Scalable Propulsion – Jet-Antriebe aus der UniBw München

(Foto ©Scalable Propulsion, Remiger)
(Foto ©Scalable Propulsion, Remiger)

Eine Ausgründung aus dem durch das dtec.bw finanzierte Forschungsprojekt ELAPSED an der Universität der Bundeswehr München

Unbemannte Fluggeräte, von einfachen Aufklärungsplattformen bis hin zu schnell operierenden Wirksystemen, prägen zunehmend moderne Konflikte. Weniger sichtbar ist, dass ein erheblicher Teil dieser technologischen Entwicklung nicht bei großen Rüstungsunternehmen, sondern im universitären Umfeld entsteht.

Auch an der Universität der Bundeswehr München wurden in den vergangenen Jahren wesentliche Beiträge im Bereich Turbomaschinen und Luftfahrtantriebe erarbeitet. Aus diesem Umfeld heraus entstand Scalable Propulsion. Ausgangspunkt war dabei kein konkretes Produkt, sondern die Fragestellung, wie sich etablierte Methoden zur Triebwerksauslegung auf neue Anforderungen übertragen lassen.

Im Fokus standen von Beginn an unbemannte Systeme. Insbesondere die Kombination aus Reichweite, Geschwindigkeit und hoher Stückzahl erwies sich als entscheidend. Klassische Ansätze lassen sich jedoch nur eingeschränkt übertragen. Entsprechend wurde früh begonnen, Auslegung, Simulation und Integration in die fliegende Plattform konsequent gemeinsam zu denken.

Die Ausgründung Scalable Propulsion ist das Ergebnis dieses Prozesses. Ziel ist die Entwicklung kompakter Strahltriebwerke, die nicht nur leistungsfähig sind, sondern sich auch in großen Stückzahlen herstellen lassen. Damit steht weniger die Einzelentwicklung im Vordergrund als vielmehr ein skalierbarer technologischer Ansatz.

Neue Anforderungen im Drohnenkrieg

Die jüngsten Konflikte zeigen deutlich, wie grundlegend sich der Einsatz unbemannter Systeme verändert hat. Während Drohnen lange primär für Aufklärung oder den Einsatz gegen Hochwertziele genutzt wurden, stellen sie heute ein zentrales Wirkmittel dar.

Damit verschiebt sich ihr Profil. Kostengünstige, in großen Stückzahlen verfügbare Systeme gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an ihre Leistungsfähigkeit. Elektrisch angetriebene Drohnen stoßen häufig an Grenzen hinsichtlich Reichweite, Geschwindigkeit und Einsatzhöhe und sind zunehmend anfällig gegenüber elektronischer Kampfführung und Abwehrmaßnahmen.

Es entsteht eine operative Lücke zwischen kleinen, langsamen Drohnen und komplexen, hochpreisigen Lenkflugkörpern. Neue Systeme müssen größere Distanzen überwinden, in größeren Höhen operieren, höhere Geschwindigkeiten erreichen und zugleich wirtschaftlich produzierbar bleiben. Das Antriebssystem wird dabei zur zentralen Schlüsselkomponente.

Von Jonas Remiger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität der Bundeswehr München und CEO Scalable Propulsion

Den kompletten Artikel lesen Sie in Ausgabe 3/26 des HHK!

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