Airbus und Helsing arbeiten an Künstlicher Intelligenz für das Zusammenspiel bemannter und unbemannter Militärflugzeuge

Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence and Space (links), und Gundbert Scherf, Co-CEO bei Helsing, vor dem Wingman-Modell von Airbus. (Foto Airbus)
Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence and Space (links), und Gundbert Scherf, Co-CEO bei Helsing, vor dem Wingman-Modell von Airbus. (Foto Airbus)

Berlin, 5. Juni 2024 – Airbus Defence and Space und Helsing, Europas führendes Unternehmen für künstliche Intelligenz und Software im Verteidigungsbereich, haben auf der Luft- und Raumfahrtmesse ILA in Berlin eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ihr zufolge werden die Unternehmen gemeinsam an Technologien im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) arbeiten, die in einem künftigen Wingman-System zum Einsatz kommen sollen. Dieses Kampfjet-ähnliche unbemannte Flugzeug wird mit aktuellen Kampfjets operieren und seine Aufgaben von einem Piloten in einem Führungsflugzeug wie dem Eurofighter erhalten.

Sein Wingman-Konzept präsentiert Airbus erstmals auf der ILA. Als Antwort auf die steigenden Einsatzanforderungen der deutschen Luftwaffe soll der Wingman die Fähigkeiten bemannter Kampfflugzeuge durch unbemannte Plattformen ergänzen, die Waffen und andere Effektoren tragen können.

„Die aktuellen Konflikte an den Grenzen Europas zeigen, wie wichtig Luftüberlegenheit ist“, sagt Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence and Space. „Das Zusammenspiel unbemannter und bemannter Flugzeuge wird eine zentrale Rolle spielen, wenn es um darum geht, Luftüberlegenheit zu schaffen: Mit einem unbemannten Wingman an ihrer Seite können Kampfjet-Piloten außerhalb der Gefahrenzone operieren. Sie geben die Befehle und haben stets die Entscheidungsbefugnis. Unterstützt von der KI übernimmt der Wingman dann die gefährlichen Aufgaben, darunter die Zielaufklärung und -zerstörung oder die elektronische Störung und Täuschung gegnerischer Luftabwehrsysteme.“

„Der menschliche Operateur wird immer die Entscheidungshoheit behalten. Gleichzeitig müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass die gefährlichsten Teile einer unbemannten Mission einen hohen Grad an Autonomie  erfordern und daher KI benötigen“, sagt Gundbert Scherf, Co-CEO bei Helsing. „Von der Verarbeitung von Sensordaten über die Optimierung von Subsystemen bis hin zum Schließen des Führungsprozesses auf Systemebene: Software-definierte Fähigkeiten und KI werden eine entscheidende Komponente des Wingman-Systems für die deutsche Luftwaffe sein.“

Im Rahmen der KI-Vereinbarung wird Airbus seine Expertise im Zusammenspiel von unbemannten und bemannten Militärflugzeugen, dem so genannten Manned-Unmanned Teaming, und als Hauptauftragnehmer großer europäischer Verteidigungsprogramme wie dem Eurofighter oder dem Militärtransporter A400M einbringen. Helsing wird seinen KI-Stack mit softwaredefinierten Missionsfähigkeiten beisteuern, darunter die Fusion verschiedener Sensoren und Algorithmen für die elektronische Kriegsführung.

Weitere Informationen über den Wingman finden Sie hier: www.airbus.com.

 

 

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