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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Service 136 Buchrezensionen Autor: Oberst a.D. Friedrich Jeschonnek Analyse sicherheitspolitischer Bedrohungen und Risiken unter Aspekten der Zivilen Verteidigung und des Zivilschutzes Hans-Georg Ehrhart/Götz Neuneck (Hrsg.), Analyse sicherheitspolitischer Bedrohungen und Risiken unter Aspekten der Zivilen Verteidigung und des Zivilschutzes, Band 216 der Reihe Demokratie, Sicherheit, Frieden, Nomos Verlag, Baden- Baden 2015, ISBN978-3-8487-2574-8, 217 Seiten, Anhang mit Tabellen, Graphik, Abkürzungs- und Literaturverzeichnis. Die Studie von fünf Autorenteams mit insgesamt zehn kompetenten Autoren untersucht sicherheitspolitische Risiken und Bedrohungen unter den Aspekten der Zivilen Verteidigung und des Zivilschutzes. Sie deckt das gesamte aktuelle Spektrum von Bedrohungen von Staat und Gesellschaft ab. Nach einer Einführung (Teil I) über Ziele und Methoden behandelt die Studie in drei Teilen kurz- bzw. mittelfristige Bedrohungen und Risiken von (Teil II) technologischer, (Teil III) militärischer und (Teil IV) terroristischer Art. Ergänzt werden diese Teile durch einen weiterführenden Blick auf langfristige militärische Risiken. Dabei werden in den Teilen die jeweils relevanten Arten, Kategorien, Merkmale, Potentiale, Fähigkei- ten, Wirkungen, bzw Tendenzen von Bedrohungen bzw. Risiken aufgezeigt. Auf sich daraus ergebende Verwundbarkeiten in Deutschland wird eingegangen. Die Studie liefert einen wert- vollen Beitrag zu Debatten um die Sicherheitspolitik und zu Dis- kussionen über die Entwicklung der Katastrophenhilfe und des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. Die Studie wird unseren sicherheitspolitisch interessierten Lesern als besonders lesenswert empfohlen. Dabei gönnte ihm das Schicksal gleich zwei extreme Verwendungen: zum einen in der DDR Botschaft im befreundeten China und zum anderen im Land des „Klassenfeindes“ Belgien. In seiner Biografie berichtet der Autor über seine Erlebnisse und Beobachtungen in unterschiedlichen Funktionen und Ausbildungsabschnitten. Dabei beleuchtet er immer wieder auch das Spannungsfeld Beruf und Familie. Der Leser erfährt darüber hinaus Interessantes aus Ereignissen und Episoden seiner Einsätze in Peking und in Brüssel. Immer, wenn der Autor aktuelle Entwicklungen in seine Schilderungen einfließen lässt, wird sein Engagement für eine friedliche Welt deutlich. Bernd Biedermann gewährt dem interessierten Leser einen tiefen Einblick hinter die Kulissen des diplomatischen Geschehens an sehr unterschiedlichen Plätzen des Kalten Krieges. Da nur selten Attachés über ihre Lebense- rinnerungen berichten, sind diese Erinnerungen von besonderem Interesse. Dem Buch ist deshalb ein großer Leserkreis zu wünschen. Militärische Migration vom Altertum bis zur Gegenwart Christoph Rass (Hrsg.), Militärische Migration vom Altertum bis zur Gegenwart, Band 30 der Studien zur Migrationsforschung (SHM), Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-766373, 364 Seiten, einige Illustrationen im Text, Autorenverzeichnis. Migration und ihre Auswirkungen sind heute überall ein bedeutendes Thema. Migration hat viele Facetten. Man kann sich dem Phänomen aus verschiedensten Perspektiven bzw. Fragestellungen nähern: Der Arbeitskreis Militärgeschichte führte in diesem Kontext unter dem Titel „Krieg, Militär und Mobilität von der Antike bis in die Gegenwart“ eine Jahrestagung durch. Die dazu entstandenen Beiträge von achtzehn Historikern sind in dem Sammelband von Christoph Rass (Hrsg.) nachzulesen. Die Beiträge sind in vier Gruppen geordnet: 1) Zuwanderung, Niederlassung und Transformation im Kontext militärischer Migration, 2) Migration und Mobilität durch Besatzung und Stationierung, 3) Kriegsgefangene zwischen Mobilität und Migration sowie 4) die Heimkehr der Lebenden und Toten. Es werden Aspekte von Migration und Militär in Altertum in Griechenland bzw. Rom, vom mittelalterlichen ungarischen Verteidigungssystem, von tatarischen Soldaten im preußischen Militär, von Migration im Dschihad in Westafrika sowie von Militär und Mobilität der Serenissima untersucht. Darüber hinaus werden soldatische Migration in den Niederlanden im 18. Jahrhundert, das Kapregiment des Herzogs von Württemberg, deutsche Ausbildungshilfe in Afrika, Mobilität eines Generalstabsoffiziers Ulrich des Maizière, russische Gefangene in Österreich und deren Folgen, Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg bzw. danach, die Rückwanderung deutscher Vom Kanonier zum Militärattaché der DDR – eine Laufbahn im Kalten Krieg Robin Schroeder, Stefan Hansen (Hrsg.), Nomos Verlag, Bernd Biedermann, Vom Kanonier zum Militärattaché der DDR – eine Laufbahn im Kalten Krieg – Helios Verlag, Aachen 2015, ISBN 978-3-86933-142-3, 324 Seiten, Bildteil, Begriffsbezeichnungen, Übersicht über die Werke des Autors. Eine nicht alltägliche militärische Laufbahn liegt hinter Oberst a.D. Bernd Biedermann. Als Kanonier in die NVA eingetreten, führten seine Verwendungen über Führungs- und Stabsfunktionen der Luftverteidigung zur Attachélaufbahn. HHK 4/2016


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