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Ground Observer 80 – made by Thales Deutschland

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Thales präsentiert das weltweit leistungsstärkste Bodenüberwachungsradar auf dem Koblenzer  Tag 2011

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Auf dem Koblenzer Tag 2011 wurde im Segment der Bodenüberwachungsradare  (BÜR) eine Deutschlandpremiere mit dem sein neuem Radar Ground Observer 80 (GO 80) präsentiert. Bei Thales Deutschland zeigt man sich mit dieser Premiere beson- ders zufrieden, denn der Ground Observer 80 wurde am Thales Standort Pforzheim entwickelt und ist das weltweit  leistungs- stärkste Bodenüberwachungsradar (BÜR) seiner Art.

Der Weltöffentlichkeit  wurde das GO 80 allerdings auf der IDEX 2011 bereits im Februar in Abu Dhabi vorgestellt. Ein Hintergrund dafür ist der für die deutsche und europäische Industrie wichtige Markt in dieser Region verbunden mit einem entsprechenden Bedarf dortiger Länder. Auf dem Koblenzer Tag sprach HHK-Chefredakteur mit  Hans Jochen Sölter, Director Strategy & Business Development GSR von Thales Deutschland – Defence & Security Systems.

Im Bereich der Bodenüberwachungsradarsysteme ist der Ground Observer in der obersten Leistungsklasse angesiedelt und stellt eine leistungsstarke Ergänzung zur erfolgreichen BOR-A-Serie, die  in  militärischer Nutzung  zur  Zielerfassung und Aufklärung ist, dar.
Der GO 80 eignet sich jedoch auch im Bereich der Grenz- und Küstenüberwachung sowie für  spezielle Sicherheitsanwendun- gen. Das System mit hochinnovativer Hochfrequenz- und Signalverarbeitungstechnologie ist des Weiteren  auch für den Einbau in Überwachungs- und Aufklärungsfahrzeuge entwickelt worden   und  bietet   unter   den  verschiedensten  operativen und klimatischen  Rahmenbedingungen eine höchstmögliche Effizienz und Präzision.

„Mit dem GO 80 haben  sich unsere Entwickler  selbst über- troffen. Wir haben nun das beste Bodenüberwachungsradar großer Reichweite auf dem Markt. Der Ground   Observer  80  überzeugt nicht nur mit einer höheren Reichweite, einer besseren Zielauflösung und einem geringeren  Gewicht als die Produkte der  Konkurrenz, er benötigt auch nur die Hälfte an Strom und ist bei einer höheren  MTBF (mittlere  Betriebsdauer zwischen Ausfällen) weitaus zuver- lässiger. … Dieses Bodenüberwachungs- radar  der  neuen  Generation   zeichnet sich sowohl in seiner Leistungsfähigkeit als auch in seinem Preis durch eine hohe Wettbewerbsfähigkeit aus.“, so Hans Jochen Sölter.

Zur Technik
Das System stellt eine einzigartige Kom- bination aus Reichweite, Abdeckung, Präzision, Auflösung und Funktionen dar.

Mit  einem Erfassungsbereich von 80km kann der GO 80 Personen bei einem Radarquerschnitt 0,5m2  in einer Ent- fernung von bis zu 24 Kilometern und kleinere   Aufklärungsziele  noch  in  29
Kilometern entdecken. Fahrzeuge sind bis zu einer Entfernung 60km erfassbar, darüber hinaus größere Ziele in einer Entfernung bis 80km. Diese enormen Erfassungsbereiche werden unabhängig vom Abtastwinkel erzielt, der GO 80 hat damit einen entschei- denden  Vorteil  gegenüber  Bodenüberwachungsradaren mit elektronischer Strahlauslenkung. Bei diesen Geräten  nimmt die Reichweite neben der Auflösung und der Genauigkeit mit größer werdender Strahlschwenkung  sichtbar ab.

Ein weiterer wichtiger Fortschritt ist   die   vollständige 360°-Rundum-Überwachung durch eine uneingeschränkte Rotation. Zusätzlich  erreicht ein  besonders  hoher  Abtast- winkel   von  rund  180° oder  mehr  einen  Erfassungsbereich, den Radare mit elektronischer Strahlauslenkung bei einem maximalen Abtastwinkel von 90°/120° nicht erzielen können. Der GO 80 ist in der Lage, bis zu fünf  flexible  Überwachungs- sektoren mit einer flexiblen Größe bis zu 360° nach individu- eller Voreinstellung automatisch  vom Radar abzutasten.

Mit  den  relativ  kleinen  Entfernungsfenstern (Range Gates) von 10, 20 und 40 Metern  können  zu dichte Zielformationen aufgelöst  und störende Effekte  resultierend aus Bodenechos minimiert werden.  Der GO 80 hat die Fähigkeit,  bis zu 2.000 so genannte  Entfernungstore zu verarbeiten. Dabei gewähr- leisten  die  kleinen  Entfernungsfenster und  die  Antennen- keule von 1,4° in beiden Dimensionen eine hervorragende Zielauflösung und Präzision. Der Ground Observer 80 verfügt über  ein  internes  TWS-System (Track-While-Scan), mit  dem bei normalen  Überwachungsbetrieb bis zu 50 Ziele mit Hilfe einer  automatischen  Zielklassifizierung gleichzeitig verfolgt werden können. Der Ground Observer 80 ist mit einer der um- fassendsten EPM-/ ECCM-Suite für Bodenüberwachungsradare in seiner Wirkung gesichert. Das System wiegt  insgesamt nur 68kg  und  eignet  sich somit  für  den  Einsatz in  Fahrzeugen über 3,5 Tonnen.

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