Alma Mater der Militärpolizei – Realitätsnah, flexibel, modern
Die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr (SFJg/StDstBw) mit Sitz in Hannover ist die zentrale Ausbildungseinrichtung für die Militärpolizei, die militärische Ausbildung der Spitzensportler der Bundeswehr sowie den streitkräftegemeinsam ausgerichteten militärischen Stabsdienst.
An ihr werden täglich bis zu 1.000 militärische und zivile Lehrgangsteilnehmende in rund 120 verschiedenen Lehrgängen ausgebildet, die klassische militärische Werte mit modernster Technologie verschmelzen. Kurzum: Die Schule ist eine moderne, attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungswerkstatt.
Ausbildungsauftrag in der Zeitenwende
Mit dem sicherheitspolitischen Paradigmenwechsel infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist die Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung Realität geworden. Die Schule orientiert ihr Profil seither konsequent an den Erfordernissen der gestiegenen komplexen Bedrohungslage. Sie bietet ein praxisnahes Ausbildungskonzept, das Resilienz, technischen Fortschritt, Wehrhaftigkeit, Zivil-Militärische Zusammenarbeit und Multinationalität gleichermaßen in den Fokus der Kriegstüchtigkeit stellt.
Dabei steht der ganzheitliche Ansatz im Mittelpunkt: Führung, Ausbildung, Erziehung und Übung sind untrennbar miteinander verbunden. Nur durch diese Verzahnung lassen sich die Anforderungen an eine kriegstüchtige Truppe erfüllen, um den sicherheits- und verteidigungspolitischen Herausforderungen und Bedrohungen der heutigen Zeit handlungssicher begegnen und wirksam agieren zu können.
Hier setzt die Schule für Feldjäger und Stabsdienst neue Maßstäbe: Die Ausbildung erfolgt nicht nur reaktiv, sondern antizipativ, ausgerichtet auf die Gefechtsfelder der Zukunft inklusive hybrider Bedrohungslagen sowie fortschreitender Digitalisierung und Nutzung von KI. Sie verbindet Bewährtes mit Innovation, holt die jungen und junggebliebenen Lehrgangsteilnehmenden in ihrer zunehmend digitalisierten Lebenswirklichkeit ab und befähigt sie, den eigenen Beitrag im Wirkverbund zu erkennen, zu reflektieren und zu leisten. Damit trägt die Schule zur Resilienz sowie zur Funktions- und Zukunftsfähigkeit der Streitkräfte und damit zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge bei.
Struktur, Auftrag, Gliederung
Die Schule untersteht dem Kommando Feldjäger der Bundeswehr und ist mit den drei Feldjägerregimentern, die das operationelle Geschäft des militärpolizeilichen Aufgabenspektrums im In- und Ausland abdecken, die vierte Säule des dem Kommando nachgeordneten Bereichs. Die fünfte Säule ist das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung. Die Schule gliedert sich in vier Hauptbereiche: Schulstab, Lehre und Ausbildung, Zentrale Unterstützung sowie das hochmoderne Übungszentrum.
Das Herzstück aller lehrgangsgebundenen Qualifikationen bildet der Bereich Lehre und Ausbildung. Hier werden Militärpolizeikräfte sowie teilstreitkräfteübergreifend Angehörige aller Dienstgradgruppen im militärischen Stabsdienst und Verwaltungshandeln ausgebildet, praxisorientiert, streitkräftegemeinsam, zukunftsfähig. Zwei Lehrgruppen mit insgesamt neun Inspektionen, eine Gruppe Lehre und Ausbildung sowie eine Gruppe Truppenfachlehrer unterstehen dem Leiter und stellvertretenden Kommandeur der Schule. Die Lehrgruppe A deckt dabei die komplette militärpolizeiliche Aus- und Weiterbildung ab. Angefangen bei der Grundausbildung über die Ausbildung zum Feldwebel bis hin zu Trainings für Verbands- und Einheitsführer auf der (Stabs-)Offizierebene findet hier im Schwerpunkt die Prägung und Ausbildung aller militärischen Führer statt. Ebenso ist die Aus- und Weiterbildung der militärpolizeilichen Spezialisierungen, unter anderem Personenschutz, Erhebung und Ermittlung, Luftsicherheit, Gefahrgutkontrolle, hier verortet. Die Lehrgruppe B verantwortet die fachliche Ausbildung im Stabsdienst.
