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Konsortium demonstriert Kollisionswarnsensoren für Drohnen

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Ulm, 20. Februar 2020 – Im Rahmen einer Studie für das mit der Beschaffung betraute Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)  haben die Firmen HENSOLDT und Diehl den Demonstrator ein Sensorsystems zur Vermeidung von Kollisionen zwischen Luftfahrzeugen entwickelt. Zugleich haben die Partner zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im praktischen Einsatz nachgewiesen, dass ein solches Sensorsystem bestehend aus einem Radar und einer Kamera zuverlässig Objekte im Flugweg von Drohnen detektiert. Das Erkennen solcher Situationen ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für den Einsatz unbemannter Fluggeräte im kontrollierten Luftraum.

Detect and Avoid RadarOptik red web

Antenne mit Sende- und Empfangsmodulen des „Detect-and-Avoid“-Radars von HENSOLDT in der Nase des Erprobungsflugzeugs. (Foto© HENSOLDT)

Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Programm Sense-and-Avoid – national“ (ProSA-n) hat HENSOLDT ein sogenanntes Detect-and-Avoid-Radar konzipiert und in realen Szenarien an Bord des vom DLR betriebenen nationalen UAV Erprobungsträgers Do-228 D-CODE im Flug getestet (https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2019/03/20190930_sensoren-ersetzen-piloten.html). Dabei hat das Radar Flugobjekte in einem Bereich von 220 Grad vor der Drohne in einem Abstand von über 10 Kilometern zuverlässig bei Tag und Nacht sowie allen Wetterbedingungen erkannt. Aufgrund der präzisen Vermessung der Flugrichtung können Kollisionen frühzeitig vermieden werden. Zugleich übernimmt der Sensor auch alle Funktionen eines Wetterradars.

HENSOLDT’s „Detect-and-Avoid“-Radar arbeitet mit der neuesten Technologie der elektronischen Strahlschwenkung (Active Electronically Scanning Array, AESA), die die Erfüllung mehrerer Detektionsaufgaben gleichzeitig erlaubt und eine sehr rasche Zielerkennung ermöglicht. Die Komponenten und Technologien des Radars werden auch in anderen HENSOLDT-Produkten, wie zum Beispiel einem neuen luftgestützten Überwachungsradar PrecISR und dem Bodenüberwachungsradar SPEXER verwendet.  

HENSOLDT zählt zu den führenden Radar-Herstellern in Europa. Zur Fertigung der für die AESA-Technologie notwendigen Hochfrequenzbauteile betreibt das Unternehmen an seinem Ulmer Standort eine der größten Reinraum-Produktionsanlagen Europas. Seine Radare und Radarkomponenten sind auf Flugzeugen, Satelliten, Schiffen und in Bodenanlagen im Einsatz. Zu den damit ausgerüsteten Plattformen gehören u.a. das Kampfflugzeug Eurofighter, die TanDEM-X-Satelliten, die Küstenkampfschiffe der US Navy und die Fregatten der Deutschen Marine. Darüber hinaus liefert HENSOLDT Flugsicherungsradare und -transponder an Flugverkehrskontrollbehörden und Streitkräfte in aller Welt.

Der während des Forschungsvorhabens von Diehl Defence entwickelte elektrooptische Kameramodul-Demonstrator besteht aus einer Reihe von hochauflösenden Kameras, die den Raum vor dem Flugzeug sowie seitlich abtasten. Die durchgeführten Flugtests zeigten, dass das Kameramodul mit seiner fortschrittlichen, echtzeitfähigen Signalverarbeitung in der Lage ist, andere Luftfahrzeuge zuverlässig zu detektieren, präzise zu verfolgen, zu bewerten und Kollisionskandidaten an die nachfolgende Verarbeitung weiterzugeben. Das Kameramodul funktioniert auf große Entfernungen und unter schwierigen Beleuchtungsverhältnissen und kann damit die Pilotensicht ersetzen. Zudem kann es mit einem detaillierten Panoramabild zu einer besseren situativen Wahrnehmung des Drohnenpiloten beitragen. Das Modul ist leicht und kompakt und lässt sich flexibel an die Erfordernisse verschiedener Luftfahrzeuge anpassen.

Elektrooptische Sensorsysteme von Diehl bewähren sich bereits heute im Einsatz bei der Marine zur Überwachung der Schiffsumgebung und Detektion von unmittelbaren Bedrohungen.

Weitere Informationen unter www.hensoldt.net   und www.diehl.com

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