Sachstand und Planungen
Das Planungsamt der Bundeswehr (PlgABw) richtet seine innere Struktur seit 2025 neu aus, um durch Bündelung von Verantwortlichkeiten noch schlagkräftiger und zukunftsfähiger zu sein. Der Anspruch des Amtes wurde von dessen Amtschef, Generalmajor Stefan Lüth, am 12. Mai 2025 wie folgt formuliert: „Ich möchte das Planungsamt der Bundeswehr zu einer gesuchten Institution für die morgen beginnende Zukunft der Bundeswehr machen. Eine Institution, an die man denkt, wenn man eine Fragestellung hat, für die man noch keine Lösungsidee hat.“
Für eine zukunftsfähige Bundeswehr sind Bekleidung und persönliche Ausrüstung von erheblicher Bedeutung. Sie leisten mehr als nur Uniformität und symbolische Zugehörigkeit. Eine funktionale, moderne, schutzgebende und klimazonenübergreifende Ausstattung sichert zudem Schutz, Handlungsfähigkeit und damit maßgeblich die Einsatzbereitschaft der Truppe vom Grundbetrieb bis zur Landes- und Bündnisverteidigung.
ie Ständige Arbeitsgruppe Bekleidung der Bundeswehr (StAGBekl Bw) stellt in diesem Kontext das zentrale Gremium zur systematischen Weiterentwicklung, Koordinierung und Priorisierung im Bereich Bekleidung und persönliche Ausrüstung dar. Die Leitungslinie für das Bekleidungswesen führt im Amt in der Abteilung II Fähigkeitsmanagement über die Unterabteilung II 2 (Enabler) zum Referat II 2 (2) Komplexe Dienstleistungen (KDL). Von hier aus werden themenspezifische Integrierte Projektteams (IPT) geführt und die StAGBekl Bw sowie die Unterarbeitsgruppe Ausstattungssoll, Reservisten, Bekleidung und Persönliche Ausrüstung (UAG AS) geleitet. Fachaufsichtlich ist die Arbeit an das Referat Innovation/Cyber I 7 im Bundesministerium der Verteidigung angebunden.
Darstellung der Ständigen Arbeitsgruppe Bekleidung
Die StAGBekl Bw ist die zentrale Plattform für alle Belange der Bekleidung und persönlichen Ausrüstung und bündelt die Aktivitäten der Bedarfsträger- und Bedarfsdeckerseite. Sie wurde 2014 auf Grundlage einer ministeriellen Weisung zur Beschleunigung der Bereitstellung von Bekleidung und persönlicher Ausrüstung ins Leben gerufen und agiert seither unter der Leitung des Planungsamtes. Das Gremium ist bewusst schlank aufgestellt, um agil handeln zu können. Auf der Beschafferseite bildet das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit dem Referat E3.4 „Projektmanagement Bekleidung“ und dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) die Schlüsselschnittstelle. Für die Bereiche Logistik und Management ist die Bundeswehr Bekleidungsmanagement GmbH (BwBM) als Inhouse-Dienstleister eingebunden. Die Bevollmächtigten Vertreter Bekleidung der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche sowie die Gleichstellungsbeauftrage des Amtes sind als Vertreter der Nutzer die Kernmitglieder der zentralen Koordinierungsplattform. Je nach Thema werden temporär auch weitere Fachstellen einbezogen. Die Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, Defizitanalysen durchzuführen und Entscheidungen zu Inhalten der Ausstattung für Bundeswehrangehörige zu treffen. Zudem soll sie Maßnahmen koordinieren und bei Engpässen eine Priorisierung vornehmen. Ihre Arbeit findet in mindestens quartalsweisen Sitzungen statt. Um auf dynamische Lagen reagieren zu können, werden diese bei Bedarf um außerplanmäßige Besprechungen ergänzt.
Die Unterarbeitsgruppe AS ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der Ständigen Arbeitsgruppe. Die Anpassung von Ausstattungssolls, die Erweiterung von Nutzergruppen für bestimmte Bekleidungsartikel und die seit Jahren zielgerichtete Harmonisierung und Standardisierung der Ausstattungssolls bilden dabei den Kernauftrag der Unterarbeitsgruppe. Zusätzlich werden eingereichte KVP-Vorschläge (Kontinuierliches Verbesserungsprogramm) mit allen Bevollmächtigten Vertretern Bekleidung erörtert, entschieden und gegebenenfalls Maßnahmen zur Umsetzung eingeleitet.
In besonderen Fällen können weitere Arbeitsgruppen eingerichtet werden. So war die AG Multitarndruck (MTD) eine temporäre Arbeitsgemeinschaft als Teil der Ständigen Arbeitsgruppe, welche im Auftrag des Verteidigungsministeriums einen Bericht zur querschnittlichen Einführung des Multitarndrucks erstellt hat. Über ein Jahr lang wurden Handlungsoptionen und Einführungszeiträume untersucht sowie deren Auswirkungen auf Projekte innerhalb und außerhalb des Bekleidungswesens bei einer Einführung des Multitarndrucks vor 2030 und nach 2030 analysiert. Am 12. Mai 2025 konnte der Bericht mit einer klaren Empfehlung und Priorisierung von querschnittlich betroffenen Bekleidungsartikeln dem Verteidigungsministerium vorgelegt werden.

