Der Grönland-Komplex: Wahn, Rationalisierung und Realität

Eisberg voraus: Ein amerikanischer und ein kanadischer Offizier betrachten das neueste NATO-Krisengebiet von der Pituffik Space Base in Grönland.
Eisberg voraus: Ein amerikanischer und ein kanadischer Offizier betrachten das neueste NATO-Krisengebiet von der Pituffik Space Base in Grönland. (U.S. Navy/Alex Fairbanks)

Psychiatrische Fachliteratur über Donald Trumps Grönland-Fixierung und die Rationalisierungsversuche seiner Anhänger und Gegner wird dereinst vermutlich ganze Regale füllen. Der menschliche Geist tut sich ja auch schwer damit, banale Ursachen für welterschütternde Veränderungen zu akzeptieren. Das ist bekanntlich das Prinzip hinter Verschwörungstheorien: Weil es es nicht sein kann, dass ein paar Islamisten mit Teppichmessern am 9. September 2001 den schwersten Terroranschlag der Geschichte begingen und die Supermacht USA samt Verbündeten in einen 20-jährigen „Krieg gegen den Terror“ stürzten, musste es sich dabei in Wirklichkeit um eine False-flag-Operation der US-Regierung, des Mossad und betrügerischer Versicherungsnehmer handeln. Möglicherweise mit Beteiligung außerirdischer Echsenmenschen.

So suchen derzeit auch Freund und Feind nach dem tieferen Sinn hinter Trumps Behauptungen, dass die USA Grönland wahlweise wegen einer drohenden Besetzung durch Russland und/oder China, seiner strategischen Bedeutung für die Raketenabwehr und/oder seiner Bodenschätze unbedingt zuerst besetzen müssten. Die naheliegendste Erklärung ist natürlich, dass sich seine Regierung derzeit in Phase 4 der von Bill Clinton begründeten Tradition aller neuen US-Administrationen seit Ende des Kalten Kriegs befindet. Phase 1: Versprich, alles anders und besser zu machen. Phase 2: Zitiere selektive Wirtschaftsdaten und andere Berichte um zu zeigen, dass es aufwärts geht. Phase 3: Panik, wenn die Wähler dich durchschauen und von der Stange gehen. Phase 4: Bombardiere irgendwelche Länder oder ähnliches, um von deinem innenpolitischen Versagen abzulenken.

Die Bill-Clinton-Erklärung

Angesichts der nach wie vor schwierigen Wirtschaftslage, der Unzufriedenheit auch an der eigenen Basis über den Umgang mit den Epstein-Akten einerseits und den Einsatz von Bundesbehörden gegen echte oder vermutete illegale Einwanderer andererseits wäre das logisch. Hier ein paar weihnachtliche Bomben auf angebliche Islamisten in Nigeria, da die Entführung eines nervigen Staatsoberhaupts aus Venezuela, dazu Drohungen gegen diverse Terrorregime im Iran und Dänemark, und schon redet keiner mehr über Fleisch- und Strompreise oder Pädophilen-Netzwerke. Bitter nötig hätte es die Regierung Trump. Denn ihrem Versuch, den ohnehin üblichen Rückschlag bei den Zwischenwahlen im November durch den republikanerfreundlichen Neuzuschnitt der Wahlkreise in mehreren Bundesstaaten abzufangen, war bislang mäßiger Erfolg in der Umsetzung beschieden.

Es wäre ja auch nichts Neues für Trump, jede Woche einen anderen Aufreger rauszuhauen und so den Diskurs zu bestimmen. Abgesehen davon, dass die mutmaßlichen außenpolitischen Ablenkungsmanöver nicht so recht zu funktionieren scheinen und auch unter Republikanern durchaus umstritten sind, spricht allerdings deren teils lange Vorlaufzeit gegen diese Theorie. So begann der Aufbau für die kürzliche Operation gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bereits im vergangenen August. Von der Übernahme Grönlands sprach Trump schon in seiner ersten Präsidentschaft. Was auch nur der jüngste Anlauf in der Geschichte amerikanischer Bemühungen seit dem Zweiten Weltkrieg war, die Insel käuflich zu erwerben wie seinerzeit etwa Alaska von Russland. Neu ist lediglich die unverhohlene Drohung mit militärischer Gewalt gegen einen Verbündeten.

