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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Schwerpunkt Das aktuelle Interview von der Eurosatory Ein Messeauftritt getreu dem Motto „Der Schutz macht den Unterschied“ Interview mit Jens Christian Schlüter, Leiter Vertrieb und Marketing bei der DREHTAINER GmbH Die DREHTAINER GmbH hat sich seit 1982 die Entwicklung und Fertigung von Spezial- containern und -fahrzeugen zur Aufgabe gemacht und aufgrund der langjährigen Erfahrung zu einem international anerkannten Spezialisten entwickelt. Auf dem Gebiet der Wehrtechnik bietet das Unternehmen innovative Konzepte für Spezialcontainer mit höchstmöglichem Schutz im Bereich des Ballistik- und Blastschutzes sowie bei der HF-Schirmdämpfung. Hier überzeugt DREHTAINER mit außer- gewöhnlichen Lösungen und erfüllt damit selbst die herausforderndsten Kundenwünsche. DREHTAINER ist seit 1997 nach der Norm ISO 9001:2008 zertifiziert. Auf der Pariser Messe wurden aber auch Projekte für Gefechtsstandssysteme und unter- schiedliche Feldlagerlösungen zur Unterbringung von Soldaten und zum Schutz von militärischen Einrichtungen vorgestellt. Jens Christian Schlüter ist Leiter Vertrieb und Marketing sowie Mitglied der Geschäftsleitung der DREHTAINER GmbH. Mit ihm sprach auf der Eurosatory in Paris HHK-Chefredakteur Jürgen K.G. Rosenthal. HHK: Herr Schlüter, welche Produkte präsentieren Sie in diesem Jahr auf der Eurosatory? Schlüter: Wir haben uns in diesem Jahr dazu entschlossen mit einem Innenstand aufzutreten, weil doch die Vielzahl der möglichen Produkte, die wir ansprechen können zu groß sind, als dass wir alle parallel präsentieren können. Unser be- sonderes Augenmerk liegt darauf unsere Fähigkeiten im Bereich der Unterbringung 60 von Gefechtsständen, also der Containerisierung von Gefechtsständen darzustellen. In dem Kontext waren wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich und haben sowohl geschützte, als auch ungeschützte Gefechtsstände für verschiedene Fähigkeiten der Bundeswehr, als auch anderen Armeen zur Verfügung ge- stellt. Da sind zum einen Container, die im Bereich des elektronischen Kampfes Verwendung finden. Es sind aber insbesondere Container, die wir an Systemhäuser geliefert haben wie, an die ESG und steep, die bei den Gefechtsständen der Deutschen Luftwaffe Verwendung gefunden haben. Zum einem in verschieden Losen des „Mobilen Führungs- systems“ der Luftwaffe, als auch im Ground Support Container System (GSCS) für das Kampfflugzeug EUROFIGHTER. Diese Container zeichnen sich dadurch aus, dass sie insbesondere für die anspruchsvollen, technischen Gefechtsstandsysteme ausgelegt sind, die sie am Ende aufnehmen müssen. HHK: Für militärische Kunden hat DREHTAINER geschützte Feldlager-Container speziell für Auslandseinsätze entwickelt und an zahlreiche Streitkräfte geliefert. Was macht den Erfolg dieser Container aus? Schlüter: Wir haben in der jüngeren Vergangenheit für unsere militärischen Kunden zahlreiche Feldlagerlösungen geliefert. Wir können dabei auf eine langjährige Partnerschaft mit der Bun- deswehr und eine über zehn Jahre andauernde Partnerschaft mit den niederländischen Streitkräften zurückblicken, für die wir die gesamten Feldlager in Südafghanistan aufgebaut haben. Das waren in der Summe mehr als 2.500 geschützte Container, die wir sowohl den Niederländern, als auch den Australiern, Kanadiern und mittlerweile auch den Amerikanern in Südafghanistan zur Ver- fügung gestellt haben. Aus dieser langjährigen Partnerschaft heraus, haben wir im Jahr 2014 den Auftrag der nieder- ländischen Streitkräfte erhalten, auch das niederländische Feldlager in Gao in Mali aufzubauen. Dort sind mehr als 400 geschützte Container errichtet worden, die die gesamte Unterbringung, Aufenthalts- bereiche, Kantinen, wie auch Gefechtsstände aufnehmen. Die niederländischen Streitkräfte waren recht früh, anders als die Bundeswehr nicht in der EU-Mission in Mali, sondern in der UN-Mission involviert. Dieses war ein Teil des Auftrages der Niederländer. Teil dieser Projekte war es auch immer für uns, den Aufbau vor Ort ebenfalls abzuwickeln. Dies bedeutet Service bis zur schlüsselfertigen Übergabe an den Endkunden. Alle Container, sowohl in Afghanistan als auch in Mali, zeichnet unser hohes Schutzniveau aus. DREHTAINER hat in den letzten 15 Jahren in unzähligen Versuchen und Testkampagnen der Bundeswehr, wie auch seinen internationalen Kunden, nachweisen können, dass das Schutzniveau der DREHTAINERContainer ein anerkannt hohes ist und somit auch den Anforderungen an geschützte Feldlager, insbesondere für Krisengebiete wie Afghanistan, als auch in der sich mehr und mehr zuspitzenden Lage in Mali gerecht werden. Die NATO-STANAG 2280 ist die einschlägige Norm, an der sich bei der Auslegung des Schutzniveaus eines solchen Lagers orientiert wird, in der Regel wird ein Schutzniveau des Levels C4 oder auch C5 zugrunde gelegt. Im Zuge der MINUSMA-Mission in Gao/Mali hat die Bundeswehr den Aufklärungsauftrag von den Niederländern übernommen. Nach der Entscheidung die MALE UAS HERON 1 in Mali einzusetzen, wurde DREHTAINER vom Betreiber, der Airbus DS Airborne Das Ground Support Container System (GSCS) für das Kampfflugzeug EUROFIGHTER der Luftwaffe. © Drehtainer HHK 4/2016


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