Page 11

Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Die Abteilung Führung Streitkräfte (FüSK) im BMVg Bundeswehr 11 Verpflichtungen in Verantwortung eines beauftragten MilOrgBer. Die Steuerung der Einsatzfähigkeit und der Einsatzbereitschaft erfolgt bedarfsorientiert und beginnt mit einer Analyse der laufenden Einsätze, Einsatzgleichen Verpflichtungen sowie alle anderen Aufgaben, die die Bundeswehr zu erfüllen hat und für die einsatzbereite Kräfte bereitgestellt werden müssen. Innerhalb des Leistungsprozesses „Einsatzbereite Kräfte bereitstellen“ ar- beitet meine Abteilung aber nicht nur eng mit den MilOrgBer zusammen. Auch die anderen Abteilungen des BMVg sind in den Prozess eingebunden und erbringen wichtige Beiträge zur Herstellung und Erhöhung der Einsatzfähigkeit und Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte. Als Beispiele seien hier genannt, die Abteilung SE für das Einbringen von Einsatzforderungen oder die Abteilung IUD für die be- nötigte Unterstützung im Betrieb Inland. Warum Prozessmanagement, werde ich oft gefragt? Meine Antwort darauf ist, dass uns Prozessmanagement hilft, die heutigen komplexen Zusammenhänge im BMVg und der Bundeswehr zu beherrschen. Eine klare Ausrichtung auf Ziele und klare Zuständigkeiten schafften transparente Abläufe. Wir wollen sehen, welche Aufgabe wo bearbeitet wird und wie wir zusammenarbeiten, um dann diese Zusammenarbeit kontinuierlich zu verbessern. Im täglichen Geschäft ar- beiten wir nicht allein in der Aufbau- organisation zusammen. Vielmehr arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unterabteilungen und Referate direkt mit denen anderer Referate zusammen, abteilungsübergreifend; hinzu kommt die Zusammenarbeit mit den militärischen und zivilen Organisationsbereichen. Diese konkrete Zusammenarbeit in Arbeitsabläufen und -beziehungen sichtbarer zu machen ist und bleibt Ziel des Prozess- managements. Das Ministerium hat seine Abläufe jetzt beschrieben. Nun geht es darum, die Prozesse auf die erste Ebene der nachgeordneten Organisationsbereiche auszurollen. Aufgrund der im Ministerium erstellten Prozessbeschreibungen habe ich meine Abteilung FüSK im IV. Quartal 2015 durch eine Änderung der Aufbauorga- nisation entlang ihrer prozessorientierten Aufgabenerfüllung angepasst. So sind alle Player meiner Abteilung, die am Leistungsprozess „Einsatzbereite Kräfte Bereitstellen“ mitwirken, in der Unterabteilung I zusammengefasst. Mein Referatsleiter FüSK I 1 steuert als Leistungsprozessverantwortlicher in meinem Auftrag diesen für die Bundeswehr wichtigen Leistungsprozess. HHK: Wie stellen sich die Schnittstellen zu den anderen Abteilungen, insbesondere Planung bzw. Strategie und Einsatz, dar? Zorn: Im Rahmen unseres Kernauftrages „Einsatzbereite Kräfte bereitstellen“ sind nicht nur die derzeitigen Fähigkeiten unserer militärischen Organisationsbereiche mit ihren jeweiligen Truppenteilen im Fokus unserer Betrachtung. Ebenso bedeutend ist der Blick in die Zukunft. Aufgrund der Dynamik unseres geopolitischen Umfeldes als auch des technologischen Fortschrittes müssen immer wieder die Fragen beantwortet werden „Wie können die Streitkräfte auf zukünftige Herausforderungen reagieren?“ und „Welche Forderungen an ihre Fähigkeiten sind zu erhalten, weiterzuentwickeln oder gar neu zu erbringen?“. Darauf muss die Bundeswehr rechtzeitig Antworten finden. Aus unseren Erkenntnissen, die wir aus den Bereichen Ausbildung, Übung, und dem Betrieb der Streitkräfte ziehen, werden Impulse, Initiativen und Beiträge mit mittel- und langfristigen Perspektiven verfasst. Diese werden im Leistungsprozess „Integrierte Planung durchführen“ an die Abteilung „Planung“ zur Übernahme in die gesamtplanerische Bewertung weitergereicht. Aber auch wenn Entscheidungen für Rüstungsinvesti- tionen und den Betrieb der Streitkräfte für die nächsten Jahre getroffen werden, arbeitet meine Abteilung im Rahmen der Finanzbedarfsanalyse und der Erstellung des Ressourcenplans eng und konstruktiv mit der Abteilung Planung zusammen. Mit Blick auf die Abteilung „Strategie und Einsatz (SE)“ gestaltet sich die Zusammenarbeit wie folgt: Wie ich bereits erläutert habe, plant die Abteilung FüSK die Bereitstellung von Kräften für Einsätze und einsatzgleiche Verpflichtungen sowie zukünftige nationale Beiträge für die Enhanced NATO Response Force, EU Battlegroups und Joint Task Force Hauptquartiere. Hier liegt die be- sondere Schnittstelle zur Abteilung SE. „…Auf ministerieller Ebene ist der maßgebliche Prozess für die Abt FüSK der Leistungsprozess, einsatzbereite Kräfte bereitstellen….“. HHK 4/2016 Einige der Referate von FüSK arbeiten in Bonn auf der Hardthöhe.


Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe
To see the actual publication please follow the link above