Airbus Defence and Space hat im Rahmen der NATO-Übung Spartan Arrow 26 auf Kreta wichtige Elemente der binationalen Luftverteidigung erfolgreich miteinander vernetzt, indem sowohl das deutsche Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM als auch das schwedische Patriot-System an den deutschen SAMOC-Gefechtsstand als zentralen Software-Knotenpunkt angebunden wurden.
Durch diese Integration konnte eine deutsche Besatzung das IRIS-T-SLM-System erstmals beim scharfen Schießen mit Gefechtsmunition im Rahmen eines wichtigen Meilensteins für die NATO-Zertifizierung koordinieren, während zeitgleich die schwedische Luftwaffe ihren ersten eigenständigen Patriot-Scharfschuss über das vernetzte System absolvierte und damit ihre Interoperabilität validierte. Zusätzlich wurde das Leichte Flugabwehrsystem LeFlaSys des deutschen Heeres eingebunden, wodurch eine lückenlose Schutzkette zur Abwehr von Drohnen und Marschflugkörpern von der Nahbereichsabwehr bis hin zu mittleren und langen Distanzen entstand.
Andreas Reinecke, Head of Defence Digital & Cyber bei Airbus, betonte, dass eine effektive Luftverteidigung das Resultat einer nahtlos integrierten Gesamtfähigkeit ist und der SAMOC-Gefechtsstand einzelne Waffensysteme zu einem zuverlässigen digitalen Schutzschild für Europa verbindet. Die unter realen Einsatzbedingungen gesammelten Leistungsdaten zu Reaktionszeiten, Bandbreiten und Störfestigkeit sollen direkt in die kontinuierliche Weiterentwicklung der vernetzten Führungssysteme der NATO einfließen.
Autor: Gerhard Heiming, Redakteur wehrwirtschaft
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