Beschaffung eines modernen taktischen UAS-Systems als Nachfolgesystem für KZO und LUNA unter Vertrag

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Koblenz, am 11. Juli 2017 wurde der Beschaffungsvertag über ein neues, unbemanntes, luftgestütztes Aufklärungssystem mittlerer Reichweite (UAS mR) als Nachfolgesystem für das Kleinfluggerät Zielortung (KZO) und die luftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung (LUNA) unterzeichnet.

„Luftaufklärung ist ein wesentliches Mittel, um potentielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und dient damit dem unmittelbaren Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten im Einsatz“, stellte der Vizepräsident des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung (BAAINBw), Armin Schmidt-Franke in Koblenz bei der Vertragsunterzeichnung heraus. Auftragnehmer ist die Firma EMT Ingenieurgesellschaft Dipl.-Ing. Hartmut Euer mbH aus dem bayrischen Penzberg, die das neue UAS-System unter der Firmenbezeichnung LUNA NG als Eigenentwicklung auf dem Markt gebracht hat.

Bild LUNA NG auf dem Startkatapult Quelle Bundeswehr Freiwald

Die LUNA NG auf dem Startkatapult auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Baumholder. © Bundeswehr/Freiwald

Bereits seit 2000 nutzte die Bundeswehr das Vorgängersystem LUNA zur luftgestützten Aufklärung im KOSOVO, Mazedonien, Afghanistan, seit 2016 auch in Mali. Seitdem wurden mit dem LUNA System mehr als 9.500 Einsätze erbracht. Ausbildung, Flugbetrieb und die Auswertung der Luftbilder werden ohne Industrieunterstützung durch die Bundeswehr durchgeführt.

Der neue Vertrag, mit einem Gesamtwert von ca 63 Mio. Euro (ohne USt.), beinhaltet als „unbedingte Leistungen“ die Herstellung, Qualifizierung und Lieferung von drei operationellen Systemen und einem Ausbildungssystem bis 2020. Als Vertragsform wurde ein Rahmenvertrag gewählt der über eine „Bestellfunktion“ die Beschaffung weiterer neun Systeme regelt.

Ein System besteht aus fünf Luftfahrzeugen mit Sensorik, zwei Bodenkontrollstationen in geschützten Funktionscontainern, inkl. Kommunikationsanteilen, einer Werkstattausstattung, ebenfalls im Container sowie zwei Start- und zwei Landevorrichtungen.

Das neue UAS-System kann zwölf Stunden in der Luft verbleiben und kann mehrere Sensoren gleichzeitig für die Aufklärung nutzen. Nutzlast und Einsatzdauer haben sich gegenüber dem Vorgängermodell damit verdoppelt und ermöglichen ein breiteres Einsatzspektrum.

www.baainbw.de

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