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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Nachbericht von der Eurosatory 2016 Schwerpunkt 57 – aber mit der bekannten Innovationskraft. KMW präsentiert dem internatio- nalen Fachpublikum die Zukunft des LEOPARD 2 und eine Reihe weiterer Neu- heiten im Radfahrzeugbereich sowie auf dem Bewaffnungssektor. Der LEOPARD 2 A7V ist die Antwort von KMW auf die Kampfwertsteigerungen, die von der Bundeswehr vor allem mit Blick auf kommende Beschaffungsvorhaben geplant werden. Sämtliche aktuellen Anforderungen an das neue System sind in dieser Variante umgesetzt, beispielsweise ein 20 kW Hilfsaggregat, das bei ausgeschaltetem Haupttriebwerk den Betrieb ausgewählter taktischer und operativer Funktionalitäten im Bereich der Sensorik und der Kommunikationssysteme sichert oder die Fähigkeit, programmierbare Munition zu verwenden. Ein modulares Schutzkonzept erlaubt Anpassungen an unterschiedliche Missionsanforderungen. Der Remote Controlled Howitzer 155 (RCH 155) ist ein hochgeschütztes 8x8- Radfahrzeug auf Basis des BOXER, ausgerüstet mit der 155mm-AGM (Artillery Gun Module). Mit nur zwei Mann Be- satzung ist das System voll einsatzbereit. Seine überragenden Mobilitätseigenschaften eröffnen strategisch, operativ und taktisch neue Möglichkeiten des Artillerie-Einsatzes. In der Radschützen- panzer-Version Remote Controlled Turret 30 (RCT 30) verfügt der BOXER über den erprobten, unbemannten Turm des Schützenpanzers PUMA mit einer 30mm-Waffe. Der BOXER RCT 30 bietet bis zu zehn Besatzungsmitgliedern höchsten Schutz. Des Weiteren zeigte KMW den DINGO 2 HD in der Großraumvariante, die bis zu zehn Besatzungsmitglieder Platz bietet. Der DINGO 2 HD wird in den Varianten Command Post, Tactical Radar Ground Surveillance (TRGS) und Ambulanz demnächst an seinen Nutzer übergeben. Die Fernbedienbare Leichte Waffenstation 500 (FLW 500) wurde als Demonstrator präsentiert und verfügt über eine Drei- fachbewaffnung. Neben einer Maschinen- kanone im Kaliber 30mm als Hauptwaffe ist für die FLW 500 auch eine Sekundär- bewaffnung mit einem Maschinengewehr Kal. 7,62mm sowie als dritte Bewaffnung eine Mehrfachwurfanlage Kal. 76mm vorgesehen. Optional kann die FLW 500 auch mit Lenkflugkörpern ausgestattet werden. Das Special Operations Vehicle (SOV) ist für besondere Anforderungen von Spezialkräften ausgelegt. Dazu zählen Luftverladbarkeit im Transporthub- schrauber CH-53, eine außergewöhn- liche Mobilität und Geländegängigkeit, integrierter Schutz sowie eine Nutzlast von bis zu 2,5 Tonnen. Das modulare Fahrzeugsystem erlaubt dabei unterschiedliche Missionsvarianten mit einer Besatzung von bis zu sechs Soldaten. Der Remote Controlled Howitzer 155 (RCH 155) auf Basis des BOXER, a usgerüstet mit der 155mm-AGM. © HHK / JRosenthal FFG Flensburger Fahrzeug Gesellschaft mbH – Die Eurosatory bleibt ein Pflichttermin und wichtiger Indikator für die allgemeine Stimmungslage in der natio- nalen und internationalen wehrtechni- schen Industrie. Zahlreiche deutsche und internationale hochkarätige Vertreter des militärischen und politischen Bereichs, unter anderem auch aus Polen, den baltischen und skandinavischen Staaten sowie Nord- und Südamerika informierten sich auch über die Produkte der FFG, HHK 4/2016 Hochrangigen Besuch: (v. links: Thorsten Peter, Vertriebsleiter Wehrtechnik FFG; Wolfgang Baumbach, Geschäftsführer CCO GmbH; Oberst i. G. Lars Jacobs; Norbert Erichsen, Geschäftsführer FFG; Generalleutnant Rainer Korff). © FFG PMMC G5 kann mit verschiedensten Missionsmodulen ausgerüstet werden. © FFG


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