AFCEA Fachausstellung 2026 für den Verteidigungs- und Sicherheitsbereich

(Foto © AFCEA Bonn e.V.)
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„Vernetzt denken & sicher handeln als Antwort einer gesamtstaatlichen Verteidigung“ – das ist die Überschrift unter der die AFCEA Fachausstellung 2026 am 12. und 13. Mai in diesem Jahr im World Conference Center in Bonn stattfindet.

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Dabei stellt sich natürlich die Frage, was man unter „Vernetzt denken“ versteht und was „gesamtstaatliche Verteidigung“ bedeutet. Vernetztes Denken in der Verteidigung ist der Ansatz, militärische Sicherheit als Teil eines komplexen Systems aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verstehen. Dabei reicht rein konventionelle militärische Stärke nicht mehr aus. Benötigt wird eine gesamtstaatliche Strategie, die alle Bereiche eines Staates einbezieht und diese so vernetzt, dass eine sich ergänzende und nicht widerstrittige Symbiose in der Verteidigung des Staates und seiner Werte entsteht, um eine einheitliche Gefahrenabwehr zu erreichen.

Und gerade hier sehe ich die größte Herausforderung: Wie gelingt es, eine Gesellschaft so aufzustellen, dass sie trotz unterschiedlicher Denkansätze ein einheitliches Verständnis für die Verteidigung ihres Staates aufbringt und dann willens ist, diesen zu verteidigen sowie die dazu erforderlichen Schlüsse zu ziehen und diese auch mit entsprechenden Gesetzen und Verordnungen umzusetzen.

So stellt sich nicht nur die Frage, ob unsere Gesellschaft auch verteidigungswillig ist, sondern auch, wie wir mit den modernen Herausforderungen eines Krieges umgehen. Angefangen von der zivilen, auch eigenverantwortlichen Vorsorge über hybride Kriegsführung bis zu KI gesteuerten Waffen. Ein weiteres Feld der Bedrohung liegt in der Abhängigkeit von Rohstoffen und eingesetzten Techniken. Bei Rohstoffen gilt es schnellstmöglich alternative Bezugsquellen zu erschließen, keine einfache Sache, wenn die Zivilgesellschaft verlangt, auch hohe moralische Ansprüche in den Kriterienkatalog mit aufzunehmen. Nicht zu unterschätzen ist das Risiko der Abhängigkeit von Produkten der US-Tech-Konzernen. Was wäre, wenn plötzlich der Zugriff auf die US-Clouddienste nicht mehr möglich, der E-Mail-Verkehr betroffen oder Amazon plötzlich nicht mehr erreichbar wäre? Firmendokumente wären nicht mehr abrufbar, Lieferketten wären unterbrochen, Bestellungen wären nur noch eingeschränkt möglich und Termine sind nicht mehr auffindbar.

Stellen wir uns dann noch vor, Whats- App wäre gesperrt. Wie viele Chatgruppen laufen darüber, die nicht nur privaten Charakter haben. Und, nicht zu vergessen, den Stress, den Eltern zu Hause haben, wenn ihre Kinder plötzlich vom digitalen Leben abgeschnitten sind!

Rahmenprogramm und Services

Über 250 nationale und internationale Aussteller von großen Unternehmen bis hin zu spezialisierten Softwareanbietern aus verschiedenen Branchen präsentieren ihre Alternativen und Lösungsansätze zu technischen und militärischen Herausforderungen auf der AFCEA Fachausstellung 2026.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 hat sich die Veranstaltung zu einer der wichtigsten Plattformen für Informations-und Kommunikationstechnologien in den Bereichen Verteidigung und innere Sicherheit in Deutschland entwickelt. Die Ausstellung wird 2026 bereits zum 39. Mal durchgeführt und bringt für zwei Tage Experten aus Bundeswehr, Behörden, Industrie und Wissenschaft zusammen. Neben der Ausstellung gibt es unter anderem wieder die Messe-App, die eKompetenzmatrix, ein Recuriting- Element oder der Start-up-Bereich genauso wie ein umfangreiches Vortragsprogramm. So wird der Wissensaustausch gefördert und die nationale Sicherheitsarchitektur gestärkt.

Wichtige Informationen im Überblick

Die Öffnungszeiten der Fachausstellung sind am

  • 12. Mai von 09:00 bis 18:00 Uhr und am
  • 13. Mai von 09:00 bis 17:00 Uhr.
  • Am 12. Mai 2026 lädt AFCEA Bonn e.V. von 18:00 – 22:00 Uhr zu einem Get-together ein.
  • Der Eintritt ist nach Registrierung kostenfrei möglich.

Von Wolfgang Quirin, Leiter AFCEA Fachausstellung

Den kompletten Artikel lesen Sie in Ausgabe 2/26 des HHK!

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