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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Bundeswehr Das Bundessprachenamt – Dienstleister in Sachen Sprache Das Bundessprachenamt – Dienstleister in Sachen Sprache Das Bundessprachenamt ist der zentrale Dienstleister für den fremdsprachlichen Bedarf im Geschäftsbereich des BMVg Sprachausbildung, Übersetzen, Dolmetschen: Das Bundessprachenamt (BSprA) ist der zentrale Dienstleister für den fremdsprachlichen Bedarf im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung. Dabei ist es nicht nur für die Bedarfsträger aus dem Verteidigungsressort zuständig, sondern im Rahmen der Sprachausbildung auch für die Bundes- und Landesressorts. Die seit 1969 bestehende Bundesoberbehörde ist Teil der Bildungs- und Qualifizierungslandschaft der Bundeswehr. Das BSprA beschäftigt rund 1.000 überwiegend 22 zivile Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter und ist an über 60 Dienstorten im gesamten Bundesgebiet vertreten. Dienstsitz der Zentrale ist in Hürth bei Köln. Das breite Aufgabenspektrum fasst Wolfgang Steimels, seit 2008 Präsident des BSprA, zusammen: „Ob es um maß- geschneiderten Sprachunterricht geht, wie beispielsweise Arabisch für künftige Militärattachés oder Englisch für Zollbeamte, oder ob es sich um die Übersetzung technischer Dokumentationen oder das Dolmetschen sensibler politi- scher Gespräche handelt: Das Bundes- sprachenamt deckt den gesamten Be- reich sprachlicher Dienstleistungen ab.“ Kommunikativ und verwendungsbezogen: Sprachunterricht in der Abteilung Sprachausbildung Rund 15.000 Lehrgangsteilnehmende erhalten jährlich in Hürth und an über 30 weiteren Ausbildungseinrichtungen ihre Fremdsprachenausbildung. Im Vordergrund steht dabei stets der individuelle, verwendungsbezogene Ausbil- Autorenteam Bundessprachenamt Die Zentrale des Bundessprachenamtes in Hürth bei Köln. © Bundeswehr / Fiegel dungsbedarf des Lernenden. Präsident Wolfgang Steimels betont die Vielseitigkeit der Sprachausbildung, die stets auf die beruflichen Bedürfnisse der Lehrgangsteilnehmenden zugeschnitten ist: „Ob als Vorbereitung auf einen Auslandseinsatz oder im Rahmen der laufbahnbezogenen Ausbildung: Sprachen sind das Tor zur Welt. Mit methodischdidaktischem Geschick und großer fachlicher Kompetenz vermitteln die rund 380 Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer den Angehörigen der Bundeswehr, aber auch anderen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse in rund 50 Sprachen.“ Neben den Weltsprachen Englisch und Französisch bietet das BSprA auch selten gelehrte Sprachen an, wie das in Mali und Westafrika verbreitete Bambara. Die Sprachlehrgänge führen in der Regel zum Erwerb eines Standardisierten Leistungsprofils (SLP) in den Fertigkeiten Hörverstehen, Mündlicher Gebrauch, Leseverstehen und Schriftlicher Gebrauch, wobei je nach Fertigkeit jeweils nach vier Leistungsstufen unterschieden wird. Die Ausbildung erfolgt zumeist als Kompaktsprachausbildung: „Je nach Sprache und angestrebtem SLP kann dies eine straffes Lernprogramm für mehrere Wochen bis hin zu mehreren Jahren bedeuten. Die Sprachausbildung Russisch für den zukünftigen Attaché in Moskau dauert ohne Vorkenntnisse beispielsweise 18 Monate“, erläutert Steimels. In Englisch und Französisch wird an einigen Standorten auch ein mit Selbststudienphasen kombiniertes Unterrichtsformat (Kombi-Sprachausbildung) Seit 2008 Präsident des Bundessprachenamtes: HHK 4/2016 Wolfgang Steimels. © Bundessprachenamt / Woitha


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