Ein Jahr im Amt – Grund genug für den Hardthöhenkurier, ein Interview mit Generalleutnant Alfons Mais zu führen. „Es begann in der Übergabewoche mit einem strategischen Kalender: prall gefüllt mit Terminen“, berichtet der Inspekteur des Heeres. Aber nach dem ersten Lockdown war alles anders!

„Ich habe erlebt, wie die Truppe mit COVID-19 umgeht und bin immer noch begeistert“, sagt er. Sie habe „umsichtig, kreativ und auftragsgerecht Möglichkeiten gefunden, den Ausbildungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Auftragstaktik hat sich dabei wieder besonders bewährt und eines gezeigt: Das Heer kann Krise!“

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Einweisung in die Schwimmschnellbrücke Amphibie M3: Generalleutnant Alfons Mais beim Besuch des Panzerpionierbataillons 130 in Minden.
Foto: ©Bw/Carl Schulze

„Wenn Landes- und Bündnisverteidigung, also Kriegstüchtigkeit, wieder Maßstab unseres Handelns ist, gibt es viele Felder, in die wir wieder hineinschauen müssen, um auch unseren Personalkörper wieder auftragsorientiert auszurichten“, betont Mais. „Wie viel Hauptquartiere kann oder besser gesagt, muss man sich überhaupt leisten? Wo sollte man Aufgaben zusammenfassen?“ Man müsse den Schalter wieder umlegen, alle Ressourcen für den anspruchsvollsten Auftrag Landes-/Bündnisverteidigung verfügbar machen und die Bundeswehr im Allgemeinen und die Landstreitkräfte im Besonderen wieder auf Effektivität trimmen“.

Im Fähigkeitsprofil der Bundeswehr ist dem Heer als Ziel für 2032 eine Struktur vorgegeben. Offen sind die damit verbundenen operativen Forderungen. Deswegen arbeitet das Kommando Heer an „Operativen Leitlinien der Landstreitkräfte“. Was damit genau verbunden ist und wann sie fertig sein sollen, lesen Sie in der nächsten Ausgabe des Hardthöhenkurier, die diese Woche erscheint.