Rheinmetall übernimmt zusammen mit der Schweizer Reederei MSC die insolvent gewordene Mangalia-Werft im Süden von Constanța für rund 138 Millionen Euro, wie das Unternehmen am 19. Oktober mitgeteilt hat. Der Zuschlag für das Areal wurde im Rahmen einer Auktion erteilt. Ziel ist der Aufbau eines modernen Dual-Use-Standorts, an dem künftig zivile und militärische Schiffbauprojekte in getrennten Sicherheitsbereichen parallel abgewickelt werden.
Die Werft dient der Sparte Rheinmetall Naval Systems als zentraler Hub für Vorhaben in Südosteuropa. Konkret bildet der Standort die Fertigungsgrundlage für vier beauftragte Marineschiffe der rumänischen Regierung: zwei 96 Meter lange Hochsee-Patrouillenschiffe sowie zwei 43 Meter lange Taucherunterstützungsschiffe. Der Konzern plant umfassende Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur sowie die Erweiterung der Kapazitäten. Rheinmetall, das bereits seit 2024 über Rheinmetall Automecanica im rumänischen Mediaș vertreten ist, baut damit seine industrielle Präsenz in der Region weiter aus.
„Der Standort soll langfristig eine wichtige Rolle bei der Umsetzung unserer strategischen Aktivitäten in Südosteuropa übernehmen und unsere industrielle Präsenz vor Ort stärken“, sagte Tim Wagner, CEO der Division Naval Systems.
Autor: Gerhard Heiming, Redakteur wehrwirtschaft