Düsseldorf, 03. Dezember 2019 – Die U.S. Army will das Aktive Schutzsystem StrikeShield von Rheinmetall und seinem Partner Unified Business Technologies (UBT) einem Testprogramm unterziehen. Damit verbindet sich für die Unternehmen ein Auftragswert von rund 10 MioEUR. Die Erprobungen beginnen im Oktober 2020 im Redstone Test Center in Huntsville, Alabama (USA). Die Tests des StrikeShield erfolgen unter Leitung des kürzlich geschaffenen Projektbüros Fahrzeugschutzsysteme (VPS = Vehicle Protective Systems) der U.S. Army. Sie sind Teil eines größeren Vorhabens, in dessen Rahmen die Leistungsfähigkeit des Active Protection Systems (APS) gegen eine Vielzahl von panzerbrechenden Bedrohungen bewertet wird. Bei dieser bedeutenden Beauftragung handelt es sich um den ersten grundlegenden APS-Test, den die U.S. Army mit dem StrikeShield-System durchführen wird. Dies kann die Grundlage dafür legen, dass das System sowohl auf derzeit als auch künftig genutzten Fahrzeugen der U.S. Army eingesetzt werden wird.

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Foto via Rheinmetall

Das StrikeShield APS ist ein dezentralisiertes System, welches in Echtzeit arbeitet und damit im unmittelbaren Nahbereich des zu schützenden Fahrzeuges wirken kann. Es dient dazu, die Trägerplattform vor Panzerabwehrlenkflugkörpern und Raketen zu schützen. Zusätzlich geht Strikeshield die technischen Anforderungen an die Abwehr von Wuchtgeschossen (Kinetic Energy/KE) an. Hieraus ergibt sich eine einzigartige Fähigkeitskombination für den Schutz vor vielfältigen Bedrohungen mit vielversprechenden Marktaussichten.

Die U.S. Army wird umfangreiche Prüfungen des StrikeShield-Systems im scharfen Schuss durchführen, die über einen Zeitraum von mehreren Monaten stattfinden werden. Ziel der Erprobungen ist es, Leistungsdaten für die zukünftige Auswahl der am besten für eine bestimmte Plattform geeigneten APS-Technologien zu erhalten. Die U.S. Army erwartet, dass die Erprobungen Ergebnisse für den APS-Bedarf sowohl für ihre derzeit genutzten als auch ihre künftigen Gefechtsfahrzeuge wie Armoured Multi Purpose Vehicle (AMPV), Mobile Protected Firepower (MPF) und Optionally Manned Fighting Vehicle (OMFV) erbringen werden.

Rheinmetall und UBT arbeiten seit 2015 im Bereich der aktiven Schutzsysteme in den USA zusammen. Die Unternehmen sind optimistisch, dass sich aus diesem neuen Testprogramm der U.S. Army weitere Möglichkeiten der APS-Integration in US-Militärfahrzeuge ergeben, und beide Unternehmen sind äußerst erfreut, dass die U.S. Army StrikeShield für dieses wichtige Programm ausgewählt hat.

„Wir freuen uns, mit der U.S. Army in eine neue Phase der Partnerschaft einzutreten, die es ihr ermöglicht, umfangreiche Tests des StrikeShield APS-Systems durchzuführen“, so Stefan Haase, Leiter des Produktbereichs Aktiver Schutz bei Rheinmetall. „Wir sind zuversichtlich, dass das System bei den Tests sehr gute Ergebnisse liefern wird und dass sich Möglichkeiten für den Einsatz der Technologie in militärischen Fahrzeugsystemen ergeben werden.“

„Das StrikeShield-System ist ein erstklassiges, ausgereiftes aktives Schutzsystem, das der U.S. Army enorme Fähigkeiten bieten wird“, teilt UBT-Geschäftsführer Michelle D'Souza mit. „UBT und Rheinmetall sind stolz darauf, als Partner mit der U.S. Army zusammenzuarbeiten, um die hohe Priorität der APS-Technologie herauszustellen.“

Hybrid Protection Module
Rheinmetall hat ebenfalls eine modulare hybride Konfiguration des StrikeShield APS entwickelt, welche die aktiven und passiven Schutztechnologien des Unternehmens miteinander in einem einzelnen integrierten Design verbindet. Diese neue Konfiguration wurde auf der Fachveranstaltung AUSA 2019 gezeigt. Der hybride Ansatz baut auf Rheinmetalls umfangreicher Kompetenz als Anbieter sowohl von aktiven Schutzsystemen als auch Panzerungstechnologien ebenso auf wie auf der langjährigen Erfahrung als führender Fahrzeughersteller und Systemintegrator. Das hybride und modulare Design des Systems eignet sich für die Integration sowohl in Ketten- als auch Radfahrzeuge.

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Foto via Rheinmetall

Das Hybrid Protection Module ermöglicht einen integrierten Ansatz: Passive Schutzkomponenten dienen gleichzeitig als Schnittstelle und Schutz für die Komponenten des aktiven Schutzsystems. Umgekehrt weisen die StrikeShield APS-Komponenten ballistische Funktionen und Eigenschaften auf. Die äußere Schutzschicht bewahrt diese Komponenten vor Splitterwirkung, Handwaffenbeschuss und anderen mechanischen Belastungen. Die StrikeShield-Gegenmaßnahmen sind in der ersten äußeren Schutzplatte untergebracht und dienen gleichzeitig als erste Schutzlage des passiven Schutzes. Die Sensoren des Systems befinden sich in dem Zwischenraum.

Das Team Rheinmetall und UBT wird das VPS-Team der U.S. Army hinsichtlich des Potentials des künftigen hybriden Modulansatzes an US-Fahrzeugen als Teil der finanzierten Erprobungen einbeziehen.

Weitere Informationen unter www.rheinmetall-defence.com

 

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