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U-Bootkomponenten aus dem 3D-Drucker künftig in Serie

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Kiel, 27. Februar 2020 – thyssenkrupp Marine Systems will vermehrt U-Bootbauteile im 3D-Drucker fertigen lassen. Dies hat entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlich produzierten Komponenten. Entsprechende Qualitäts- und Sicherheitszulassungen liegen bereits vor. Mit der Übernahme des thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing (NRW/Mülheim an der Ruhr) kommt nun die benötigte Technik und Expertise an die Kieler Förde. Es ist geplant, die Übernahme bis Juni 2020 abzuschließen.

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Foto ©thyssenkrupp Marine Systems

Dr. Luis Alejandro Orellano, COO von thyssenkrupp Marine Systems: „Der 3D-Druck eröffnet uns ganz neue Potentiale. In der Konstruktion müssen wir nicht mehr überall die Grenzen herkömmlicher Fertigungsverfahren berücksichtigen. So ermöglichen wir unseren Kunden Freiräume in der Gestaltung der Boote. Gleichzeitig können wir Komponenten schneller und kostengünstiger herstellen. Das wir die dafür notwendigen Expertise und Maschinen nun zu uns nach Kiel holen, ist die Voraussetzung, dass wir künftig kleinere Chargen schnell und unkompliziert in Serie drucken können.“

Mit den Druckern können komplexere Strukturen hergestellt werden, die gleichzeitig stabiler, belastbarer und leichter sind als durch übliche Produktionsverfahren hergestellte Komponenten, bei denen häufig viele kleine Elemente gefertigt und dann zusammengesetzt werden müssen. Bei einem im 3D-Drucker hergestellten Hydraulikblock für ein U-Boot konnte beispielsweise 83 Prozent des Gewichts eingespart werden – von 14 auf 2,1 Kilogramm.

Im Sommer 2019 hatte das thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing von der renommierten Klassifikationsgesellschaft DNV GL als weltweit erster Produzent von 3DDruck-Bauteilen für den maritimen Bereich eine Herstellerzulassung erhalten. Das Zertifikat garantiert die Materialkennwerte des fertigen Bauteils nach festgelegten Standards durch unabhängige Prüfstellen. thyssenkrupp Marine Systems plant, zukünftig vor allem Teile im 3D-Drucker herzustellen, die in geringen Chargen für ein U-Boot benötigt werden. Das Unternehmen fokussiert sich dabei nicht nur auf Teile für Neubauten, sondern ebenso auf die Ersatzteilproduktion.

Das thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing befindet sich derzeit in Mülheim an der Ruhr und wird bis zum Sommer 2020 an den Kieler Standort von thyssenkrupp Marine Systems umziehen. Über thyssenkrupp Marine Systems thyssenkrupp Marine Systems ist mit rund 6.000 Mitarbeitern eines der weltweit führenden Marineunternehmen und als Systemanbieter im Unter- und Überwasserschiffbau sowie im Bereich maritimer Elektronik und Sicherheitstechnologie tätig. Über 180 Jahre Geschichte und das stetige Streben nach Verbesserungen lassen das Unternehmen immer wieder neue Standards setzen. Seinen Kunden bietet thyssenkrupp Marine Systems weltweit maßgeschneiderte Lösungen für hochkomplexe Herausforderungen in einer sich veränderten Welt. Die dabei treibenden Kräfte sind die Mitarbeiter des Unternehmens, die jeden Tag mit Leidenschaft und Engagement die Zukunft von thyssenkrupp Marine Systemsgestalten.

Weitere Informationen unter: www.thyssenkrupp-marinesystems.com

 

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