Die Anti-NATO-Erklärung

Da ist wiederum Dänemark nicht das erste Opfer, nachdem Trump zuvor schon öffentlich mit dem Gedanken einer Annexion Kanadas gespielt hatte – und damit die liberale Regierungspartei dort vor der quasi sicheren Wahlniederlage gegen die ihm freundlich gesonnenen Konservativen rettete. Manch einer sieht darin als nächsten Erklärungsansatz den Versuch, die NATO bewusst zu sprengen, nachdem ihn der US-Kongress nicht einfach austreten lässt. Allerdings wird ihn derselbe Kongress auch nicht mal eben so Grönland erobern lassen. Gerade erst scheiterte der Versuch des Senats, ihm weitere Militäroperationen gegen Venezuela zu verbieten, denkbar knapp an der Stimme von Vizepräsident J. D. Vance in seiner Eigenschaft als Senatsvorsitzender bei einem Patt. Auch, weil die Trump-Administration versprach, dass es ohnehin keine weiteren solchen Operationen geben werde.

Eine Goldader in der südgrönländischen Nalunaq-Mine.
Eine Goldader in der südgrönländischen Nalunaq-Mine. (Foto: James St. John)

Das ist schon deshalb wahrscheinlich, weil ihre großspurigen Ankündigungen gigantischer venezolanischer Öllieferungen an die USA – deren Verkaufserlöse Trump persönlich nach Gutdünken verteilen wollte – nach einem Treffen mit den eigentlichen Profis aus der amerikanischen Ölbranche mit einem leisem Rumpeln zusammenbrachen. Da stellte sich heraus, dass der Wiederaufbau der Förder-Infrastruktur in Venezuela nach Enteignung der US-Besitzer, Jahrzehnten sozialistischer Misswirtschaft und Embargofolgen bis zu dreistellige Dollar-Milliardenbeträge kosten dürfte. Zwar hätten die Konzerne gern die ihnen durch die Enteignungen entstandenen Verluste ersetzt. Mittlerweile bietet ihnen aber das durch Cracking geförderte nordamerikanische Öl aus Schiefersand eine bessere Einnahmequelle als der dickflüssige, schwefelreiche Stoff aus dem Orinocco-Becken.

Die Rohstoff-Erklärung

Kurz gefasst lautete ihre Antwort daher: Gerne, wenn die US-Regierung uns bei den notwendigen Investitionen hilft. Nicht viel anders sähe es übrigens bei den Rohstoffen Grönlands aus. Der nordamerikanische Kontinent bietet etwa bei den strategisch wichtigen Seltenen Erden leichter zugängliche Vorkommen. Selbst wo diese auf Grönland nicht unter einem kilometerdicken Eispanzer liegen, müssten sie trotz Klimawandel immer noch unter schwierigen arktischen Bedingungen gefördert werden. Dasselbe gälte auch für russische und chinesische Unternehmen. Letztere bewarben sich zwar in den 2010er Jahren um entsprechende Genehmigungen. Dann allerdings stoppte zunächst die COVID-Pandemie ihre Bemühungen. Anschließend legte die dänische Regierung aufgrund ihrer Rechte bei sicherheitsrelevanten Belangen Grönlands ihr Veto ein.

Denn zu dieser Zeit sensibilisierte sich die westliche Welt, ausgehend von den USA, gerade gegenüber den strategischen Absichten Chinas. Sähen dagegen US-Unternehmen eine Exploration als lohnend an, bräuchten sie nur zu fragen. Eine Hürde wäre hier weniger die dänische als die grönländische Regierung und Bevölkerung, die der industriellen Ausbeutung ihrer Insel bislang eher kritisch gegenüberstanden. Dies würde sich zunächst auch nicht ändern, wenn letztere einen Wechsel vom dänischen zum amerikanischen Staatenverbund in Betracht zögen. Was allerdings nicht zuletzt durch die plumpe Herangehensweise Trumps mit abwechselnden Bestechungsversuchen und militärischen Drohungen eher unwahrscheinlicher geworden ist – wie das trilaterale Treffen der zuständigen Minister in Washington diese Woche nochmals deutlich gemacht hat.

