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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Moderne Technologie im Sanitätsdienst der Bundeswehr Sanitätsdienst Wir sind innovativ – Moderne Technologie im Sanitätsdienst der Bundeswehr Ein hohes Maß an Vorausschau und ein kreativ-kraftvoller Erfindergeist im Sanitätsdienst der Bundeswehr ist notwendig, um mit den stetigen Veränderungen in Technik und Wissenschaft Schritt halten zu können. 105 Claudia Skopnick, Sanitätsdienst der Bundeswehr Getreu dem Leitsatz „WIR folgen den geltenden Standards und dem aktuellen Stand der Wissenschaft“ muss die Zukunfts- und Weiterentwicklung im Sanitätsdienst der Bundeswehr immer einen Schritt voraus sein, um dem rasantem Tempo des Fortschritts in Wissenschaft und Technik folgen zu können. Somit ist hohe Innovationsfähigkeit quasi ein Anspruch. Was heute Standard in der Medizin ist, wird morgen schon veraltet sein. Der selbstgestellte Anspruch, den Solda- tinnen und Soldaten die bestmögliche Betreuung zukommen zu lassen, ist hoch. „Um unseren Qualitätsvorgaben für die sanitätsdienstliche Versorgung der Solda- tinnen und Soldaten im In- und Ausland gerecht zu werden, müssen wir immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft sein“, führt der Kommandeur Gesundheitseinrichtungen und stellvertretende Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, aus. Vor diesem Hintergrund be- zeichnet er die Innovationskraft des Orga- nisationsbereiches als beeindruckend. „In unseren weltweit anerkannten Ressortforschungseinrichtungen an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München werden u.a. militärmedizinisch hochrelevante Entwicklungen (z.B. hoch- mobile Labore oder feldtaugliche Verfahren zum Nachweis von biologischen und chemischen Stoffen) vorangetrieben, die höchsten Standards genügen.“ Wohl des Patienten vor Augen Besonderer Fokus liegt auf kurz gehaltenen Wegen. Kurze Wege zu Patienten und kurze Wege zu Analysen. Sei es in der Entwicklung transportabler Labore oder im Aufbau einer Radiopharmazie zur Eigenversorgung eines Bundeswehrkrankenhauses mit Flüssigkeiten, die in der Nuklearmedizin Verwendung finden – innovatives Gerät wird zum Wohle der Patienten eingesetzt. Analysemöglichkei- ten werden entwickelt, die, kompakt und leicht verladefähig, einem Experten zur Verfügung gestellt werden können. Dies versetzt ihn in die Lage, direkt vor Ort tätig und aussagefähig werden zu können. Klein, leicht, modern, robust und multifunktional So fließen praktische Erfahrungen aus der Anwenderebene beispielsweise in die Beantragung von beabsichtigten Neuan- schaffungen mit ein. Wichtig ist die genaue Forderungsbeschreibung, die in der Hauptsache funktional sein muss. Multifunktionalität ist ganz besonders für die Auslandseinsätze ein wichtiges Merkmal. Ein Gerät soll ein breites Leistungsspektrum bieten und gleichzeitig klein, leicht, modern und robust sein. Dies ist zudem mit dem Anspruch verbunden, entweder intuitiv bedienbar oder in der Anwendung bekannt zu sein. Ein einfaches bekanntes Beispiel ist etwa ein tragbares EKG mit integrierter Pulsoximetrie (Angabe zum Sauerstoffgehalt des Blutes). Moderne Ultraschallgeräte sind ebenfalls leicht tragbar und klein, sodass sie direkt an Patienten herangeführt werden können, die sich beispielsweise im freien Gelände und nicht innerhalb einer vollausgestatteten medizinischen Einrichtung befinden. Science Fiction wird Realität Zukunftsvisionen der sanitätsdienstlichen Technologien sind mannigfaltig. Was früher in Science Fiction Filmen möglich war, kann durchaus in nicht allzu ferner Zukunft realistisch werden. Ideen gibt es genug. Roboter gibt es ja schon. Sie helfen bereits in zwei Bundeswehrkrankenhäusern bei Operationen und haben den vielversprechenden Namen „Da Vinci“. Ein starker Name mit der Fähigkeit, einen Blick auf kommende Entwicklungen zu werfen. Theoretisch genügt ein Telearbeitsplatz zur Bedienung des Operationsroboters. © Sanitätsdienst / Herbert Singer HHK 4/2016 Innovation1 © Sanitätsdienst / Dirk Bannert Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps ist beeindruckt von der Innovationskraft des Sanitätsdienstes. © Sanitätsdienst / Dirk Bannert


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