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Die Marine soll Deutschland verteidigen und für maritime Sicherheit sorgen – vor den eigenen Küsten, aber auch in weit entfernten Seegebieten.

Dies unterstreicht der Inspekteur, Vizeadmiral Jan C. Kaack, im Interview mit dem Hardthöhenkurier.   

Sehr geehrter Herr Admiral, dieses Jahr wird durch ein Jubiläum geprägt: 175 Jahre Deutsche Marinen. Was ist Ihnen dabei besonders wichtig? Tatsächlich jährt sich am 14. Juni dieses Jahres die Gründung der ersten gesamtdeutschen Bundesflotte zum 175. Mal. Schon 1848 erkannte die große Mehrheit der Parlamentarier die maritime Dimension der Sicherheit für das kontinental geprägte Deutschland. So überrascht dann auch der Auftrag nicht, den die Bundesflotte erfüllen sollte: offensive Verteidigung und der Schutz des Handels über See. Heute wie damals soll die Marine Deutschland verteidigen und für maritime Sicherheit sorgen – vor den eigenen Küsten, aber auch in weit entfernten Seegebieten. Heute wie damals soll die Marine bündnisfähig sein. Und heute wie damals braucht Deutschland seine Flotte als wirksames maritimes Instrument der Sicherheitspolitik. Somit denken wir gerne an dieses geschichtliche Datum zurück und werden in diesem Jahr einige Veranstaltungen inhaltlich mit diesem Jubiläum verbinden. Ich habe allerdings mit Blick auf die aktuelle Situation mit einem Krieg in Europa entschieden, keine Veranstaltungen ausschließlich aufgrund des Jubiläums durchzuführen. Vielmehr werden wir Veranstaltungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, aber auch Ausbildungsvorhaben der Marine nutzen, um diese dann inhaltlich mit dem Jubiläum zu verbinden. Anfang Januar haben wir mit der 62. Historisch-Taktischen Tagung der Marine quasi den Aufschlag gemacht. So lautete das Generalthema in diesem Jahr: „Zeitenwenden und Umbrüche – 175 Jahre deutsche Marinen“. Den Bogen schließen wird dann Ende November mit dem alljährlich stattfindenden Marineball, der sicherlich auch einen Bezug zum geschichtlichen Jubiläum haben wird. Lassen Sie uns ein Jahr zurückblicken. Ihr „Nicht während unserer Wache!“ hat zu Beginn des Ukrainekrieges beeindruckt. Der Krieg dauert nun schon ein ganzes Jahr an.

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Der Inspekteur im Gespräch mit Hans-Uwe Mergener (Foto © Michael Nitz)

Was bedeutet dies konkret für die Deutsche Marine? Als ich am 24. Februar 2022 der Marine befahl: „Alles, was schwimmt, geht raus“ geschah das mit einem Gefühl des „Nicht während unserer Wache!“. Und genau das haben die Männer und Frauen der Marine – an Land, auf See und in der Luft damals eindrucksvoll unterstrichen, bis zu 28 Einheiten in kürzester Zeit in See gebracht, die Ständigen NATO Einsatzverbände verstärkt sowie Schiffe, Boote und Flugzeuge in die östliche Ostsee entsandt. Für unsere kleine Marine ist das schon eine irre Zahl. Und das trotz der Personal- und Materialmisere, die uns alle quält. Das war und ist eine bewegende Haltung unserer Menschen in der Marine, die damit unterstrichen haben, dass wir gemeinsam für das Versprechen der NATO des „Einer für alle und alle für einen“ einstehen – schnell und effektiv! Und all das ist nicht unbemerkt geblieben – weder bei unseren Freunden noch bei anderen. Seien wir aber auch ehrlich – diese Zahl an Einheiten, diesen Kraftakt können wir nicht unbegrenzt durchhalten. Auch war hier der Ausbildungsstand unserer Einheiten nicht im Fokus, sondern es ging um eine schnelle Reaktion – um ein sichtbares Zeichen der Solidarität und Entschlossenheit an unsere Alliierten und Partner, insbesondere die, die sich aufgrund ihrer geografischen Nähe zu Russland besonders bedroht fühlen. Deshalb haben wir mit unserem Concept of Operation „Baltic Guard“ aus dem Stand ein neues Instrument geschaffen, das uns ermöglicht, Aktivitäten primär in der Ostsee nach Raum und Zeit zu koordinieren sowie gemeinsame Übungsaktivitäten zu stärken. Das operative Konzept ist bis auf NATOEbene im Allied Maritime Command verteilt, sodass sich auch unsere Partner in der Ostsee beteiligen können. Sogar die U.S. Navy hat aktiv mitgemacht. Inzwischen hat die NATO „Baltic Guard“ zu einer der „enhanced Vigilance Activities“ erklärt. Zusätzlich führt mit Flottillenadmiral Thorsten Marx in diesem Jahr ein Offizier der Deutschen Marine die VJTF-M (Very High Readiness Joint Task Force- Maritime, bisher bekannt als Standing NATO Maritime Group 1).  

Das komplette Interview lesen Sie in der ersten HHK Ausgabe!

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