RUAG integriert Piloten-Assistenz-und Sicherheitssystem am EC635 für NATO Flugversuche

Dieser Beitrag hat kein vorgestelltes Bild.

Emmen, Schweiz, 20 März 2017. Im Auftrag der Schweizer Luftwaffe hat RUAG Aviation einen Airbus-Helikopter des Typs EC635 zu Testzwecken mit einem Piloten-Assistenz- und Sicherheitssystem ausgerüstet. Der EC635 kam im Rahmen der NATO DVE (Degraded Viusal Environment) Trials zum Einsatz. Ziel dieses von der Nato geführten Testprogramms ist es, Technologien zu erproben, mit denen Helikoptereinsätze bei eingeschränkten Sichtbedingungen sicherer gemacht werden können.

RUAG EC635 Pilot assist

Die Tests, die vom 20. bis 23. Februar auf der Älggialp in der Schweiz stattfanden, konzentrierten sich auf eingeschränkte Sicht bei Schneefall, sogenannte Whiteouts. Ausgangspunkt der Versuchsflüge war die Helikopterbasis der Schweizer Luftwaffe in Alpnach. Dort unterhält RUAG Aviation ein unabhängiges Kompetenzzentrum für die Reparatur und Instandhaltung (MRO) von Helikoptern.

Die NATO DVE Trials dienen dem Technologie- und Wissenstransfer über internationale Grenzen hinweg. Es geht darum, die Sicherheit zu verbessern und das Risiko für Piloten und Helikopter zu verringern. RUAG Aviation leistete einen zentralen Beitrag zu den NATO DVE Trials und integrierte das Piloten-Assistenz- und Sicherheitssystem, das während der Tests zum Einsatz kam, in einen EC635 der Schweizer Luftwaffe. Bei dem von RUAG eingebauten System handelt es sich um das ursprünglich von Airbus Defence and Space entwickelte System Sferion, das so konfiguriert ist, dass es grundsätzlich in jeden Hubschrauber integriert werden kann.

„Inmitten von Prototypen und diversen Forschungsprojekten zeigt diese Integration die umfangreiche und gründliche System- und Engineering Kompetenz von RUAG Aviation im Bereich Helikopter. Diese haben wir mit kontinuierlicher Arbeit im Auftrag der Schweizer und der deutschen Luftwaffe sowie für Hubschrauber-Rettungsdienste und zivile Betreiber erworben“, sagt Claudio Zeiter, Team Leader Commercial Helicopter Services, RUAG Aviation. „Wir freuen uns, dass wir einen so bedeutenden Beitrag zu den DVE-Versuchen leisten konnten. Das ermöglicht der internationalen Gemeinschaft, genau zu erfahren, wie Systeme und Technologien zusammenarbeiten können, um eine verbesserte Visualisierung und mehr Sicherheit für Piloten und Maschinen unter eingeschränkten Sichtbedingungen zu ermöglichen“, so Claudio Zeiter weiter.

Schlechte Sicht ist ein wichtiges Thema für die gesamte Nutzergemeinschaft von Helikoptern – egal ob öffentlich oder privat. Es ist eines der dringendsten Themen, mit denen RUAG Aviation sich in seiner Funktion als unabhängiger Flugzeugdienstleister und Systemintegrator für militärische und zivile Betreiber weltweit befasst. Zivile Betreiber können sich auf herausragende Ingenieurleistungen verlassen. Sie profitieren von der EASA-Zertifizierung des Unternehmens als zugelassene Part 21J Design Organisation (DOA) und von jahrzehntelanger Kompetenz bei der Systemintegration von Business Jets, Business- und Rettungs-Helikoptern sowie militärischen Flugzeugplattformen.

© www.ruag.com/aviation

Verwandte Themen:

Glaubt man russischen Militärbloggern, sieht der Fortschritt in der Kriegführung zur Eroberung der Ukraine so aus: Im dritten Jahr...

Zweite „Traditionsmaschine“ nach Wunstorf überführt Das Jahr 2026 bedeutet für das Lufttransportgeschwader (LTG 62) nicht nur 70 Jahre Luftwaffe....

Sachstand und Planungen Das Planungsamt der Bundeswehr (PlgABw) richtet seine innere Struktur seit 2025 neu aus, um durch Bündelung...

Weitere Nachrichten
HHK+ Vorteile nutzen
mockup complete

Erhalten Sie jetzt einen Zugang zu den HHK+ Artikeln & Magazinen vom Hardthöhen-Kurier

Aktuelle Magazine
Partner & Anzeigen
Partner unsere Sonderpublikationen