Berlin, 6. August 2020 - Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut stellt die Bundesregierung mit den schnell verfügbaren Kräften der Bundeswehr der libanesischen Regierung weitere Soforthilfe zur Verfügung.

Hierzu wurde in Köln/Wahn die "fliegende Intensivstation" der Bundeswehr - für den Strategischen-Patienten-Lufttransport (StratAirMedEvac) - in erhöhte "Stand-By" Bereitschaft versetzt. Ebenso wird die Luftwaffe in den heutigen Morgenstunden mit einer Global 5000 ein medizinisches Erkundungsteam der Bundeswehr nach Beirut fliegen.Die Korvette Ludwigshafen am Rhein wurde aus ihrem derzeitigen Auftrag bei der UN-Mission UNIFIL herausgelöst und ist um sieben Uhr Ortszeit aus Limasol auf Zypern ausgelaufen. Nach etwa sechs Stunden wird sie in Beirut eintreffen, um mit der Besatzung, inklusive einem Schiffsarzt, vor Ort zu unterstützen.

Darüber hinaus wurde ein schnell verlegbares Luftrettungszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr alarmiert. Dieses hält sich mit einem Erkundungsteam bereit, um in weniger als 96 Stunden dieses hochmobile "Lazerett" in Beirut zu betreiben.

Der Militärattachè an der Deutschen Botschaft in Beirut steht für die Koordinierung der Hilfsmaßnahmen im engen Kontakt mit dem Krisenstab der libanesischen Streitkräfte. Die Koordination der Hilfsmaßnahmen ist sehr wichtig, da viele europäische Staaten spontan ihre Hilfe angeboten haben.

Aktuelle Informationen erhalten Sie beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr.

Quelle BMVg Presse- und Informationsstab