Kaiserslautern -- General Dynamics European Land Systems-Bridge Systems (GDELS-Bridge Systems) hat heute bekannt gegeben, dass es die Entwicklung einer neuen verbesserten, modularen und multinationalen Plattform namens Pontoon Boat (PoBo) für den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe zusammen mit einer Allianz aus öffentlichen und privaten Partnern erfolgreich abgeschlossen hat.

pobo1 web

Foto © GDELS-Bridge Systems

Der Prototyp des neuen Pontonbootes wird im November bei einer offiziellen Veranstaltung auf der Elbe in Hamburg zu sehen sein. Die Entwicklung von PoBo ist Teil des DIVERS-Programms ("Innovationsprogramm zur Unterstützung von Diversifizierungsstrategien von Verteidigungsunternehmen in zivile Sicherheitstechnologien"), das im Dezember 2018 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) gestartet wurde.

Der PoBo-Demonstrator, der bei GDELS-Bridge Systems in Kaiserslautern gefertigt wird, wurde speziell für die Bedürfnisse von Katastropheneinsätzen entwickelt. Seine einfache, sichere und modulare Bauweise erlaubt den Einsatz auch bei höheren Fließgeschwindigkeiten, wie z.B. bei akuten Hochwassereinsätzen. Im Bedarfsfall können mit dem Baukastensystem auch Schwerlastbrücken, Transportplattformen für Fahrzeuge oder große Evakuierungsplattformen für Menschen und Tiere aufgebaut werden.

Neue Konzepte und Entwicklungen
PoBo besteht aus einem einzigartigen modularen Ponton-System, das es ermöglicht, in kürzester Zeit verschiedene Konfigurationen zusammenzustellen, von einem einfachen Einzelboot bis hin zu einer schweren Transportplattform. Dieses System nutzt ein neues, von GDELSBridge Systems entwickeltes Verbindungskonzept.

pobo2

Foto © GDELS-Bridge Systems

Das System arbeitet mit BASILISK, einem autonom operierenden Aufklärungssystem, das mit dem Fachgebiet Robotersysteme der Technischen Universität Kaiserslautern entwickelt wurde. BASILISK ist eine autonome Bodendrohne, die den PoBo bei der Sicherheit und Gefahrenabwehr unterstützt. Ausgestattet mit Kameras, Sensoren und Sonarsystemen kann sie bereits in der Frühphase des Einsatzes das Gebiet kartieren. Wie das Pontonbootsystem selbst, kann auch die BASILISK ferngesteuert werden und autonom über GPS navigieren.

Parallel dazu entwickelt der Joint-Venture-Partner SZENARIS spezielle VR- und ARbasierte Trainingsmöglichkeiten speziell für die Bedürfnisse der PoBo-Nutzer. SZENARIS ermöglicht es, alle denkbaren Szenarien virtuell zu trainieren.

Im ersten Arbeitspaket wurden von den Partnern anhand konkreter Szenarien Anforderungen definiert, um das breite Spektrum der zivilen Sicherheitsbedürfnisse sowohl auf Binnengewässern als auch im Küstenbereich mit nur einem System zu unterstützen. Die Anforderungen wurden auf der Basis von Inputs der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Städte Kiel, Wesel Berlin und der Bundespolizei, der DLRG und dem Zentralkommando Maritime Gefahrenabwehr Deutschland entwickelt.

  pobo3

Foto © GDELS-Bridge Systems

Der Prototyp wurde von GDELS-Bridge Systems entwickelt, konstruiert und in umfangreichen Modellfahrversuchen auf Eignung und Bedienersicherheit getestet. Dazu wurden vom Joint-Venture-Partner DST (Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.) maßstabsgetreue Modelle aller Konfigurationen hergestellt und in allen definierten Belastungszuständen im hauseigenen Wasserkanal in Duisburg getestet.

Weitere Informationen unter www.gdels.com