Bussard – Europäische Souveränität aus deutscher Fertigung

(Foto: © AVILUS GmbH)
Avilus Bussard (Foto: © AVILUS GmbH)

Avilus demonstriert erstmals öffentlich den Flugbetrieb des Luftfahrzeugs aus einer Entfernung von rund 800 Kilometern.

Ismaning, Juni 2026. Avilus hat einen entscheidenden Meilenstein in der Unternehmenshistorie realisiert: Das Luftfahrzeug Bussard wurde erfolgreich aus einer Distanz von rund 800 Kilometern geführt – gesteuert von einer Bodenkontrollstation in Ismaning bei München, während das Flugzeug im Luftraum nahe der Nordsee operierte. Dieser Nachweis einsatznaher Langstreckenkontrolle unterstreicht den Anspruch von Avilus, europäische Verteidigungsfähigkeit nicht zu versprechen, sondern zu liefern.

Leistungsstarkes Dual-Use-System aus Deutschland

Der Bussard ist ein unbemanntes Luftfahrzeug aus vollständig deutscher Entwicklung und Produktion. Mit einer Reichweite von 2.500 km und einer Nutzlastkapazität von 150 kg ist er für strategisch relevante Dual-Use-Missionen ausgelegt – sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich. Schwerpunkte liegen auf Aufklärung, Unterstützung und Wirkung sowie auf der Überwachung und dem Schutz kritischer Infrastruktur zu Lande und auf See – überall dort, wo verlässliche Lagebilder und belastbare Entscheidungen in kürzester Zeit gefordert sind.

Flugstundenkosten marginalisiert im Vergleich zu herkömmlichen Systemen

Das System mit einem maximalen Abfluggewicht von 800 kg und einer Spannweite von acht Metern basiert auf einem langjährig bewährten deutschen Sportflugzeug. Durch die Nutzung dieser industriell gefertigten Plattform senkt Avilus die Flugstundenkosten auf einen Bruchteil vergleichbarer Systeme – ohne Kompromisse bei Leistung oder Zuverlässigkeit. Die Qualifizierung in der „Speziellen Kategorie“ der EASA ermöglicht zudem den unbemannten Betrieb bereits in Friedenszeiten. Die laufende Serienproduktion in Deutschland sichert kurzfristige Verfügbarkeit und Skalierbarkeit: „German Engineering“ für europäische Souveränität.

(Foto: © AVILUS GmbH)
(Foto: © AVILUS GmbH)

RasCore – Technologisches Herzstück der Avilus

Parallel veröffentlichte Aufnahmen zeigen den Bussard in der Variante „Optionally Piloted Vehicle“ (OPV): Ein Pilot befand sich an Bord, während die eigentliche Flugführung vollständig durch die Bediener der Bodenkontrollstation bei München erfolgte. Ermöglicht wird dies durch das proprietäre Flugsteuerungs- und Avioniksystem „RasCore“ – entwickelt von Avilus und bereits auf den Plattformen Grille und Wespe im Einsatz. Der RasCore bildet die technologische Basis des gesamten unbemannten Portfolios von Avilus und integriert alle systemkritischen Komponenten: Einsatz- und Missionsmanagement, Flugsteuerung, Sensor- und Navigationssysteme, Transponder sowie die gesicherte Kommunikation zwischen Luftfahrzeug und Bodenkontrollstation. Die Interoperabilität wurde bei der Entwicklung von Beginn an mitgedacht: Der RasCore ist über Schnittstellen mit dem Battle Management System der Bundeswehr respektive der NATO verbunden.

Zukunft beginnt heute

Während vergleichbare Programme häufig noch im Konzept- oder Prototypenstadium verharren, demonstriert Avilus diese Fähigkeiten bereits heute in einsatznahen Umgebungen. Der Veröffentlichung gingen Monate der Test- und Erprobungsflüge voraus. Der Schritt zur vollständig unbemannten Variante des Bussard ist in Vorbereitung. „Das wird unseren nächsten Meilenstein auf dem Weg zu einem unbemannten Luftfahrzeug darstellen, welches Kosteneffizienz, Reichenweitenstärke und europäische Souveränität verbindet.“, so Niclas Bähr, CEO der Avilus.

Avilus

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