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Air Defender 23 ist ein Test für die Drehscheibe Deutschland, betont Generalleutnant Thorsten Poschwatta, Kommandeur Zentrum Luftoperationen, im Interview mit dem Hardthöhenkurier. Die ausländischen Teilnehmer, unter ihnen rund 100 Flugzeuge der Air National Guard aus den USA, bringen natürlich einen Grundstock an Material mit. „Aber sie nutzen auch den Host Nation Support, also unsere Unterstützung wie etwa beim Betanken oder mit anderen Versorgungsgütern. Ein guter Test, ob wir das im erforderlichen Maße leisten können. Und vor allem auch, um daraus zu lernen. Wo haben wir Nachbesserungsbedarf? So etwas kann man nicht als table top exercise am grünen Tisch üben. Fehler und Reibungsverluste erkennt man oft erst, wenn man es auch real macht.“

20230524 20230524 Interview Lindhorst Scheller 062

Foto ©Bw/Scheller

Im Rahmen der Übung ist sein Kommando mit der Planung und Durchführung der Luftoperationen beauftragt und setzt dafür sein Joint Force Air Component Command Headquarters (JFAC HQ) ein. „Wir schreiben die tägliche Air Task Order mit den Aufträgen an die Verbände, sodass das Zusammenspiel zeitlich und räumlich koordiniert wird. Wir planen hier rund 200 Sorties pro Tag im Rahmen verbundener Luftkriegsoperationen“, erläutert Poschwatta beim Besuch der Operationszentrale (s. Foto). Das HQ befindet sich dieses Jahr ohnehin in der Bereitschaft für die NATO Response Force, und zwar in der Standby-Phase, der höchsten Bereitschaftsstufe. „Wir haben auch Personal zum NATO Allied Air Command nach Ramstein abgestellt, um die Planungen für die Verstärkung an den NATO-Flanken zu unterstützen. So haben wir uns intensiv vorbereitet und sind in der Lage, diese Übung entsprechend zu gestalten.“

Auch beim Blick in die Zukunft spielt der Gefechtsstand eine besondere Rolle. „Das JFAC HQ, das wir jetzt bei der Übung einsetzen, bauen wir alle vier Jahre auf, bereiten uns für die Zertifizierung durch die NATO vor und stellen es ihr dann für ein Jahr zur Verfügung. Das könnte man dauerhaft installieren, verschmolzen mit dem nationalen Gefechtsstand Air and Space Operations Center (ASOC), also ein sogenanntes Standing JFAC, mit dem ich skalierbar und kaltstartfähig bin – und natürlich auch durchhaltefähig“, unterstreicht Poschwatta. „Ein Gefechtsstand sowohl für nationale Luftkriegsoperationen, aber auch immer in der Lage, die NATO zu unterstützen, zum Beispiel durch die Abstellung von Personal oder als komplettes Air Component Command, also JFAC. Das wollen wir noch in diesem Jahr angehen.“

Mehr dazu in der nächsten Ausgabe des Hardthöhenkurier!
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