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Abgesessene Panzerabwehr in der Bundeswehr

MELLS im scharfen Schuss bei einer Truppenübung des Fallschirmjägerregiment 26 in Baumholder 2022.  (Foto ©  Bw)
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Von Oberstleutnant Toni Wietek, Bevollmächtigter des Heeres für Panzerabwehrhandwaffen im Amt für Heeresentwicklung Abteilung II Gruppe 4

Der völkerrechtswidrige Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine hat das Thema Panzerabwehr(handwaffen) auch in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Neben zahlreichen aktuellen Medienartikeln und Videos in den sozialen Medien, welche die Wirksamkeit dieser Waffen gegen die russischen Gefechtsfahrzeuge darstellten, fanden insbesondere die teilweise eindrucksvollen Lieferzahlen von Panzerabwehrhandwaffen verschiedener Länder im Rahmen der militärischen Hilfe für die Ukraine große Beachtung. In Talkshows und Internetforen diskutieren Experten und Laien die Vor- und Nachteile verschiedener Panzerabwehr(handwaffen)systeme. Die Masse der gelieferten Panzerabwehrhandwaffen wurden durch die USA, Großbritannien und Deutschland, aber auch durch Polen geliefert. Bei den Lieferungen sind vor allem das Panzerabwehrlenkflugkörpersystem Javelin (USA, Lieferung: > 8.500 Systeme), die Panzerabwehrhandwaffe NLAW (Schweden, Next Generation Light Anti-Tank Weapon, Lieferung durch Großbritannien: > 5.000) und die Panzerfaust 3 (Deutschland, Lieferung: 3.000 Patronen und 900 Griffstücke) nebst anderen Panzerabwehrhandwaffenmodellen wie die RGW 90 HH (Deutschland, Recoilless Grenade Weapon 90 High explosive Anti-Tank/High explosive squash head, Lieferung: < 8.000) zu nennen.

Lenkflugkörper und Loitering Munition 

Gemeinsam haben all diese Waffen, dass sie durch nur eine Person abgesessen (bzw. in der Bundeswehr „plattformungebunden“ genannt) bedient werden können. Die kontinuierlichen Lieferungen untermauern die Effizienz dieser Waffen. Durch permanente Nadelstiche im Zusammenspiel mit anderen Wirkmitteln, welche die russischen Kräfte in „richtige Schwierigkeiten“ brachten, den Vormarsch verlangsamten und schließlich anhielten, erlangte insbesondere die Javelin einen hohen Bekanntheitsgrad in der breiten Öffentlichkeit. Es entstand sogar ein Internet-Meme, die „Heilige Javelin“. Es sieht aus wie ein Madonnenbild, jedoch halten ihre Hände einen Raketenwerfer. Javelin wird teilweise auch als die „effizienteste Waffe gegen die russischen Panzer“ in Medienartikeln beschrieben. Neben schultergestützten Panzerabwehrhandwaffen lieferten z. B. die USA auch über 700 kompakte, hochmoderne und durch eine Person transportier- und bedienbare Switchblade Loitering Munition, von deren Wirkung sich insbesondere das U.S. Marine Corps überzeugt zeigt. Bei Loitering Munition denkt man meist an eine klassische Drohne. Allerdings handelt es sich um Munition, die sich bei Wirkung vollständig zerstört. Loitering Munition wird beispielsweise schon frühzeitig in das potenzielle Zielgebiet gestartet, um dort länger zu kreisen (bzw. aus dem Englischen übersetzt zu „bummeln“), bis das eigentliche Ziel auftaucht. Über die Sensorik der Loitering Munition kann der Bediener mittels Bedieneinheit das Ziel erfassen, um es zu bekämpfen. Sofern kein eindeutiges Ziel auftaucht, besteht grundsätzlich die Möglichkeit des Missionsabbruchs. Wie sieht es in diesem Kontext mit der abgesessenen bzw. plattformungebundenen Panzerabwehr in der Bundeswehr aus?

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