Bundeswehrübung „Grand Eagle 2025“ in Litauen – ein Rückblick

„Grand Eagle 2025: In der Zwei-Parteien-Übung des Aufklärungsbataillons 13  sollten Raumkenntnis, Leben im Versteck und Aufklärungsprozesse trainiert werden, unter anderem durch Einsatz des Spähwagen Fennek. (Foto © Bw/Dorow)
„Grand Eagle 2025: In der Zwei-Parteien-Übung des Aufklärungsbataillons 13  sollten Raumkenntnis, Leben im Versteck und Aufklärungsprozesse trainiert werden, unter anderem durch Einsatz des Spähwagen Fennek. (Foto © Bw/Dorow)

Abschreckung – Das ist der Auftrag der Panzergrenadierbrigade 37 als Multinational Brigade Lithuania. Doch dies macht sie nicht allein. Die Übung „Grand Eagle 2025“, der Heeresbeitrag zur bundeswehreigenen Großübung „Quadriga 2025“, hat erneut gezeigt: Abschreckung geht nur multinational und teilstreitkraftgemeinsam.

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus einer ersten Idee auf dem Papier solch eine Übung aufwächst“, sagt Brigadegeneral David Markus. 2.000 Soldatinnen und Soldaten seiner Brigade, der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“, haben mit den Unterstützungskräften der Brigade in der Übung „Grand Eagle 2025“ das Deutsche Heer repräsentiert. Strategische Verlegung, Logistik und Gefechtsstandsprozesse bildeten den Kern der Übung. In der Logistik sollten Schnittstellen zwischen Basisund Einsatzlogistik trainiert werden.

Ob Munition, Wasser, Instandsetzung, Kraftstoff oder Schokoriegel – das logistische Netz muss im Einsatzland über Hunderte Kilometer ausgebaut und aufrechterhalten werden. „Gemeinsam mit dem Logistikregiment 1 und unserem Versorgungsbataillon 131 wollten wir das System unter Last bringen“, erklärt Brigadegeneral Markus. So wurden unter anderem mehr als 50.000 Liter Kraftstoff, über 100.000 Liter Wasser und mehr als 11.000 Einpersonenpackungen Verpflegung bewirtschaftet und verbraucht.

Aufklärerdinge, Gefechtsstandsübung und NATO-Verifikation

„Unser Aufklärungsbataillon 13 wiederum machte in seiner Zwei-Parteien-Übung Aufklärerdinge“, so Markus weiter. Das heißt: Raumkenntnis, Leben im Versteck, beobachten, aufklären und Lagemeldungen absetzen. Und: „In unserer Gefechtsstandsübung verbesserten wir unsere Führungsfähigkeit.“ Bei all dem stand das Feintuning der Prozesse im Mittelpunkt. Davon überzeugte sich auch ein Verifikationsteam der NATO. Ihre Absicht: die Verifikation der Brigade in ihrem Auftrag als Multinational Brigade Lithuania. In dieser Vorstufe einer NATO-Zertifizierung werden alle Fachgebiete auf NATO-Standards überprüft. Das Ergebnis: Die Panzergrenadierbrigade 37 ist in ihrem NATO-Auftrag als Multinational Brigade Lithuania einsatzbereit. „Wir üben den Ernstfall. Das ist der Kern. Kämpfen können wir“, betont Markus. „Daher standen die schnelle Verlegung von Personal und Material, die zügige Herstellung der Einsatzbereitschaft am Zielort sowie die logistische Durchhaltefähigkeit einer militärischen Operation im Fokus unserer Übung.“

Von Stefan Axel Boes

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