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BWI unterstützt die NATO-interoperable Befähigung JISR im Militärischen Nachrichtenwesen

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Von Peter Winkler, Leiter Digital Enabling Services & Digital Business Integration, BWI GmbH

Um den Informationsbedarf für Entscheidungsträger von Operationen durch NATO-interoperable Aufklärungsfähigkeiten zu decken, kommen vielfältige IT-Anwendungen zum Einsatz. Hierfür sind Standards für die technische Umsetzung und die JISRProzesse sowie ein sicherer Informationsaustausch essenziell. Die BWI-Beratungssparte begleitet die Befähigung der Bundeswehr im JISR-Kontext.

Operationsführungen der Bundeswehr werden durch NATO-interoperable JISR-Aufklärungsfähigkeiten (Joint Intelligence, Surveillance and Reconnaissance) ganzheitlich unterstützt, indem bisher unerschlossene Datenquellen und Prozesse für das Militärische Nachrichtenwesen verfügbar gemacht werden. Durch den koordinierten Einsatz von Aufklärungsfähigkeiten wird mit den Bündnispartnern ein wirkungsvoller und effizienter Fähigkeitsverbund für die zeitgerechte Bereitstellung von Aufklärungsergebnissen geschaffen.

Winkler Peter BWI Xandra Herdieckerhoff

Foto © BWI/Xandra Herdieckerhoff

Coalition Shared Data: NATO-Standard für die technische Umsetzung von JISR Coalition Shared Data (CSD) soll drei Fähigkeiten als JISR IT-Services bereitstellen: erstens ein ebenenübergreifendes Informationsbedarfs- und Aufklärungsmanagement, zweitens den Austausch von Aufklärungsergebnissen sowie drittens die Verteilung von Live-Streamingdaten. Als technische Umsetzung von JISR werden für CSD im NATO Standardization Agreement 4559 die Anforderungen an die spezifischen Datenaustauschformate und Schnittstellen für die JISR IT-Services spezifiziert. Das German Mission Network (GMN) bietet eine durchhaltefähige, streitkräftegemeinsame Plattform für die JISR IT-Services und ermöglicht einen sicheren Informationsaustausch zwischen verschiedenen Sicherheitsdomänen. GMN operationalisiert als nationale Umsetzung die Interoperabilitätsvorgaben des NATO Federated Mission Networking. Um die Durchführung von multinationalen Operationen im JISR-Kontext auf fachlicher Ebene zu ermöglichen, sind Verfahren, Verantwortlichkeiten und Prozesse in verschiedenen NATO-Doktrinen beschrieben. Zusätzlich zur Umsetzung der Doktrinen sind die nationalen Verfahren des Nachrichtenmanagements zu beachten, da diese im JISR-Prozess für die bedarfsgerechte und effiziente Bereitstellung von Aufklärungsergebnissen an Entscheidungsträger aller Führungsebenen mit einbezogen werden. Für die Realisierung von Coalition Shared Data ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) als Bedarfsdecker für die Ausstattung mit den erforderlichen IT-Infrastrukturen und -Services verantwortlich. Die BWI Beratungssparte Digital Enabling Service (DES) unterstützt das Amt bereits seit 2020 als Partner in verschiedenen Projekten im JISR-Kontext. BWI

Digital Enabling Services: Unterstützung durch IT- und Militärexpertise Mit dem DES-Beratungsbereich „Digitale Operationsführung“ und dem dort eingebundenen Beratungsfeld „Digitales Nachrichtenwesen“ unterstützt die BWI im Rahmen verschiedener Projekte auch die Bedarfsträger der militärischen Organisationsbereiche der Bundeswehr bei der Digitalisierung von Fähigkeiten in den Domänen Führung, Aufklärung, Wirkung und Unterstützung. Das Besondere dabei: Neben ihrer IT-Expertise verfügen die Kolleginnen und Kollegen aufgrund ihrer persönlichen beruflichen Vita auch über praktisches Spezialwissen im Militärischen Nachrichtenwesen. Durch diese Kombination ist die BWI in der Lage, die Bundeswehr und das BAAINBw fachlich bestmöglich bei der Umsetzung von Projekten im JISR-Kontext zu unterstützen. Zudem ist das Projektteam von DES mit der Aufgabe betraut, Auswirkungen und Abhängigkeiten zwischen den JISR-Projekten, den Projekten zum Krisenmanagement und zu weiteren IT-Projekten – auch innerhalb der BWI – zu erkennen und in einem ganzheitlichen Ansatz bei den weiteren Ausplanungen zu berücksichtigen.

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