XENTA-Radar von Weibel für NOMADS

Das XENTA Radar wird in das norwegische Luftverteidigungssystem NOMADS auf dem Kettenfahrzeug ACSV integriert. (Foto: Kongsberg)
Das XENTA Radar wird in das norwegische Luftverteidigungssystem NOMADS auf dem Kettenfahrzeug ACSV integriert. (Foto: Kongsberg)

Der dänische Radarhersteller Weibel Scientific ist von Kongsberg mit der Lieferung von XENTA-Radarsystemen beauftragt worden, die in das Luftverteidigungssystem „National Manoeuvre Air Defence System“ NOMADS integriert werden sollen. Einer Mitteilung zufolge, die Weibel am 15. Mai herausgegeben hat, hat der Auftrag einen Wert von 500 Millionen Dänische Kronen (umgerechnet 74 Millionen Euro). Das sei der größte Auftrag aller Zeiten für Weibel. Die Lieferung ist für 2026/2027 terminiert.

„Dieser historische Auftrag ist nicht nur der größte in der Geschichte unseres Unternehmens, sondern auch ein Beweis dafür, dass wir auf dem besten Weg sind, unser Ziel zu erreichen, der Weltmarktführer für Radarsysteme zur Luftverteidigung im Nahbereich und zum Schutz vor feindlichen Drohnen zu werden. Unsere strategische Partnerschaft mit Kongsberg Defence & Aerospace hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und wird von Woche zu Woche stärker. Die Kulturen und die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Unternehmen ergänzen sich gut, und unsere Produktlösungen passen perfekt zueinander. Die Nachfrage nach unseren Radarlösungen ist hoch und steigt stark an, und unser Ziel, bis 2030 zwei- bis dreimal so groß zu werden, ist definitiv in Reichweite“, sagt Peter Røpke, CEO von Weibel Scientific.

Aufklärung mit XENTA

Weibel hat nach eigenen Angaben das XENTA-Radar entwickelt, um Drohnen, die kleiner sind als eine Faust, Kurzstreckenraketen, Kampfjets, Hubschrauber und andere Objekte in der Luft zu entdecken und zu klassifizieren, die die Zivilisation, die Verteidigung und die NATO-Verbündeten bedrohen. Das Aufspüren kleiner, nur faustgroßer Drohnen sei wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, schreibt Weibel. Schließlich müssen die Drohnen automatisch und effektiv von z. B. Vögeln oder Windkraftanlagen unterschieden werde. Es bedürfe spezieller Algorithmen, maschinellen Lernens und erheblicher Rechenleistung, um zu überprüfen, ob es sich bei dem Objekt um eine Drohne handelt.

Norwegen, Dänemark und Frankreich nutzen XENTA bereits im Rahmen der Drohnenabwehr. Am Schutz der olympische Spiele 2024 war XENTA auch beteiligt.
„Unsere Kombination von Doppler- und Pulsradartechnologie schafft einen grundlegenden Wettbewerbsvorteil in allen unseren Kundensegmenten – von Radaren zum Testen und Qualifizieren von Verteidigungssystemen über das XENTA-Überwachungsradar bis hin zu Systemen für die Abwehr ballistischer Raketen und die Überwachung von Weltraumaktivitäten“, sagt Thomas Øiseth Munkholm, Eigentümer von Weibel Scientific.

XENTA für NOMADS

Weibel liefert die Radare an Kongsberg zur Integration in das mobile, mit Raketen bestücktes ACSV Kettenfahrzeug von der Flensburger Fahrzeugbaugesellschaft FFG. Das norwegische mobile Luftverteidigungssystem NOMADS wird für die norwegische Armee entwickelt und produziert. NOMADS ist eine moderne und mobile Lösung für die Luftverteidigung im Nahbereich und den Schutz von Drohnen (Counter-UAS). Die Auslieferung der XENTA-Radare ist für 2026 und 2027 geplant.

Redaktion

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