Wo sonst Fallschirmjäger landen, startet in den Abendstunden der Sensor „UAS“

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Füssen, 05.Juli 2021 – Nach dem dritten MINUSMA-Einsatz in vier Jahren gehört die Fähigkeit UAS LUNA zu den Aufklärungssensoren in Mali, die kontinuierlich Aufklärungsergebnisse generieren. Nach dem Einsatzende Ende März begann nun die Ausrichtung in Richtung Landesverteidigung. Der Zug, aufgefüllt mit jungen Kameraden und unter neuer Führung, ging zunächst an die Ausbildung der Grundlagen. Marsch in den Einsatzraum, Sicherung, Herstellen Aufklärungsbereitschaft und der Sensoreinsatz wurden geübt. Erfahrungswerte wurden weitergegeben und Handlungsbedarfe definiert, ab jetzt ist die Ausrichtung neu festgelegt. Nach vier Jahren Stabilisierungsmission wird der Zug nun auf die Herausforderungen der Landes-/Bündnisverteidigung ausgerichtet. Stellungswechsel müssen schneller funktionieren, Übergabe-/ Übernahmeflüge zum Standard werden, die Intensität wird höher…

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Kontrolle: Besonders anspruchsvoll durch die schnell wechselnden Wetterlagen mit Gewitter und Hagel gelingt es dem
ZgFhr (hier mit weißen Leitungsarmbinden aufgrund der Sicherheitsbestimmungen im Inland) insgesamt elf Sensoreinsätze
durchzuführen. Kommandeur und Kompaniechef waren auch vor Ort, um die Ausbildung unter diesen
Bedingungen in Augenschein zu nehmen (Foto ©
Bundeswehr/Reichel)

Der verminderte Zug UAS LUNA hat in ALTENSTADT in den Abendstunden und in die Nacht hinein Aufklärungsflüge durchgeführt. Insgesamt elf mehrstündige Flüge wurden ohne Zwischenfall bei anspruchsvollen Wetterbindungen durchgeführt. Gewitter, Hagel, Starkregen und Böen schränkten den Sensoreinsatz zwar immer wieder ein, schließlich handelt es sich um einen „Segelflieger“, der die Kameras über das Aufklärungsziel trägt; aber gut geplant konnten „Wetterfenster“ genutzt und Aufklärungsergebnisse gewonnen werden.

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Landung: Gegen den Wind und mittig in das Landenetz, eine perfekte Punktlandung. Das Landeverfahren wurde in Abhängigkeit des Windes variiert und somit wurde auch mit dem Landeschirm sicher gelandet. (Foto © Bundeswehr/Reichel)

Dabei wurde die Absicht des Kompaniechefs erfüllt: Flüge in der Dämmerung und bei Nacht, Punktlandungen im Landenetz und Flächenlandungen am Landeschirm, dies alles unter Sicherung durch die eigenen Fahrzeuge.

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Leutnant: Erst drei Jahre Soldat und schon der Sicherheitsoffizier für das gesamte Flugvorhaben. Nach erfolgreicher Landung wurden dem Sicherheitsoffizier von Zugführer und Kompaniechef die Rangschlaufen eines Leutnants aufgezogen; die Freude war groß. (Foto © Bundeswehr/Reichel)

UAS ist die Abkürzung für Unmanned Aircraft System (unbemanntes Luftfahrzeugsystem), hier das System LUNA, eine unbewaffnete Kurzstreckendrohne, gebaut von der Firma EMT.

Quelle GEBAUFKLBTL 230

Text: 4./GebAufklBtl 230

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