Verteidigungsminister Boris Pistorius auf ILA Berlin 2026

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bei seinem Statement auf der ILA 2026.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bei seinem Statement auf der ILA 2026. (Foto: Boes)

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat am heutigen Freitag die internationale Luftfahrtausstellung ILA 2026 in Berlin besucht. Der Minister machte einen Rundgang durch den militärischen Teil der Veranstaltung und wohnte der Unterzeichnung einer strategischen Absichtserklärung zur Stärkung der Luftverteidigung zwischen Airbus Defence and Space und dem ukrainischen Technologieunternehmen Skyfall bei. Im Mittelpunkt der angestrebten Kooperation soll die Integration von Skyfalls Abfangdrohnen in bestehende Führungs- und Einsatzsysteme von Airbus stehen.

Anschließend sprach Pistorius mit den Bundeswehrangehörigen, die die zahlreichen Beiträge aller Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche betreuen. In seinem Pressestatement wies er darauf hin, dass die mit rund 800 Soldatinnen und Soldaten – darunter 80 Angehörige der Reserve – vertretene Bundeswehr erneut größter Einzelaussteller auf der ILA ist. Er ging auch nochmals auf die deutsch-ukrainische Kooperation ein, bei der Deutschland mittlerweile von der Erfahrung der Ukraine beim Einsatz moderner Technologien wie Drohnen und elektronischer Kampfführung lerne, wo es wöchentliche Entwicklungssprünge gebe.

Pistorius am Stand der Karriereberatung der Bundeswehr.
Pistorius am Stand der Karriereberatung der Bundeswehr. (Foto: Boes)

Minister will nach FCAS-Aus Kooperation mit Frankreich fortsetzen

Zum Modernisierungsprozess in der Bundeswehr kündigte der Minister an, dass man im September das erste Exemplar des in Berlin von amerikanischer Seite gezeigten Kampfflugzeugs F-35 mit deutschen Hoheitsabzeichen in den USA übernehmen und dann dort mit der Ausbildung beginnen werde. Auch die deutsche Industrie partizipiere durch die Produktion der Rumpfteile an der Einführung. Natürlich reiche dies nicht für die weitere Entwicklung, weshalb es nach dem Anfang verkündeten Aus für ein deutsch-französisches Kampfflugzeug der 6. Generation im Rahmen des FCAS-Projekts nun darum gehe, den Blick nach vorne zu richten.

Es gelte, schnell an effektiven und umsetzbaren Lösungen zu arbeiten. Wichtig sei in diesem Bereich vor allem die Interoperabilität der Systeme: „Egal, wer welches Flugzeug fliegt, am Ende müssen sie miteinander kommunizieren, interoperabel agieren und kämpfen können.“ Dies gelte für alle Domänen. Deswegen bleibe die Kooperation mit Frankreich zentral. Die Entscheidungen dazu würden in den nächsten Wochen folgen, beim deutsch-französischen Ministerrat am 17. Juli werde man dazu konkrete Vorschläge machen.

Stefan Axel Boes

Verwandte Themen:

Avilus demonstriert erstmals öffentlich den Flugbetrieb des Luftfahrzeugs aus einer Entfernung von rund 800 Kilometern. Ismaning, Juni 2026. Avilus...

Das norwegische Rüstungsunternehmen Kongsberg hat am heutigen Mittwoch den Abschluss seiner Übernahme des amerikanischen Flugkörperherstellers Zone 5 Technologies bekannt...

Diehl Defence, ein führendes Systemhaus für Lenkflugkörper und bodengebundene Luftverteidigungs-Systeme (Ground-Based Air Defence, GBAD), präsentiert sich vom 10. bis...

Weitere Nachrichten
HHK+ Vorteile nutzen
mockup complete

Erhalten Sie jetzt einen Zugang zu den HHK+ Artikeln & Magazinen vom Hardthöhen-Kurier

Aktuelle Magazine
Partner & Anzeigen
Partner unsere Sonderpublikationen