorhaben „Mobile taktische Kommunikation (MoTaKo)“ und „Mobiler taktischer Informationsverbund (MoTIV)“ der Bundeswehr bewerben wollen. Die Gründung des Joint Ventures steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Überprüfung. Rheinmetall hält 74,9% der Anteile an der neuen Gesellschaft, die übrigen 25,1% liegen bei Rohde & Schwarz.
Bereits im März 2017 hatten Rheinmetall und Rohde & Schwarz eine weitreichende Partnerschaft vereinbart, um künftig eine führende Rolle bei der Digitalisierung der Landstreitkräfte zu übernehmen.
Das im Zuge dieser Kooperation nun aufgelegte Joint Venture wird Kompetenzen und Lösungen weiterer Partner einbeziehen, um in diesem bedeutenden Vorhaben unter Wahrung nationaler Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit das hinsichtlich Fähigkeiten und Wettbewerbstauglichkeit beste Angebot machen zu können.
Die Vorhaben MoTaKo (Mobile taktische Kommunikation) und MoTIV (Mobiler taktischer Informationsverbund) sind als digitale Services für mobile Elemente die zentralen Modernisierungsvorhaben der Bundeswehr für Landoperationen. Die gesamte Kommunikationsausstattung sowie Zehntausende von Bundeswehr-Fahrzeugen stehen mittelfristig vor der Umrüstung, der Zielumfang reicht vom Gefechtsstand bis zum Infanteristen.
In der neuen Joint Venture-Gesellschaft verantwortet Rheinmetall den Bereich „Führungs-systeme“, den Bereich „querschnittliches Bediengerät“ und die komplette Fahrzeug-integration. Rohde & Schwarz verantwortet mit seiner Schlüsselkompetenz der sicheren Kommunikation die Gesamtarchitektur inklusive IT- und Cybersicherheit sowie die IP-basierte Systemlösung für militärisch robusten, gesicherten Sprach- und Datentransport unter Hinzunahme von Komponenten und Lösungen anderer Hersteller.
MoTaKo und MoTIV als komplexes, zeitkritisches und sehr großes Gesamtvorhaben fordert die Bundeswehr auch durch den Bedarf zur Absicherung gegen Cyber-Bedrohungen und der Integration in das IT-System der Bundeswehr. Im Zusammenspiel beider Unternehmen und weiterer industrieller Partner entsteht nun ein auf marktverfügbaren und sich laufend weiterentwickelnden Lösungen basierender Gesamtansatz, um dies zu erreichen.

Über die Kooperationspartner
Der Rheinmetall-Konzern ist ein Hochtechnologieunternehmen für Mobilität und Sicherheit. Der Unternehmensbereich Defence mit seinen drei Divisionen Vehicle Systems, Electronic Solutions sowie Weapon and Ammunition gehört zu den führenden wehrtechnischen Unternehmen weltweit und bietet ein weites Spektrum militärischer Ausrüstung an: von Fahrzeug-, Schutz- und Waffensystemen über Infanterieausstattung und Flugabwehr bis hin zur Vernetzung von Funktionsketten sowie in den Bereichen Sensoren, Elektrooptik und Simulation und Ausbildung. Mit rund 23.000 Beschäftigten erwirtschaftet der in Düsseldorf ansässige Konzern einen Jahresumsatz von 5,6 MrdEUR.
Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz bietet innovative Lösungen auf allen Feldern der drahtlosen Kommunikationstechnik. Außerdem sorgt er für Sicherheit in der Informationstechnik. Vor mehr als 80 Jahren gegründet, unterhält das selbstständige Unternehmen ein engmaschiges Vertriebs- und Servicenetz mit Niederlassungen und Vertretungen in mehr als 70 Ländern. Rohde & Schwarz beschäftigt weltweit rund 10.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2015/2016 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von rund 1,92 Milliarden Euro. Der Firmensitz ist in Deutschland (München), in Asien und Amerika steuern starke regionale Hubs die Geschäfte.

© www.rheinmetall-defence.com

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