Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr in Anbindung an die Universitätsmedizin Mainz

Kriegstüchtigkeit spielt in modernen Streitkräften wieder eine größere Rolle. (Foto © Bw/Tom Twardy)
Kriegstüchtigkeit spielt in modernen Streitkräften wieder eine größere Rolle. (Foto © Bw/Tom Twardy)

Das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (InstPrävMedBw) ist das führende Kompetenzzentrum für präventivmedizinische Forschung und evidenzbasierte Beratung im militärischen Kontext. Als Ressortforschungseinrichtung des Bundes wird die Orientierung der wehrmedizinischen Forschung vom aktuellen sowie künftigen Bedarf von Führung und Truppe der Organisation Bundeswehr bestimmt. Leitspruch: „Resilient im Einsatz. Gesund im Leben.“

Durch eine enge Vernetzung mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen und militärischen Partnern entwickelt das Institut innovative und nachhaltig wirksame Strategien, um die Gesundheit, Resilienz und damit die mentale sowie körperliche Einsatzfähigkeit des militärischen Personals zu fördern und das Wohlbefinden der Bundeswehrangehörigen sicherzustellen.

Unsere Welt, ob politisch, klimatisch oder technologisch, befindet sich aktuell in einer Phase der Epochenwende. Mit Blick auf diese Veränderungen schafft das InstPrävMedBw wissenschaftsbasierte Voraussetzungen für Anpassungen und nachhaltige Verbesserungen der körperlichen sowie mentalen Belastbarkeiten von militärischem Personal. Durch interdisziplinäre Forschungsansätze, gepaart mit moderner Technologie und zukunftsweisender IT-Unterstützung, werden verlässliche, wissenschaftlich valide Antworten auf relevante aktuelle und zukünftige Fragestellungen der Präventivmedizin erarbeitet. Ziel hierbei ist es, einer der international zuverlässigen Vorreiter in militärmedizinischer Forschung zu sein und zu bleiben.

Das Institut für Präventivmedizin hat sich im Rahmen Zivil-Militärischer Zusammenarbeit universitär an die Universitätsmedizin Mainz angebunden. Die Institutsleiterin hat dabei die Lehrverantwortung zu verschiedenen Querschnittsfächern wie Umwelt- und Präventivmedizin beim Medizincampus Koblenz übernommen.

Ein Highlight: 1. Internationale Kongress für Präventivmedizin

2024 veranstaltete das Institut den 1. Internationalen Kongress für Präventivmedizin unter dem Motto „Resilient in Mission. Healthy in Life.“ Das wissenschaftliche Programm stand unter der Schirmherrschaft von Staatssekretärin Siemtje Möller. Die Themen reichten von

  • Resilienzforschung über
  • Kälteprävention,
  • Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung,
  • Frauengesundheit,
  • Luft- und Raumfahrtmedizin,
  • Maritimer Medizin,
  • COVID-19-Infektion bis zu
  • Suchtbekämpfung sowie
  • Arbeits-, Sport- und Ernährungsmedizin.

Über 140 Teilnehmende aus acht Nationen erlebten ein anspruchsvolles wissenschaftliches Programm mit 34 Vorträgen und zehn Postern. Das Ziel, multidisziplinäre Impulse für die Resilienzforschung des InstPräv- MedBw und damit für die Widerstandskraft der Bundeswehr zu geben, wurde umfassend erreicht.

Fachexpertise, Datenmanagement und Forschung für die Bundeswehr

Unter dem bereits erwähnten Leitspruch betreibt die Einrichtung sowohl präventivmedizinische Ressortforschung als auch Archivierung Datenanalyse von aktuell rund 40 Millionen Gesundheitsakten. Dieser Datenschatz bildet die Grundlage für wissenschaftliche Analysen, deren Ergebnisse als Beratungs- und Entscheidungsgrundlagen für die militärische Führung und die Truppe eingesetzt werden. Die Ressortforschung im InstPrävMedBw ist darauf ausgerichtet, wissenschaftliche Methoden nachhaltig zu entwickeln, die Anwendung in der Truppe zu unterstützen und die Ergebnisse in Publikationen der internationalen Fachwelt zu präsentieren.

Kriegstüchtigkeit spielt in modernen Streitkräften wieder eine größere Rolle. (Foto © Bw/Tom Twardy)
Kriegstüchtigkeit spielt in modernen Streitkräften wieder eine größere Rolle. (Foto © Bw/Tom Twardy)

Nationale und internationale wissenschaftliche Netzwerke

Seit Oktober 2022 intensiviert das Institut für Präventivmedizin seine wissenschaftliche Netzwerkbildung umfassend. Kooperationen bestehen unter anderem mit den Universitäten und Hochschulen in Mainz, Gießen, Köln, Frankfurt, Würzburg, Hamburg und dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung Mainz sowie mit: TNO (Niederländische Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung), TGTF (Training Medicine & Training Physiology der Royal Netherlands Army), Walter Reed Army Institute of Research USA, University of Ottawa, Canada, und Norwegian Armed Forces Joint Medical Service. Federführend initiierte das InstPrävMedBw 2023 das Expertenkältenetzwerk, das relevante Stakeholder des Geschäftsbereichs des Bundesministeriums der Verteidigung aus Wissenschaft, Truppe und Sanitätsdienst zum regelmäßigen Austausch zusammenbringt.

Von Oberstarzt Prof. Dr. med. habil. Manuela Andrea Hoffmann

Den kompletten Artikel lesen Sie in Ausgabe 1/26 des HHK!

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