Die antikoloniale Erklärung

Zwar würden die seit 1953 als dänische Staatsbürger gleichberechtigten, seit 1979 wie die Bewohner der Faröer-Inseln teilautonomen Grönländer gerne ganz unabhängig werden. Wie viele regionale Minderheiten fühlt sich das Volk von knapp 60.000 Menschen im Sechs-Millionen-Königreich Dänemark nicht ausreichend repräsentiert. Zumal beide Seiten auch eine typisch unerfreuliche Kolonialgeschichte verbindet. An der dänischen Seite liegt der Verbleib dabei nicht: Seit 2009 existiert ein Parlamentsbeschluss, dass das Königreich einem erfolgreichen Unabhängigkeitsreferendum zustimmen würde. In der Praxis kann die kleine Bevölkerung allerdings nicht alle inneren und äußeren Funktionen eines selbstständigen Staates erfüllen und bleibt auch finanziell auf Transferzahlungen im dreistelligen Millionenbereich pro Jahr aus dem Mutterland angewiesen.

Hinzu kommen die Leistungen des dänischen Sozialsystems, im Gesundheits- und Bildungsbereich. Ohne entsprechende Kompensation ist daher auch ein Compact of Free Association, wie ihn die USA mit einigen kleinen Inselstaaten im Pazifik unterhalten, keine Alternative. Dabei übernimmt die amerikanische Seite die militärische Verteidigung und diverse Leistungen wie Katastrophenschutz, Flugsicherung, Wetterdienst, Post- und Fernmeldewesen. Zwischen beiden Seiten herrscht zudem weitgehende Freizügigkeit. Dass gerade eine republikanische Regierung nicht nur ein assoziiertes Grönland subventioniert, sondern auch ein gerne als Sozialismus verteufeltes europäisches Sozialsystem samt allgemeiner Gesundheitsfürsorge und kostenloser Universitätsausbildung, darf aber wohl eher bezweifelt werden.

Die grönländische Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten Vivian Motzfeldt und ihr dänischer Kollege Lars Lokke Rasmussen (2. u. 3. v. l.) diese Woche mäßig fröhlich in Washington.
Die grönländische Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten Vivian Motzfeldt und ihr dänischer Kollege Lars Lokke Rasmussen (2. u. 3. v. l.) diese Woche mäßig fröhlich in Washington. (Foto: picture alliance/Sipa USA/CQ-Roll Call)

Die Carl-Schmitt-Erklärung

Angesichts der Kosten dieser Bereiche in den USA erscheint auch der Gedanke, den Grönländern ihre Entscheidung mit 100.000 Dollar pro Nase zu bezahlen, eher billig. Es spricht auch nicht dafür, dass die US-Regierung sie besser behandeln würde als historisch ihre eigenen Ureinwohner. Dasselbe gälte für andere Formen eines Staatenverbunds. Gerade die Repräsentationsfrage würde sich beim Austausch eines Landes von sechs gegen eines mit 340 Millionen Einwohnern offensichtlich eher verschärfen. Gegenwärtig ist Grönland im dänischen Parlament mit zwei stimmberechtigten Abgeordneten vertreten. Dieses Privileg haben amerikanische Außengebiete wie Puerto Rico oder Guam im US-Kongress nicht. Wenn Grönland mit einer Bevölkerungszahl, die einem Zehntel der des dünnbesiedelten Wyoming entspricht, also nicht ein echter Bundesstaat würde, würde es sich auch in dieser Hinsicht verschlechtern.

