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Hardthöhenkurier 4/2016 Leseprobe

Heer Die Ausbildungsgänge für Reserveoffiziere im Heer Die Ausbildung ist in nachfolgenden TrGtg Heer/Aufgabenbereichen (AufgBer) SKB möglich: – Fallschirmjägertruppe, Heeresaufklä- rungstruppe, Gebirgsjägertruppe, Pan- zertruppe, Artillerietruppe, Pionier- truppe; – Fernmeldetruppe/Führungsunter- stützung, Logistiktruppe, Elektronischer Kampf, Operative Kommunikation Bundeswehr, Feldjägerwesen Bundes- wehr, ABC-Abwehr. Die Ausbildung innerhalb der Verpflichtungszeit von zwei Jahren ist darauf ausgerichtet, die ROA militärfachlich mindestens bis zur Ausbildungshöhe 6 (vergleichbar Unteroffizier mit Porte- pee) auszubilden, um ihnen anschließend noch ausreichend Gelegenheit zur praktischen Anwendung in der Truppe im Dienstgrad Fahnenjunker bis Fähn- rich zu geben. Eine weiterführende Aus-/Fortbildung für die Wahrnehmung von Dienstposten in folgenden Führungsebenen, wie zum Beispiel Zugführer etc., ist vorgesehen, muss allerdings außerhalb des Wehrdienstes erfolgen. ROA SaZ 03 Der Ausbildungsgang ROA SaZ 03 entspricht dem Ausbildungsgang aktiver Offizieranwärter ohne Studium. Sie werden über die lehrgangsgebundene Ausbildung vor allem befähigt zur Wahrnehmung folgender Aufgaben: – Allgemeine Aufgaben als militärische/ militärischer Vorgesetzter und Führe- rin bzw. Führer im Dienstgrad Fahnen- junker (Offizieranwärterlehrgang). – Allgemeine Aufgaben von Offizieren der Landstreitkräfte (Offizierlehrgang 1). innerhalb des Wehrdienstes, wo immer möglich und zweckmäßig gemeinsam mit den aktiven Kameradinnen und Kameraden unter Nutzung der vorhandenen Lehrgangsstruktur. Eigenständige Lehrgänge für Reservistinnen und Reservisten sind nur dort vorzusehen, wo dies aufgrund des Ausbildungsgangs unabweisbar erforderlich ist. Bei der Gestaltung der Ausbildungsgänge sollte auch immer eine hinreichende Stehzeit in der Truppe zur praktischen Anwendung des Erlernten und zur Bindung an den Truppenteil vorgesehen werden. In der Konzeption der Reserve sind die gemäß Soldatenlaufbahnverordnung er- öffneten Einstiegsmöglichkeiten für spe- ziell qualifizierte Gediente und Unge- diente konzeptionell hinterlegt. Die Lauf- bahnausbildung dieser Reservistinnen und Reservistinnen erfolgt grundsätzlich streitkräftegemeinsam außerhalb des Wehrdienstes auf der Grundlage der Vorgaben des SKgemKonzAusbResBw. Diese Ausbildung vermittelt die grundsätzlich notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten, um Aufgaben als Soldatinnen und Soldaten in der jeweiligen Laufbahn wahrnehmen zu können. Die militärfachliche Laufbahnausbildung der Reservistinnen und Reservisten findet nach Maßgabe der Fachlich Zuständigen Stellen (FZSt) grundsätzlich als lehrgangs- gebundene Ausbildung oder, soweit mög- lich und zweckmäßig, als AAP statt. Vorhandene zivilberufliche Qualifikationen sind nach Maßgabe der FZSt im größtmöglichen Umfang zu berücksichtigen. Ausbildung der Ergänzungstruppenteile ErgTrT des Heeres sind integraler Bestandteil des Heeres und dienen zur Unterstützung der aktiven Strukturen. Mit den ErgTrT auf Verbands-, Einheits- und Teileinheitsebene verfügt das Heer über personelle Reserven zum Aufbau oder zur Verstärkung bestimmter Fähigkeiten der Truppengattungen (TrGtg) im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung und bei subsidiären Leistungen im Rahmen von Amts- und Katastrophen- hilfe. Ausbildung und Inübunghaltung der ErgTrT hat zum Ziel, die Einsatzbe- fähigung kontinuierlich zu erhöhen. Dies wird im Grundsatz durch KdoH mit der BerAnwsg Ausb/ÜbH gesteuert. In Umsetzung der Vorgaben der Ber- Anwsg Ausb/ÜbH ist die erforderliche Ausbildung für militärische Führerinnen bzw. Führer, Stäbe und Truppe in Verantwortung der jeweils verantwortlichen Truppenführer zu planen und in der Durchführung durch CouleurTrT zu unterstützen. Für die Durchführung der entsprechenden Ausbildung ist die/ der Kdr bzw. die/der EinhFhr des ErgTrT verantwortlich. Hier werden an den Reserveoffizieranwärter die höchsten An- forderungen gestellt. Für die Besetzung der entsprechenden Dienstposten ist die umfassende Ausbildung zum Zugführer erforderlich, das heißt einschließlich des Offizierlehrganges 3, und somit regelmäßig eine Verpflichtungszeit von drei Jahren notwendig. Ausbildungsgänge Reserveoffiziere ROA SaZ 02 Der Generalinspekteur der Bundeswehr (GenInspBw) hat in 2015 entschieden, zukünftig wieder einen Ausbildungsgang für ROA SaZ 02 einzuführen und dabei Vorgaben zur Ausgestaltung gemacht, unter anderem: – Stammtruppenteil nach Wahl, – lehrgangsgebundene Ausbildung nicht länger als 11 Monate, – Stehzeit im Stammtruppenteil min- destens 13 Monate, – anschließende Beorderungsmöglich- keit für die Ableistung von Reser- vistendienstleistungen im gewählten Stammtruppenteil, – weitergehende Qualifizierungsmög- lichkeiten als Reserveoffizier außer- halb des Wehrdienstes (a. d. W.). Auf der Grundlage der Vorgaben Gen- InspBw hatte InspH im Juni 2015 den Ausbildungsgang der ROA SaZ 02 im Uniformträgerbereich Heer entschieden und die zeitnahe Umsetzung ange- wiesen. Diese Ausbildung wurde unter Rückgriff auf bereits vorhandene Abschnitte der lehrgangsgebunden Indivi- dualausbildung aber auch der Truppen- ausbildung angelegt. Dieser Ausbildungsgang wurde in enger Abstimmung Kdo H I 3 mit Ausbildungskommando und Kommando Streitkräftebasis (SKB) so ausgeplant, dass die Ausbildung ab III/2016 beginnen kann. 66 Ausbildungsgang ROA SaZ 02. HHK 4/2016


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