hhk-logo-small

Ihre Sucheingabe

[naviPost_search]

Optimierung der Ausbildung auf Landes- und Bündnisverteidigung

Brigadegeneral André Abed ist seit November 2022 Abteilungsleiter Personal, Ausbildung und Organisation im Kommando Heer. (Foto © Bw)
Advertisement
Login für Abonnenten

Erhalten Sie jetzt einen Zugang zu den Magazinen von Hardthöhenkurier:

Partner unsere Sonderpublikationen

AFCEA Sonderpublikationen

Das Projekt zeigt Fortschritte im Deutschen Heer
Von Brigadegeneral André Abed

Seit Mai des vergangenen Jahres untersucht das Heer die Ausrichtung und Optimierung der Ausbildung auf den Auftrag der Landes- und Bündnisverteidigung (LV/BV) unter Beteiligung von Truppe, Ausbildungseinrichtungen und zuständigen Fachbereichen der Bundeswehr.

Anlass für diese Untersuchung waren Erkenntnisse aus zahlreichen Dienstaufsichtsbesuchen und der aus der Eskalation des Konflikts in der Ukraine durch den Angriff Russlands ab Februar 2022 gewonnenen Erkenntnis der Zeitenwende. Angesichts der Sicherheitslage und des Ausbildungsstands wurden eine Lagefeststellung durchgeführt und Maßnahmen zur weiteren Ausrichtung und Optimierung der Ausbildung auf LV/BV ergriffen. Der offizielle Start des Projekts erfolgte im Rahmen eines Führungskreises des Inspekteurs des Heeres im Mai 2022 mit dem Ziel, kurz-, mittel- und langfristige Handlungsfelder zu identifizieren und die Ausbildung noch konsequenter auf Landes- und Bündnisverteidigung auszurichten, um so die Einsatzbereitschaft des Heeres schrittweise zu erhöhen.

Es folgte eine umfassende Lagefeststellung im Juni, in welcher 83 Vertreter aller Ebenen und Funktionen aus Feldheer und Ausbildungseinrichtungen, von der Kampfkompanie bis zum stellvertretenden Brigadekommandeur, vom Ausbildungsoffizier einer Grundausbildungskompanie bis zum G3 Ausbildung einer Division in intensiven Beratungen insgesamt 64 Störfaktoren identifizierten. Diese wurden in der Folge dem Kommandeur Einsatz vorgestellt. Dabei nicht überraschend waren etwa die Forderung nach Vollausstattung oder die mangelnde Zeit für Ausbildung in den Einheiten, sind sie doch Ausdruck eines seit vielen Jahren bekannten Mangels, resultierend aus dem der Bundeswehr gesteckten Rahmen für Ausbildung, Grundbetrieb und Einsatz.

Im nächsten Schritt erfolgte eine 14-tägige Planungsphase mit zahlreichen Vertretern aus allen Bereichen des Heeres sowie anderer Organisationsbereiche. Hierbei wurden nach Bewertung und Priorisierung Handlungsmöglichkeiten entwickelt und über 50 konkrete Empfehlungen formuliert, mit welchen Ansätzen vorhandene Hindernisse beseitigt oder zumindest abgemildert werden Ebenso wurden Empfehlungen ausgesprochen, wie Vorgaben so festgeschrieben werden können, dass die Verantwortlichen vor Ort im Sinne der Auftragstaktik die Ausbildung gestalten können, um ihre Soldatinnen und Soldaten besser auf die Erfordernisse der heutigen Kriegsführung vorzubereiten. Zu den konkreten Maßnahmen gehören zum Beispiel die für Ende des Jahres avisierte Neufassung der Anweisung für die Truppenausbildung Nr. 6 „Die Kompaniebesichtigung im Heer“, die Erstellung und Pflege eines für die Truppe nutzbaren Ausbildungsportals zu Ausrüstung, Gliederung und Doktrin „roter Kräfte“ sowie Überlegungen und Erprobungen zum lange Zeit vernachlässigten Thema Kriegsgefallenen und Kriegsgefangenenwesen.

Den kompletten Fachartikel lesen Sie in der nächsten Ausgabe!

Verwandte Themen: