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Die Modernisierung von Schießanlagen und Truppenübungsplätzen der Bundeswehr

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Ein wichtiger Beitrag zur zukunftsfähigen Ausrichtung der Streitkräfte

Von Friedrich Jeschonnek

Zum Selbstverständnis eines Soldaten gehört seine Professionalität. Hierunter versteht man das Beherrschen der Ausrüstung und des Geräts sowie das Selbstvertrauen, im militärischen Einsatz zu bestehen, um den Auftrag zu erfüllen. Waffen, Ausrüstung und gefechtsmäßiges Verhalten müssen durch Ausbildung und Übung sicher beherrscht werden. Dabei kommt Truppenübungsplätzen für ein einsatzorientiertes Training eine besondere Bedeutung zu: Sie waren seit jeher wichtige Ausbildungseinrichtungen und unverzichtbar für das Beherrschen der Handwaffen, der Ausrüstung und der Geräte sowie grundlegender bzw. weiterführender taktischer Szenarien. Unter anderem haben Einsatzerfahrungen der Bundeswehr gezeigt, dass die Ausbildung und Inübunghaltung auf deutschen Truppenübungsplätzen (TrÜbPl) verbesserungswürdig ist. Bereits im deutschen Kaiserreich von 1871 wurden Truppenübungsplätze ausgebaut und mit Übungseinrichtungen versehen, um Soldaten an Waffen auszubilden, taktische Abläufe zu trainieren und als Aufwuchseinrichtungen zu dienen. Das alles war bereits State of the Art, als die Bundeswehr entstand. 1956 wurden TrÜbPl und sogenannte Standortschießanlagen übernommen, die Jahrzehnte vorher ausgebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg von den alliierten Besatzungstruppen genutzt und verwaltet worden waren. Ein Großteil ging in deutsche Verantwortung zurück.

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Ein Rekrut der 6. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung übt den Umgang mit dem G36 im Rahmen seiner ersten Schießausbildung nach dem neuen Schießausbildungskonzept auf dem Truppenübungsplatz Lehnin. (Foto ©Bw/Sebastian Wilke

Einige blieben bis heute unter amerikanischer bzw. britischer Verwaltung und können von der Bundeswehr genutzt werden. Schießvorschriften und Vorgaben für Übungen im scharfen Schuss wurden entwickelt und fortgeschrieben. Truppenübungsplatzaufenthalte vor- bzw. nachzubereiten und durchzuführen, beschäftigt Stäbe und Ausbildungsplaner in der Truppe über mehrere Monate. Vielfach aber stellen TrÜbPl kein Abbild des Gefechtsfelds im Einsatzspektrum der Bundeswehr der letzten 30 Jahre dar. Das Zielbaugerät ist veraltet und meist älter als die Dienstzeit eines Berufssoldaten. Es gibt vorwiegend stehende bzw. wenig bewegliche Ziele. Sie können mittels analogen Funks gesteuert und ausgelöst werden. Bei Treffern klappen Ziele zwar oft ab, aber ohne die Leistung den einzelnen Schützen oder Teileinheiten zuordnen zu können. Immerhin stellen einfache Simulatoren gegnerisches Feuer dar .  Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde nicht wesentlich in TrÜbPl investiert. Stattdessen wurden Flächen abgegeben und somit Übungsräume massiv eingeschränkt. Da freilaufende Übungen im heutigen Kontext nicht mehr möglich sind, wurden die verbleibenden 17 Truppenübungsplätze die letzte Möglichkeit, um die Professionalität der Bundeswehr aufrechtzuerhalten. Durch Einsparungen und Truppenabbau wurde kaum noch in Infrastruktur investiert. Durch veränderte Einsatzszenarien und neue Waffensysteme fehlen nun diese Investitionen für eine adäquate Anpassung, was zu einem Missverhältnis durch Auflagen, technische bzw. taktische Möglichkeiten und Vorschriftenänderungen führte.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Aufgabe des HHK.

 

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