Mit einer besonderen Geste hat Bundeskanzler Merz das Wachbataillon beim Verteidigungsministerium in der Berliner Julius-Leber-Kaserne ausgezeichnet. Das von ihm verliehene Fahnenband ist die höchste Ehrung, die eine militärische Einheit erhalten kann.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin dem Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung ein Fahnenband verliehen – ein schmales Band, das an der Truppenfahne befestigt wird und als sichtbares Ehrenzeichen für besondere Leistungen dient. Mit dieser Auszeichnung würdigte der Bundeskanzler das Wachbataillon und bedankte sich bei den Soldatinnen und Soldaten für ihre besonderen Leistungen. „Es steht für Ihre Exzellenz, für Ihre großartigen soldatischen Leistungen und auch und besonders für die Verantwortung, die Sie für unser Land tragen, “ sagte Merz. Er ist der erste deutsche Bundeskanzler, der ein Fahnenband verleiht.
Das Wachbataillon übernimmt wichtige protokollarische Aufgaben, etwa bei Staatsbesuchen in Deutschland oder bei militärischen Zeremonien wie dem Großen Zapfenstreich. Gleichzeitig übernimmt die Einheit im Spannungs- und Verteidigungsfall den militärischen Schutz der Bundesregierung.
Fahnenbänder dürfen an militärische Einheiten nur vom Bundespräsidenten, Bundeskanzler, von den Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer sowie von ausländischen Staatsoberhäuptern vergeben werden. In der Bundeswehr wurden ab 1963 durch Bundespräsident Heinrich Lübke Truppenfahnen mit Fahnenbändern militärischen Einheiten gestiftet.