An dieser Stelle scheint auch der Erklärungsansatz mit Carl Schmitts Großraumordnung nicht mehr so recht praxistauglich. Die Vorstellung von säuberlich abgegrenzten Einflussbereichen globaler Mächte des deutschen Juristen, der wahlweise als Hitlers Kronjurist oder gescheiterter Vordenker des Nationalsozialismus bezeichnet und auch als Wegbereiter der russischen und chinesischen Politik des 21. Jahrhunderts zitiert wird, wird angesichts der kürzlichen Stunts in der US-Außenpolitik nicht zuletzt von Trump-Fans in der europäischen Rechten gefeiert. Allerdings nicht von allen in diesem politischen Lager: Wie schon der Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 löste der Griff nach Venezuela und Grönland hier durchaus gegensätzliche Reaktionen aus.

Die Klimawandel-Erklärung

So schlug sich die Spitze der AfD gerade erst auf die Seite der letztlich anti-amerikanischen Anti-Globalisten, die enttäuscht an Trumps Wahlkampfversprechen erinnerten, nicht mehr in aller Welt zu intervenieren. Dass traditioneller US-Isolationismus im Sinne der Monroe-Doktrin den Rest der Welt nur außerhalb des amerikanischen Doppelkontinents verortet, gilt diesen nicht als Entschuldigung. Auch der ungarische Trump-Freund Viktor Orbán war dazu auffallend still. Ob die Vorstellung eines autarken US-Imperiums mit venezolanischen Öl und grönländischen Seltenen Erden im 21. Jahrhundert noch tragfähig ist, muss mit Blick auf die genannten praktischen Probleme jedoch auch aus der Binnensicht zweifelhaft erscheinen. Wohlwollend könnte man der Regierung Trump allenfalls zugute halten, dass sie hier langfristig denkt.

Würden also Jahrzehnte von Klimawandel – an den Trump aber angeblich nicht glaubt – und Ausbau der Infrastruktur die Nutzung von Ressourcen und arktischen Schifffahrtswegen lohnend erscheinen lassen, und russische oder chinesische Aufrüstung diese tatsächlich bedrohen, wäre die rechtzeitige Sicherung dieser Gebiete sinnvoll. Gegenwärtig sieht es eher so aus: Die russische Marine ist von der Ukraine, einem Land ohne eigene Flotte, praktisch aus dem Schwarzen Meer vor der eigenen Haustür verjagt worden. China ist auf Taiwan und das Südchinesische Meer fixiert und wird die Durchsetzung seiner Ansprüche dort nicht durch eine westliche Reaktion auf ein arktisches Abenteuer gefährden. Und natürlich wird Grönland durch … genau, das Schutzversprechen der NATO einschließlich der USA gesichert.

Die Sicherheitserklärung

Im Kalten Krieg, als die Sowjetunion noch eine viel stärkere Bedrohung darstellte, hatten die US-Streitkräfte bis zu 10.000 Mann in Grönland stationiert. Heute sind es knapp 150 auf der Basis Pituffik, ehemals Thule, die Teil des amerikanischen Raketenabwehr-Netzwerks ist. Nichts im Verteidigungsabkommen mit Dänemark von 1951 würde sie daran hindern, ihre Präsenz wieder massiv zu erhöhen, wenn es die Lage erfordern würde. Das scheint aber trotz Trumps Erzählungen von den vielen russischen und chinesischen Schiffen rund um die Insel nicht so zu sein. Was sollten die schließlich auch tun – einen Landungstrupp absetzen, um die Hauptstadt Nuuk zu erobern? Wie kann man eine riesige schneebedeckte Insel mit verstreuten kleinen Siedelungen entlang der Küste überhaupt „besetzen“?

