Tradition der Transall lebt in A400M weiter

A400M: Am 27. November 2025 um 14:46 Uhr landet die 54+61 in Wunstorf. (Foto © Lindhorst)
Am 27. November 2025 um 14:46 Uhr landet die 54+61 in Wunstorf. (Foto © Lindhorst)

Eigentlich Routine: Eine nagelneue A400M wird vom Airbus-Werk in Sevilla überführt und landet auf dem Fliegerhorst Wunstorf. Schon zum 51. Mal trifft eine Maschine beim Lufttransportgeschwader 62 ein. Insgesamt soll die Bundeswehr 53 erhalten.

Und doch war es ein besonderer Tag. Trotz Nieselregens wehte ein Hauch von Transall-Tradition durch die Luft, als das Transportflugzeug um 14:46 Uhr auf der Runway 26 deutschen Boden berührte und zur Parkposition rollte. Auf dem Rumpf und über dem Cockpit stand die taktische Kennung 54+61, die Besatzung trug weiß-blau-karierte Fliegerschals des aufgelösten LTG 61 aus Landsberg/Lech.

Die taktische Kennung erinnert an das aufgelöste LTG 61 in Landsberg/Lech. (Foto © Lindhorst)
Die taktische Kennung erinnert an das aufgelöste LTG 61 in Landsberg/Lech. (Foto © Lindhorst)

Die letzten drei für Deutschland vorgesehenen A400MLuftfahrzeuge werden die Kennungen 54+61, 54+62 und 54+63, nicht +51, +52 und +53, tragen. Damit soll an die Außerdienststellung des Waffensystems C-160 Transall erinnert werden, das bei den Lufttransportgeschwadern 61, 62 und 63 im Einsatz war. Auch eine besondere Folierung mit den Wappen der Geschwader wird noch angebracht. Die 54+62 und 54+63 sollen bis März 2026 in Sevilla übernommen und nach Wunstorf überführt werden.

Betankung von Hubschraubern

Und noch eine Besonderheit hat die 54+61: Sie hat als erste Betankungspods für Hubschrauber, mit verlängerten Schläuchen und sogenannten Low Speed-Körben, die sich viel größer ausdehnen als die für Jets und dadurch ihre Stabilität erlangen. Die Einsatzprüfung für die Betankung von Hubschraubern soll im Januar beginnen.

Der Betankungspod mit dem Low Speed-Korb für die Betankung von Hubschraubern. (Foto © Lindhorst)
Der Betankungspod mit dem Low Speed-Korb für die Betankung von Hubschraubern. (Foto © Lindhorst)

Gemäß ursprünglicher Planung sollten von den 53 Flugzeugen zwei an die Wehrtechnische Dienststelle 61 in Manching abgegeben werden, zum Beispiel für Erprobungen, Entwicklungstests oder zur Qualifikation neuer Fähigkeiten, und eine weitere an das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe. Dies hat ohnehin eine Außenstelle in Wunstorf.

Wie das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr nunmehr auf Nachfrage mitteilte, werden doch alle beim Lufttransportgeschwader 62 verbleiben und abhängig von der jeweiligen Einsatz- beziehungsweise Auftragslage im Rahmen der übergreifenden Zusammenarbeit nur zeitweise bedarfsabhängig abgegeben.

Burghard Lindhorst

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