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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Wehrtechnik 122 Der Bedarf von Streitkräften an Smart Energy – Heizungs- und Klimatechnik (alle Unterbringungsarten), – Metallbau (Feldlager/Einsatzinfrastruktur). Der Betrieb muss so gestaltet werden, dass folgende Eigenschaften erfüllt werden: verlässlich, auskömmlich, kontrollierbar, instandsetzbar, durchhaltefähig, bedienbar, planbar und wirtschaftlich. Dies gilt entsprechend für alle Unterbringungsarten im Bereich: – Trinkwasserversorgung, – Abwasserentsorgung, – Stromversorgung, – Abfallentsorgung. Erkennbares Ziel ist, den Liegenschaftsbetrieb durch Einsatz von vernetzten und intelligenten Technologien sicherzu- stellen Dies kann auch im Einsatz durch Nutzung folgender Technologien erfolgen: – Kraft-Wärme-Kopplung, – Solarthermie, – Photovaltaik, – intelligentes Energiemanagement, – zentrale Kälteerzeugung, – Windnutzung, – Wasserrecycling. Konkrete Beispiele wurden unter anderem im HHK 3/2016, S.102ff beschrieben, dabei wurde auch auf verfügbare zivile Expertisen und Angebote hinge- wiesen. Hierzu gehört die Beschaffung von modernen Wasseraufbereitungsan- lagen für Feldlager. Die Nutzung von Systementwicklungen in diesem Bereich soll helfen, die Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, die Umwelt zu schonen und militärische Vorteile zu generieren. Des Weiteren können durch intelligente Inte- gration von Technologien Energieein- sparungen, Änderung im Nutzerverhalten, Nutzung alternativer Kraftstoffe, Standardisierung bzw. Interoperabilität und Fernüberwachung erreicht werden. Im Rahmen von Smart Energy werden unterschiedliche Engergy Quellen, priorisiert Rahmenbedingungen, Grundlagen und Zu- ständigkeiten als streitkräftegemeinsame Aufgabe fest. Während kurzfristiger, zeitlich befristeter, oft dezentraler Einsätze werden Truppenteile und Gefechtsstände beweglich untergebracht, um eine schnelle Verbringung zu ermöglichen. Bewegliche Unterbringung wird als feldmäßige Unterbringung mit geringen Standards mit eigenen Kräften und Mitteln der jeweils Kräfte stellenden Organisationsbereiche, ggf. mit Unterstützung IUD, definiert. Derartige Unterbringung sollte von wenigen Tagen bis maximal zwei Monaten vorgesehen werden. Längere Unterbringung erfolgt zentral in Feld- lagern, eingerichtet und betrieben durch die Streitkräftebasis (SKB) bis zu einem Jahr und darüber hinaus durch den Organisationsbereich IUD in Form einer Einsatzinfra- struktur. Hierzu verfügen Organisationsbereiche über speziell für Unterbringung vorgehaltene Kräfte und Mittel. In der SKB sind Fähigkeiten für den Aufbau und Betrieb im Spezia- lpionierregiment 164 zusammengefasst. Nicht verfügbare Fähigkeiten zur Unterbringung werden durch zivile Leistungserbringung (Provider-Lösungen) kompensiert. Für jede Art der Unterbringung im Einsatz gilt, umweltbewusst und effizient Energie entweder selbst zu erzeugen oder von der Host Nation/Lead Nation zu beschaffen und sparsam zu verbrauchen. Dafür bietet das Facility-Management (Liegenschaftsbetrieb) vielfache Ansätze: – Sanitärtechnik (alle Unterbringungsarten), – Holzbau (Feldlager/Einsatzinfrastruktur), – Verpflegung (alle Unterbringungsarten), – Gebäudebetreuung (alle Unterbringungsarten), – Hausmeistertätigkeiten (Einsatzinfrastruktur), – Wäscherei (Feldlager / Einsatzinfrastruktur), – Elektrotechnik (alle Unterbringungsarten), – Reinigungsarbeiten/Feldhygiene (alle Unterbringungsarten), – Rohr- und Kanalbau (Feldlager/Einsatzinfrastruktur), – Malerarbeiten (Einsatzinfrastruktur), HHK 4/2016 Grundmuster eines Feldlagers mit Funktionsbereichen. © Bundeswehr Modell zentrales Prozessleitsystem. © WTD 41


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