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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Das aktuelle Interview von der Eurosatory Schwerpunkt Solutions GmbH, beauftragt, verschiedene hochgeschützte Gebäude als Unterkünfte und Arbeitsbereiche für den Einsatz des Systems HERON 1 in Mali zu fertigen und zu liefern. Auch mit Hinblick auf das Nachfolgesystem HERON TP, das ebenfalls als Betreiberlösung genutzt werden soll, wird hoffentlich die Zusammenarbeit der beiden Firmen in Mali richtungsweisend für die Zukunft sein. HHK: Internationale Aufmerksamkeit hat Ihr Unternehmen mit der Lieferung eines kompletten Gefechtsstandes für das neu beschaffte Kampfflugzeug F-35 der Niederländischen Luftmacht er- halten. Können Sie dazu ein paar Er- läuterungen geben? Schlüter: Ja gerne, ganz besonders stolz sind wir auf die Anfang Juni erfolgte Vertragsunterzeichnung mit den niederländischem DMO über die Lieferung eines kompletten Gefechtsstandes für den neuen Kampfjet F-35. Dieser Gefechtsstand wird zum einen im Rahmen der Ausbildung der Piloten, als auch in der Folge für die weiteren Einsatzverpflichtungen verwendet. Auch hier konnten wir sowohl unsere Kompetenz bei der Errichtung von Gefechtsständen bzw. der Bereitstellung von Gefechtsstand- Containern, als auch unsere langjährige Erfahrung beim Schutz von Containern und Gebäuden mit einbringen. Dieser Gefechtsstand verfügt über eine hohe HF-Schirmdämpfung, wie auch über ein an der STANAG 2280 und der STANAG 4569 orientiertes Schutzniveau mit höchstem Schutzlevel. HHK: Im medizinischen Bereich entwickeln Sie Spezialcontainer für den Sanitätsdienst einschließlich für einen Einsatz im Rahmen Medical Evacuation. Was verbirgt sich dahinter? Schlüter: Ein weiteres, sehr wichtiges Projekt ist der geschützte Verwundeten- transportcontainer GVTC, den wir bereits mit zwei Vorserienmodellen an die Bundeswehr liefern konnten. In enger Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr haben wir einen, in seinem Schutzniveau unerreichbaren Container entwickelt, der es erlaubt sechs liegende Verwundete bzw. in einer anderen Konfiguration, bis zu acht Verwundete gleichzeitig zu transportieren und medizinisch, sowie auch intensiv medizinisch zu versorgen. Der Container wurde in umfangreichen Nachweisversuchen an mehreren Wehrtechnischen Dienststellen der Bundes- wehr auf seine Leistungsfähigkeit hin untersucht, dabei als ein Höhepunkt eine erfolgreiche Ansprengungsserie bei der WTD 91 in Meppen. Teil des Schutz- systems ist das von DREHTAINER ent- Der geschützte Verwundetentransport container GVTC. © Drehtainer Im Gespräch auf der Eurosatory Paris: Jens Christian Schlüter (links) und Jürgen K.G. Rosenthal. © HHK wickelte Zero-Shock-System, das insbesondere bei der Einrüstung von her- kömmlicher Medizintechnik, wie aber auch beim Insassenschutz sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Bei diesem System ist der Innenraum des Containers an Spezial- stahlseilen aufgehangen, die im Falle einer Minenexplosion auf die Milli- sekunde genau pyrotechnisch getrennt gesprengt werden. Im Ergebnis schwebt die Innenhülle des Containers faktisch in der Luft, dadurch verpufft der über 1.000G strake Impuls der Explosion wirkungslos und schützt somit das Leben der Insassen. HHK: Herr Schlüter, vielen Dank für Ihre sehr informativen Ausführungen. Trusted, innovative and customized air, ground and naval defence solutions. Rockwell Collins Deutschland GmbH Grenzhoefer Weg 36 , 69123 Heid elberg , Germany www.rockwellcollins.com © 2016 Rockwell Collins. All rights reserved.


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