Die 54+62 für das LTG 62

Das neuste Luftfahrzeug des LTG 62 wird ebenfalls bald weltweit im Einsatz sein. (Quelle: Bundeswehr/Luka Wolff)
Das neuste Luftfahrzeug des LTG 62 wird ebenfalls bald weltweit im Einsatz sein. (Quelle: Bundeswehr/Luka Wolff)

Zweite „Traditionsmaschine“ nach Wunstorf überführt

Das Jahr 2026 bedeutet für das Lufttransportgeschwader (LTG 62) nicht nur 70 Jahre Luftwaffe. In diesem Jahr wird auch die Auslieferung der gesamten A400M-Flotte abgeschlossen sein. Anfang Februar wurde nun erneut ein besonderes Luftfahrzeug nach Wunstorf überführt.

Genau nach Plan verlief der mittlerweile 52. Überführungsflug eines A400M der Luftwaffe vom Airbuswerk in Sevilla nach Wunstorf. Man könnte meinen, es sei schon fast alltäglich geworden. Doch dieser Flug war etwas Besonderes. Es ist nicht nur der vorletzte von den aktuell 53 für die Luftwaffe vorgesehenen A400M, sondern auch gleichzeitig die zweite von drei Traditionsmaschinen des LTG 62.

Erinnerung an ehemalige Lufttransportgeschwader

Tradition und Brauchtum in der Luftwaffe sind eng mit ihrer Geschichte seit 1956 verbunden. Beides fördert den Zusammenhalt und die Kameradschaft. 70 Jahre Luftwaffe sind da-bei 70 Jahre Einsatz für Freiheit, Sicherheit und Demokratie. Sie herauszustellen und sich mit ihr vertraut zu machen, gelingt nur, wenn wir die Vergangenheit kennen. Doch die Geschichte steht nicht in Vitrinen – sie lebt weiter und wird jeden Tag fortgeschrieben.

Die Lufttransportgeschwader 61, 62 und 63 haben mit ihren Leistungen Geschichte geschrieben.
Die Lufttransportgeschwader 61, 62 und 63 haben mit ihren Leistungen Geschichte geschrieben.

Als sichtbares Zeichen dafür werden die vorerst letzten drei A400M des LTG 62 als „Traditionsmaschinen“ bei ihren Einsätzen rund um die Welt an die Geschichte des militärischen Lufttransportes erinnern. Diesen haben die LTGs 61, 62 und 63 in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Mit der schrittweisen Außerdienststellung der C-160 Transall und der Auflösung des LTG 61 in Penzing und des LTG 63 in Hohn endete eine Ära, die mit den A400M des LTG 62 schon seit über zehn Jahren fortgesetzt wird.

Nicht nur eine Nummer – es ist ein Statement

Die Zahlen an fast allen Luftfahrzeugen der Luftwaffe erscheinen für Außenstehende auf den ersten Blick vermutlich eher kryptisch. Sie unterliegen jedoch einer einfachen Logik. Die Zahl vor dem Eisernen Kreuz gibt dabei den Typ des Luftfahrzeuges an. Die 54 steht damit für den A400M und ist bei allen Transportmaschinen des LTG 62 gleich. Die zweite Zahl wird dann in laufender Reihe der Fertigstellung vergeben. Somit war der erste A400M die „54+01“ und der 50. die „54+50“.

Normalerweise müssten also die vorerst letzten drei Transportmaschinen am Ende die Nummern 51 bis 53 tragen. Zur Würdigung und Erinnerung an die Leistungen der Lufttransportgeschwader wird jedoch extra von dieser gängigen Praxis abgewichen. Die letzten drei „Traditionsmaschinen“ werden die taktischen Kennungen 54+61 für das LTG 61 aus Penzing, 54+62 für das LTG 62 aus Wunstorf und 54+63 für das LTG 63 aus Hohn tragen. Es sind somit nicht nur Nummern, sondern ein Statement.

Der Kommodore fliegt selbst

Normalerweise erfolgt der Überführungsflug eines A400M der Luftwaffe von Sevilla nach Wunstorf ausschließlich durch eine speziell ausgebildete Besatzung der Versuchsgruppe des LTG 62. Bei der 54+62 hat es sich der Kommodore des Geschwader, Oberst Markus Knoll, nicht nehmen lassen diesen Flug zu begleiten und als ausgebildeter A400M-Kommandant selbst zu steuern. Für ihn sind die Transportmaschinen mit den besonderen Kennungen ein wichtiges Zeichen. „Seit über zehn Jahren ist das LTG 62 mit den A400M im weltweiten Einsatz und zeigt dort immer wieder welche wichtigen Fähigkeiten wir der Bundeswehr und den internationalen Partnern bereitstellen können. Mit den drei Traditionsmaschinen verdeutlichen wir dabei aber auch, dass wir uns an unsere Wurzeln und die jahrzehntelangen Leistungen aller Transportgeschwader erinnern“, so der Kommodore des LTG 62.

Oberst Markus Knoll ist ein erfahrener Transportpilot und ausgebildeter A400M-Kommandant. (Quelle: Bundeswehr/Martin Buschhorn)
Oberst Markus Knoll ist ein erfahrener Transportpilot und ausgebildeter A400M-Kommandant. (Quelle: Bundeswehr/Martin Buschhorn)

Quelle: Lufttransportgeschwader 62 Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

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