Überblick über den Hauptbereich der amerikanischen Pituffik Space Base im arktischen Hochsommer.
Überblick über den Hauptbereich der amerikanischen Pituffik Space Base im arktischen Hochsommer. (Foto: USSF/Paul Honnick)

Was zum letzten Erklärungsversuch führt: Dass Trump auf geniale Weise versucht, die Europäer stärker in die Sicherung der Arktis einzubinden. Wenn man das glauben will, war er natürlich mal wieder extrem erfolgreich, wie seine Anhänger behaupten. Gerade erst ist eine Erkundungsmission mit deutscher, französischer, britischer, niederländischer und skandinavischer Beteiligung in Nuuk gelandet, um entsprechende Möglichkeiten zu eruieren. Verschiedenen Ankündigungen nach wird das dann so aussehen: Dänemark verstärkt seine Sirius-Hundeschlitten-Patrouille (Stärke: 14) mit zusätzlichen motorisierten und luftbeweglichen Truppen. Und künftig wird öfter mal ein europäisches Marineschiff beziehungsweise U-Boot vorbeifahren. Oder ein Seefernaufklärer vorbeifliegen.

Die Wer-soll-uns-schon-aufhalten-Erklärung

Das reicht angesichts der gegenwärtigen Bedrohungslage vermutlich auch völlig aus, egal ob gegen russische, chinesische oder amerikanische Übernahmeversuche. Letztere werden weiterhin vor allem durch die potenziellen Folgen für das Bündnis abgeschreckt. Vielleicht spekuliert mancher in der Trump-Administration darauf, dass die Europäer schon klein beigeben würden, weil sie die USA zu ihrer Verteidigung dringender bräuchten als umgekehrt. Eine Beschränkung der Aktivitäten über amerikanische Basen in Europa auf strikte NATO-Angelegenheiten könnte da aber schon im Vorfeld einen Hinweis auf die Auswirkungen geben.

Wenn es plötzlich keine US-Flüge mehr über Europa hinaus gäbe, keine Verlegung von Tankern zur Unterstützung von Luftschlägen auf den Iran, keine Versorgung von Zerstörern zur Verteidigung Israels gegen Raketenangriffe im spanischen Rota, keine Relaisfunktion zur Steuerung von Drohnen über dem Nahen Osten und Afrika im italienischen Sigonella – dann dürften die amerikanischen Streitkräfte die Problematik durchaus deutlich machen. Wenn nicht gegenüber der Administration, dann dem Kongress. Abgesehen davon, dass Europa auch über wirtschaftliche Sanktionsmöglichkeiten bis hin zur Gefährdung des US-Dollars durch die massenhafte Liquidierung amerikanischer Schuldverschreibungen verfügt.

Die Der-Präsident-spinnt-Erklärung

Diese Eskalationsszenarien wären natürlich auch mit Rückwirkungen auf Europa selbst verbunden. Soweit eine handfeste Auseinandersetzung zwischen den NATO-Partnern und ihrer Führungsmacht überhaupt denkbar ist, wären sie aber sicherlich einem mancherorts schon an die Wand gemalten tatsächlichem militärischen Konflikt vorzuziehen. Um das völlig Undenkbare zu vermeiden, werden die Europäer sich allerdings schon auf die Risiken eines unbewaffneten Widerstands gegen Trumps Pläne einlassen müssen. Gut möglich nämlich, dass am Ende die Stimmen Recht haben, die sagen, dass seine Übernahmepläne völlig ernst gemeint sind.

Der Präsident selbst sagte kürzlich in einem Interview mit der New York Times, dass er den tatsächlichen amerikanischen Besitz Grönlands als „psychologisch wichtig für Erfolg“ halte. Und zwar, wie er auf Nachfrage präzisierte, wichtig für ihn persönlich, nicht die USA. So mancher hatte ja schon geunkt, dass es ihm letztlich nur um seinen Platz in der Geschichte gehe, und er der erste Präsident seit Warren G. Harding sein wolle, der das amerikanische Territorium vergrößert habe – Harding annektierte 1922 das unbewohnte Kingman-Riff im Pazifik. Demnach hätten die Amerikaner schlicht einen Spinner zum mächtigsten Mann der Welt gewählt. Schon wieder. Nach Lage der Dinge können die US-Partner das beim Abwägen ihrer Reaktion zumindest nicht ausschließen.

Stefan Axel Boes

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