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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Sanitätsdienst Bundesweite Tagung Zivil-Militärische Zusammenarbeit als Gruppenführer die militärischen Grundlagen vermittelte. Der damalige Stabsunteroffizier und heutige Stabsfeldwebel Ein feierlicher Moment: Generalarzt Dr. Andreas Hölscher (Mitte) bei der Überreichung des Ehrenkreuzes der Bundeswehr an Reservisten. Jochen Weingarten, Oberstaatsanwalt am Bundesgerichtshof, und Dr. Heike Spieker vom DRK-Generalsekretariat. 104 der Reserve Bert Harvertz recherchierte gleich nach dem Grußwort, ob es sich bei dem Gastgeber um einen früheren Rekruten handelte und sprach den Kommandeur in der Pause daraufhin an. Innerhalb kürzester Zeit stellten beide ihre gemeinsame militärische Zeit in den Niederlanden fest. Daraufhin sagte Harvertz: „Ja, ich bin es! Dein Ausbilder!“ Nachdem alte Geschichten ausgetauscht wurden, bat Generalarzt Dr. Hölscher seinen Kameraden Harvertz auf die Bühne; dieser zeigte sich sichtlich gerührt: „Dieses unverhoffte Wiedersehen war für mich ein sehr ergreifender Moment“. Während der Tagung erfolgten sowohl Beförderungen als auch Auszeichnungen, wie zum Beispiel die Verleihung des Ehrenkreuzes der Bundeswehr; ein ganz besonderer Moment im Leben eines Soldaten. Schwerpunkte des ersten Tages waren am Vormittag allgemeine Informationen zur Reserve und ein Ausblick auf die weitere Personalentwicklung für Reservisten im Sanitätsdienst. Der Nachmittag teilte sich in themenspezifische Workshops für Sanitätsstabsoffiziere einerseits und für Sanitätsfeldwebel andererseits auf. Die Referenten lieferten einen umfassenden Überblick über den Sanitätsdienst in der ZMZ. Der zweite Tag zum Thema „Arbeiten mit sanitätsdienstlichen Partnern“ wurde durch Jochen Weingarten, Oberstaatsanwalt am Bundesgerichtshof, zum Thema „Juristische Fragen der Katastro- phenmedizin“ eingeleitet. Es folgten Impulsvorträge, unter anderem von Dr. Heike Spieker vom DRK-Generalsekretariat zum Thema „Die Umsetzung des DRK-Gesetzes – Beziehungen zwischen DRK und Bundeswehr“. Das Motto der Vortragenden lautete durchweg: „Gemeinsam handeln. Sicher leben.“ Jochen Weingartens Vortrag konzentrierte sich auf die Klärung strafrechtlicher Fragen aus medizinischer Sicht in Katastrophensituationen. Im Hinblick auf die Einteilung der Patienten nach Prioritäten fragte Weingarten: „Wie bestimmen Sie die Wertigkeit? Gilt Jung vor Alt oder Männer vor Frauen oder ist eine Priorisierung dienstgradabhängig?“ Er betonte, dass der Arzt bei Patientenkollision die freie Auswahl der Behandlungsreihenfolge habe und nach Grad der Akutheit behandelt. „Leben retten ist wichtiger als eine Extremität zu retten oder als Schmerzen zu lindern“. Dr. Heike Spieker betonte, dass das Deutsche Rote Kreuz eine Friedensorganisation sei, die Freiwillige zusammenbringe; diese üben gemeinsam, um den Sanitätsdienst der Bundeswehr zu unterstützen. Ausblick Das Feedback der Teilnehmer war äußerst positiv. Im nächsten Jahr wird es eine Folgeveranstaltung mit neuen Impulsen und weiteren vertiefenden Themen für die Reservisten geben. © Dr. Nadine Seumenicht HHK 4/2016 Drei, die das Auditorium begeisterten (v. l. n. r.): Holger Stahlknecht, Minister für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, sowie Festredner General a. D. Wolfgang Schneiderhan.


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