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Unbemannte Bodensysteme für das Gefechtsfeld vorgestellt

Von Johann Fritsch

Brück. Die Infanteriegruppe hat sich an die kleine Ansiedlung herangekämpft und dringt in erste Hütten ein. Der Feind muss niedergehalten werden, ein weiteres Vordringen ist nur unter Feuerschutz möglich. Die Munition wird schon knapp. Da nähert sich, wie von Geisterhand gesteuert, ein kleines Ziesel-Kettenfahrzeug. Es ist voll beladen mit dem dringend benötigten Nachschub, den die Soldaten sofort abladen. Auf dem Rückweg nimmt das unbemannte Vehikel einen verwundeten Kameraden mit und bringt ihn in Sicherheit.

Die Szene war Teil einer Präsentation auf dem brandenburgischen Truppenübungsplatz Lehnin. Unter organisatorischer Verantwortung des Unternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) fand dort die sechste Demonstration des Projekts „integrated Modular Unmanned Ground System“ (iMUGS) statt. Im Mittelpunkt stand dabei das Zusammenwirken von bemannten und unbemannten Systemen am Boden und in der Luft. Weitere Schwerpunkte waren Cybersicherheit und Kommunikation sowie die Darstellung autonomer Lösungsansätze für verschiedene Aufgaben auf dem Gefechtsfeld.

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Nach Einnahme der Ansiedlung rücken Kräfte mit einem THeMIS UGV (li.) und dem Ziesel ab. (Foto ©Fritsch)

Technologie vorantreiben

Das Projekt ist Teil des European Defence Industrial Development Programme (EDIDP). Dessen Ziel besteht in der Entwicklung einer sicheren modularen Architektur mit der Fähigkeit, die vorhandene Hardund Software durch Hinzufügung weiterer Elemente zu verbessern. Dabei geht es im Wesentlichen um die Nutzung von Robotersystemen in Verbindung mit vorhandenen bemannten Waffensystemen in europäischen Streitkräften. Der Forschungs- und Entwicklungsauftrag des EDIDP treibt die Entwicklung und Definition für die in unbemannten Systemen eingesetzten Technologien voran. Dazu wurde mit iMUGS eine Kooperation von 13 Partnern aus sieben europäischen Ländern gebildet. Die EU-Kommission hat das Konsortium 2021 in einem Vertrag über 32,6 Millionen Euro mit einer entsprechenden Studie beauftragt. Neben der Bundesrepublik nehmen Estland, Belgien, Finnland, Frankreich, Lettland und Spanien an dem Vorhaben teil.

Die Projektkoordination liegt bei der estnischen Firma Milrem Robotics und damit dem führenden europäischen Entwickler auf den Gebieten Robotik und autonome Systeme. Vonseiten der Industrie sind die Firmen Bittium, Diehl Defence, dotOcean, GMV Aerospace and Defence, Insta Advance, KMW, Latvijas Mobilais Telefons (LMT), Nexter Systems, Safran Electronics & Defense, Talgen Cybersecurity und sol.one beteiligt, dazu die Königliche Militärakademie Belgiens. Gemeinsames Ziel ist die Standardisierung eines europaweiten Ökosystems für Luft- und Bodenplattformen, Kommando-, Kontroll- und Kommunikationsausrüstung, Sensoren, Nutzlasten und Algorithmen.

Den kompletten Beitrag  lesen Sie in der aktuellen Ausgabe

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