100 Jahre nach der Nordpol-Expedition der „Norge“

(Foto: UniBw M)
(Foto: UniBw M)

Forschungszeppelin der Universität der Bundeswehr München untersucht die Aerosolbelastung in der Arktis.

Vor 100 Jahren startete vom norwegischen Ny-Ålesund auf Spitzbergen die legendäre Luftschiffexpedition „Norge“ zum Nordpol. Diesmal startete erneut ein Zeppelin in die Luft. Im Rahmen des Forschungsprojekts LUKAS der Universität der Bundeswehr München untersucht ein Team um Prof. Thomas Adam die Belastung der arktischen Atmosphäre mit Aerosolen und deren Einfluss auf das Klima.

Der rund zwölf Meter lange Forschungszeppelin ist mit hochsensibler Messtechnik ausgestattet und wird in Kooperation mit der Karls-Universität Prag betrieben. Sein Einsatzgebiet reicht von der Forschungsstation Ny-Ålesund bis in die umliegenden Bergregionen.

Während eines vierwöchigen Forschungseinsatzes erstellte das LUKAS-Team mithilfe des Zeppelins ein dreidimensionales Profil der Aerosolbelastung in der Region. Das Luftschiff wird vom Boden aus ferngesteuert und fliegt vordefinierte Routen in unterschiedlichen Höhen ab. Ergänzt werden die Flugmessungen durch ein stationäres Messsystem, das bereits seit Beginn des Winters automatisiert einzelne Feinstaubpartikel analysiert und die Daten direkt nach Neubiberg übermittelt.

Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse über die Luftverschmutzung auch in entfernten und fast unbewohnten Gebieten. So kann die Wissenschaft einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

Universität der Bundeswehr München

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