Sicherheit und Partnerschaft im Indo-Pazifik: Seefernaufklärer P-8A Poseidon in Indien

Am 07. November 2025 fand die erste Landung der deutschen P-8A Poseidon in Nordholz statt. Sie ist die erste von 8 Flugzeugen und wird als Seefernaufklärer genutzt. Hier: Erste Landung auf der Start- und Landebahn auf dem Marinefliegerstützpunktes Nordholz.  (Foto © Bundeswehr/ Julia Kelm)
Am 07. November 2025 fand die erste Landung der deutschen P-8A Poseidon in Nordholz statt. Sie ist die erste von 8 Flugzeugen und wird als Seefernaufklärer genutzt. Hier: Erste Landung auf der Start- und Landebahn auf dem Marinefliegerstützpunktes Nordholz.  (Foto © Bundeswehr/ Julia Kelm)

Am Montag, den 16. Februar 2026, entsandte die Deutsche Marine einen Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon nach Indien. Dort beteiligt sich das Luftfahrzeug am Indo-Pacific Deployment 2026 (IPD) um die sicherheitspolitische Präsenz Deutschlands in der Region zu stärken. Der moderne Uboot-Jäger setzt in der Indo-Pazifik-Region ein klares Zeichen für Verantwortung, Partnerschaft und Verlässlichkeit.

Die P-8A Poseidon wird von Indien aus in der Region operieren. Vorgesehen sind Aufklärungs- und Präsenzflüge. Mit dem Einsatz des Flugzeugs verlegt die Deutsche Marine erstmals eines dieser modernen Luftfahrzeuge in den indo-pazifischen Raum. Das Deployment zeigt die Fähigkeit, moderne maritime Kräfte über große Distanzen flexibel einzusetzen und nahtlos in multinationale Verbände zu integrieren. Gleichzeitig stärkt es die Präsenz vor Ort, den Austausch mit regionalen Partnern und trägt zur Stabilität sowie zur Wahrung der freien und sicheren Seewege bei.

Das Indo-Pacific Deployment ist Ausdruck der deutschen Indo-Pazifik-Leitlinien und unterstreicht den Anspruch Deutschlands, sich aktiv an der Sicherung der internationalen Ordnung zu beteiligen.

Hintergrundinformationen: Indo-Pacific Deployment

Für Deutschland sind freie und sichere Schifffahrtswege von großer Bedeutung. Um diese zu gewährleisten, engagiert sich das Land nicht nur wirtschaftlich und politisch im Indo-Pazifik, sondern steht auch mit seiner Marine bereit, die regelbasierte internationale Ordnung aufrechtzuerhalten. Im Jahr 2020 hatte die Bundesregierung mit der Verkündung ihrer „Leitlinien für den Indo-Pazifik“ ihre Absicht bekräftigt, die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern dieser geopolitisch überaus wichtigen Region zu vertiefen.

2021 leistete die Deutsche Marine durch die Entsendung der Fregatte „Bayern“, erstmals einen Beitrag zu diesem politischen Ziel.

Das bislang größte Indo-Pacific Deployment der Deutschen Marine fand im Jahr 2024 statt. Beteiligt waren die Fregatte „Baden-Württemberg“ mit einer eingeschifften Bordhubschraubereinsatzgruppe des Marinefliegergeschwaders 5 sowie der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“. Über mehrere Monate hinweg war der Verband in der Indo-Pazifik-Region im Einsatz, um die Zusammenarbeit mit Partnernationen zu vertiefen und ein sichtbares Zeichen für die Sicherheit freier und offener Seewege zu setzen.

Seefernaufklärer P-8A „Poseidon

Die Poseidon kann große Seegebiete überwachen, Schiffsbewegungen verfolgen sowie U-Boote orten und bekämpfen. Zusätzlich können Leichtgewichtstorpedos, Wasserbomben und Luft-Boden-Lenkflugkörper als Waffen mitgeführt werden. Die Besatzung besteht aus elf Soldaten: drei Piloten, zwei taktische Offiziere und je drei Über- und Unterwasser-Sensorbediener.

Stationierungsort ist der Fliegerhorst Nordholz bei Cuxhaven, Heimat des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“. Mit der Poseidon steht der Deutschen Marine eines der modernsten Seefernaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeuge zur Verfügung – ein zentraler Beitrag zur Sicherheit auf und unter See. Das Flugzeug kombiniert Reichweite, Geschwindigkeit und modernste Sensorik und leistet einen zentralen Beitrag zur Sicherheitsvorsorge Deutschlands und seiner Bündnispartner.

Presse- und Informationszentrum Marine

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